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Theater X Spielzeit von 4. Februar bis 20. März 2016
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Pressemitteilung Mittwoch 27. Januar 2016
Spielzeit von 4.02.2016 bis 21.03.2016

Back to the Future?


Das ging schnell! Die Grenzen werden dicht gemacht, die Abschiebungswelle rollt. Die Stimmung kippt nach rechts - gegen die Geflüchteten. Die Debatte nach der Silvesternacht in Köln zeigt wie weit das geht. Die Auseinandersetzung mit Sexismus und Gewalt gegen Frauen in Deutschland werden nur scheinheilig angegangen.
Gleichzeitig dürfen völkische, nationalistische Überzeugungen wie die von Bernd Höcke (AfD) ausgelebt werden: Die angeblich unterschiedlichen Reproduktionsstrategien der Afrikaner_innen und Europäer_innen, die Verdrängung des „europäisches Platzhaltertypus“ durch den „Ansturm in Europa“ des „afrikanischen Ausbreitungstypus". Man braucht nicht viel Vorstellungskraft um zu sehen, wie die aktuell geführte Debatte über „Testosteron gesteuerte“ und  „organisierte nordafrikanische Männer-Banden“ mit einer „kulturell geprägten“ Affinität für organisierte Massenvergewaltigungen deutlich aus solch einer rassistischen Überzeugung hergeleitet wird und dieser dient. Wir erleben eine Ethnisierung der kulturellen, politischen und sozialen Sprache in Ausmaßen, von denen wir dachten sie schon längst hinter uns gelassen zu haben. Back to the Future?
Die Auseinandersetzung über sexualisierte Gewalt in unserer Gesellschaft wird vermieden, stattdessen aber ein fremdenfeindlicher Diskurs gestärkt.
 

Theater X is back!


Wenn der Sommer und Herbst des Mitgefühls und Mithelfens nicht nur ein Märchen gewesen sein soll, werden wir mehr als Gefühle und Hilfsbereitschaft brauchen. Überall gibt es Menschen, die bereit sind zu kämpfen. Wir von Theater X wollen unseren Beitrag dazu leisten.
Gefahrengebiete von unserem Theater X Ensemble stellt sich kritisch gegen die Hetzer_innen von Pegida und AfD. Wir stellen die Broschüre Blicke reichen aus vor, in der Stimmen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesammelt sind, die den alltäglichen anti-muslimischen Rassismus erfahren haben. Darin wird außerdem untersucht, welche Strategien sie entwickeln um sich zu stärken. Die schnelle kulturelle Eingreiftruppe SKET setzt sich in einem kabarettistischen Abend, Ich Lach mich Tod, mit den Grenzen zwischen Satire und Sadismus vor und nach Charlie Hebdo auseinander.
Theater X ist auch eine Bühne für externe selbst-organisierte Gruppen wie zum Beispiel das Bühnenprojekt Schwarzer und Weißer Menschen noNegativ aus Bochum, die sich In No Stop in Me! mit Gender, Sexualität und Rassismus auseinandersetzen. We are here! gehen mit dem Stück Where are you going? das Thema Besitz bzw. Nicht-Besitz von Dokumenten an. Die deutsch-türkische Altenschauspielgruppe die Bunten Zellen rückt mit viel Musik und skurrilen Figuren in Berliner Planzen – Berlinli Bitkiler einem hauptstädtischen Thema zu Leibe – die Gentrifizierung. Und das junge Theater X Regie Kollektiv bietet mit Gentrifihää??? GentriDichSelbst!!! einen Blick auf die Straße und die Möglichkeiten der Gegenwehr und den Kampf gegen den Gentrizilla.
Als Krönung wollen wir uns mit vielen der Geflüchteten und Nicht-geflüchteten mit Kultur und Protest auf der Strasse vereinen. Der Refugee Club Impulse und My Right is your Right laden zum Fest und Protestzug Carnival Al Lajiiín am 20. März um 14h am Hermannplatz ein.
Wir würden uns über Ihre Anwesenheit freuen und stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung wenn es um Fragen der Berichterstattung, Ankündigung oder Interviews geht. Unseren Spielplan finden Sie in Kürze online. 



Kontakt:
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Dounia Mahfoufi
dounia.mahfoufi@grenzen-los.eu
0157-30760176