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Therapeutisches Erzählen und Hypnosystemik
Ausbildungen - Workshops - Literatur - Tipps & Tricks

Therapeutisches Erzählen und Hypnosystemik

Ausbildungen - Workshops - Literatur - Tipps & Tricks

Liebe Freunde, Bekannte und Neugierige...

An dieser Stelle möchte ich gern erzählen, was mich zur Zeit bewegt und wovon ich hoffe, dass es für euch interessant ist. Nämlich...

1. Persönliches
2. Ausbildung in Hypnotherapie nach den Verfahren Ericksons und Hypnosystemik
3. Seminare und Kongressworkshops
4. Interviews in Radio und Fernsehen
5. Internationales Festival des Therapeutischen Erzählens im Oktober
6. Veröffentlichungen 2016
7. Internetauftritt
8. Tipps und Tricks: Geschichten


1. Persönliches

Ende Februar haben Karine und ich eine Reise nach Südafrika gemacht. Anlass waren zwei Workshops, die ich bei der Konferenz des Milton-Erickson-Instituts Südafrika gehalten habe. Da gab es etwas, wovon ich nicht dachte, dass ich das einmal erleben würde:
Einen Gepard streicheln und ihm beim Schnurren zuhören...


Die Geschichte zu dieser Gepardin und zu ihrem Bruders findet ihr weiter unten im Newsletter.


2. Ausbildung in Hypnotherapie nach den Verfahren Ericksons und Hypnosystemik

Bei der Ausbildung in Hypnotherapie und Hypnosystemik sind wir gerade beim Teil über Therapeutisches Modellieren ("Stühlespiele") angelangt. Beim letzten Seminar hatten wir eine sehr beeindruckende Demonstrationstherapie zur Enttraumatisierung bei einer Frau, die unter den Erinnerungen an einen früheren eigenen Suizidversuch litt. Daneben haben wir Übungen vor allem zum Subtraktions- und Additionsverfahren des Therapeutischen Modellierens und Stabilisierung der jeweils erreichten Ergebnisse gemacht.

Beim nächsten Seminar am 1. bis 3. Juli geht es um Paar- und Familientherapie und gegebenenfalls auch Arbeit mit Teams mit der Stühletechnik. Die wichtigsten Grundlagen, um gut in die Arbeit hineinzukommen, werden wiederholt. Wenn möglich, werde ich wieder eine Live-Demonstration mit integrieren. Und natürlich wird wieder geübt, geübt, geübt... Wer an dem Seminar interessiert ist, kann unter stefan.hammel@hsb-westpfalz.de oder 0631-3702093 Näheres mit mir besprechen.

Beim Seminar am 26. bis 28. August werden wir uns neben der Arbeit mit den Stühlen an sich nochmals unter anderen Gesichtspunkten mit Trauma und Depression befassen und bei dem am 16. bis 18. Septemer wird es um Schmerz und somatische Anliegen gehen.



Die nächsten drei Seminare (Therapeutisches Modellieren) werden voraussichtlich - wie schon die im Frühjahr letztes Jahr (Therapeutisches Erzählen) und die im letzten Winter (Therapeutische Hypnose) - wieder gefilmt.


3. Seminare und Kongressworkshops

Die nächsten Seminare außer denen in Kaiserslautern finden in der Nähe von Bern, in München statt:
Die SFINC academy in Biel (Bienne) lädt am 21. und 22. Juni zu einem Seminar mit mir ein: "Der wirksame Gebrauch von Metaphern und Geschichten in der Konfliktklärung - Wie man Problemgeschichten im Gespräch in Lösungsgeschichten transformiert".
Bei SySt (Matthias Varga von Kibéd, Insa Sparrer) in München gibt es am 28. und 29. Juni ein Seminar "Therapeutisches Erzählen und Therapeutisches Modellieren für Paare und Partner".

Die nächsten Kongressworkshops habe ich im September:
Bei den Therapietagen des Wieslocher Instituts für Systemische Lösungen (WISL) halte ich am 22.9. einen Workshop zur hypnosystemische Arbeit mit Sterbenden umd am 23.9. einen über Therapeutisches Erzählen. Ein Video von einem Workshop zur hypnosystemischen Arbeit mit Sterbenden findet ihr hier.
Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) halte ich am 24.9. einen Workshop "Einführung in das Therapeutische Erzählen". Ein Video von einem Seminar, bei dem ich erkläre, wie man eine Therapeutische Geschichte typischerweise strukturiert und welche Abwandlungen von hier aus möglich sind, findet ihr hier.


4. Interviews in Radio und Fernsehen

Am 23. März habe ich bei Radio Dreyeckland ein Interview zur Technik des Therapeutischen Modellierens" und zum Buch "Das Stühlespiel" gegeben. Das interview habe ich jetzt auf meiner Website online gestellt und bei der Gelegenheit noch einige frühere Radiointerviews. Neben dem Interview zum "Stühlespiel" waren bisher die Interviews über "Therapeutisches Erzählen" und "Therapie zwischen den Zeilen" noch nicht veröffentlicht. Ihr könnt sie jetzt auf derselben Seite finden.

Am 24. Mai war ich bei der SWR-Sendung "Kaffee oder Tee zu einem Live-Interview über Hypnose eingeladen. Wer neugierig ist, kann sich die Sendung hier ansehen.
Vor einigen Jahren war ich schon einmal bei "Kaffee oder Tee" eingeladen. Damals wurde ich über "Therapeutisches Erzählen" befragt. Wer die Sendung noch nicht kennt, kann sie hier finden.


5. Internationales Festival des Therapeutischen Erzählens im Oktober

Der Frühbuchertarif von 330 statt 360 Euro gilt nur noch bis Ende Juni. Wir haben noch ein paar Dutzend Teilnehmerplätze, die wahrscheinlich (oder auch hoffentlich) bald weg sein werden. Der Ablauf des Festivals steht im Wesentlichen fest. Die Abstracts zu den unten aufgeführten Vorträgen, Workshops, Demos, Lesungen, Filmvorführungen und Konzerten findet ihr auf meiner Website. Unser Plan sieht so aus:

Freitag, 14.10.2016:
12.00-13.00 Ankunft und informelles Kennenlernen
13.00-13.30 Eröffnung
13.30-18.00 Plenumsvorträge:
Consuelo Casula (I):La vita è bella. Die Magie des Erzählens: Reframing und Resilienz
Charlotte Wirl (A): Therapeutische Geschichten und Metaphern in Trance individuell (er)finden
Ulrich Freund (D) & Reinhilde Freund (D): Wirkfaktor Grimm. Märchen in der Psychotherapie.
Christine Guilloux (F): Narrative Therapie, narrative Medizin…?
18.30-20.00 Vorstellung der Referenten und Workshops
20.00 Gemeinsames Abendessen (nicht in der Tagungspauschale enthalten)


Consuelo Casula

Samstag, 15.10.2016:
08.30-08.50 Thomas Eberle (D): Musikalische Morgenmeditation
09.00-12.30 Workshops
12.30-14.30 Mittagspause
14.30-18.00 Workshops
18.30-20.00 Geschichten, die die Welt verändern.
Therapeutische Kunst und Unterhaltung:

Thomas Eberle (D): SeelenTraum. Im Klangreich der Stille – Klangschalen und Gesänge für die Seele
Martin Niedermann (CH) & Adrian Hürzeler (CH): Entstehen lassen und Ausdruck geben – Therapeutisches Puppenspiel
20.00 Gemeinsames Abendessen (nicht in der Tagungspauschale enthalten)

Sonntag, 16.10.2016:
08.30-08.50 Thomas Eberle (D): Musikalische Morgenmeditation
09.00-12.30 Workshops
12.45-13.30 Martin Niedermann (CH): Alte und neue Lieder aus der Schweiz (Abschlusskonzert)
13.30-14.00 Schlusswort

Wer gerne einen Vorgeschmack auf das Konzert haben möchte, findet hier ein Lied von Martin Niedermann...

Und, um noch etwas genauer zu sein… Am Samstag und Sonntag gibt es folgende Workshops und Veranstaltungen:

Samstag, 9.00-10.30:
Annette Fürst (D): Stark mit Bruno: Ein multisensorischer, crossmedialer Ansatz für Kinder (Vortrag)
Katharina Lamprecht (D): „Wie das Krokodil zum Fliegen kam“ (Lesung ½ h)
Marie-Jeanne Bremer (L): Heilpflanzen auf Trümmern: Geschichten gegen den Hass
Anne Decocq (B): Es war einmal … Eine Verschreibung! Literatur als therapeutische Ressource. Bücher und Zeichnungen in der pädiatrischen Beratung.
Adrian Hürzeler (CH): Stegreif-Geschichten (alea iacta est): Spielerisch Mut finden fürs Erzählen von Geschichten
Consuelo Casula (I): Wie wir Patientenmetaphern nutzen können, um Talente, Ressourcen und Möglichkeiten aus den Patienten hervorzulocken.

Samstag, 11.00-12.30:
Stefan Hammel (D): Live-Therapie Therapeutisches Modellieren (Demonstration)
Thierry Servillat (F) & Bernadette Audrain Servillat (F): Geschichten vom Wachsen. Eine erickson‘sche Vorgehensweise
Daniel Wilk (D): Trance-Geschichten hören – Die Türen zum inneren Reichtum öffnen (wenn möglich, Liegematte & Decke mitbringen)
Martin Niedermann (CH): Therapeutische Songs, Chansons, Lieder*
Consuelo Casula (I): Wie man Anekdoten in bedeutungsvolle Geschichten verwandelt.

Samstag, 14.30-16.00:
Elmar Hatzelmann (D): Das Erzählpotential wecken und Geschichten entdecken
Alexandra Spitzbarth (D): Der innere Heiler – Selbstheilungskräfte aktivieren und nutzen
Karine Audeguy (F): Wie legen uns unsere Lebensgeschichten herein? Lebensgeschichten spielen und sie transformieren…?
Yves Doutrelugne (B): Darf man in helfenden Beziehungen von sich selbst reden?
Gabrielle Meyer (L): Abschied metaphorisch und therapeutisch erleben
Katharina Lamprecht (D): „Satu und Helm – Beziehungsweisen“ (Filmvorstellung)

Samstag, 16.30-18.00:
Stefan Hammel (D): Geschichten in der Therapie von Trauma und Depression,
Alles neu gerahmt! Psychische Symptome in ungewöhnlicher Perspektive (Lesung)
Ulrich Freund (D) & Reinhilde Freund (D): „Dunkle Märchen, helle Momente – Märchen mit bitterem Ende als Pacing“
Anne Decocq (B) & Mireille Cukier-Jakubowicz (L): Entstehen von therapeutischen Geschichten. Des Therapeuten Lust am kreativen Erzählen,
mit integrierter Lesung: Gute Reise, kleine Katze!“ und „Wirklich gar nicht schwer“
Gisela Dreyer (D): Sprache und Grenzerfahrung

Sonntag, 9.00-10.30:
Martin Niedermann (CH): Therapeutische Comics mit autistisch diagnostizierten und anderen Menschen
Sonja Wessel (D): Digital Storytelling – Multimediales Erzählen persönlicher Geschichten, die das Herz berühren (Teil 1)
Adrian Hürzeler (CH): Achtsamkeit als Basis und Essenz fürs Erzählen von Geschichten
Allesandra Balsamo (L): Arbeit mit Marionetten in der Therapie mit trauernden Menschen: Raum zum kreativen Gestalten (Teil 1)
Gisela Dreyer (D): Sprache und Grenzerfahrung (Vortrag)

Sonntag, 11.00-12.30:
Thomas Eberle (D): Die Magie der Klangschalen und das therapeutische Erzählen
Sonja Wessel (D): Digital Storytelling – Multimediales Erzählen persönlicher Geschichten, die das Herz berühren (Teil 2)
Katharina Lamprecht (D): Energetische Psychologie und therapeutisches Erzählen: Eine beschwingte Begegnung
Allesandra Balsamo (L): Arbeit mit Marionetten in der Therapie mit trauernden Menschen: Raum zum
kreativen Gestalten (Teil 2)
Christine Guilloux (F): Der versteckte Held in uns


Katharina Lamprecht, Adrian Hürzeler, Martin Niedermann und Stefan Hammel

Es ist mir eine Freude wenn ich euch dann sehe! Wir freuen uns über viele Anmeldungen!

* Übrigens: Eines Abends, beim Wein auf der Berghütte hat uns Martin Niedermann einmal erklärt, wie er spontan therapeutische Lieder entwickelt. Seine Erklärung und das dazugehörige Lied habe ich hier auf einem kurzen Video festgehalten.
 

6. Veröffentlichungen 2016

Aktuell veröffentliche ich neue Postkarten mit Geschichten. Gerade ist die Postkarte mit der Geschichte "Fertig" frisch aus dem Druck hier eingetroffen. Wer gerne ein paar Exemplare haben mag, kann sie bei mir bestellen (1,00 € plus Porto). Das nächste Postkartenmotiv mit einer Geschiche unter dem Titel "Brombeeren pflücken" werde ich voraussichtlich morgen in den Blog stellen.



Im Juli erscheint von mir die DVD-Serie Ausbildungsgang "Therapeutische Hypnose". Es handelt sich um Aufnahmen der ersten drei Ausbildungsseminare in Erickson'scher Hypnotherapie, also die Seminare, die in Kaiserslautern üblicherweise im Oktober, November und Dezember stattfinden. Dokumentiert sind eindrückliche Demo-Therapien, Tranceinduktionstechniken, Infos über Grundlagen der Arbeit mit Rapport und Suggestion, ehische und methodische Fragestellungen, die Integration systemischer und hypnotherapeutischer Arbeit, der Aufbau einer Hypnotherapiesitzung, die Utilisation von Symptomen und anderen 'Elementen der Ausgangssituation, Wahrnehmung, Deutung und Gebrauch von Körpersprache, verbalsprachliche Implikationen und vieles anderes mehr. Die wichtigsten Daten zur DVD-Serie:
 
Therapeutische Hypnose I-III: Komplettset der Ausbildungsseminare in Kaiserslautern 2015. Aufnahme von hsb westpfalz. Ca. 620 min. DVD-Set 128,00 Euro zzgl. Versandkosten.
 
Therapeutische Hypnose I: Tranceinduktionen, Rapport, Ethik und Methodik, suggestive Verfahren. Ausbildungsseminar in Kaiserslautern 2015. Aufnahme von hsb westpfalz. Ca. 620 min. DVD-Set 52,00 Euro zzgl. Versandkosten
 
Therapeutische Hypnose II: Ausbildungsseminar in Kaiserslautern 2015. Aufnahme von hsb westpfalz. Ca. 620 min. DVD-Set 52,00 Euro zzgl. Versandkosten
 
Therapeutische Hypnose III: Ausbildungsseminar in Kaiserslautern 2015. Aufnahme von hsb westpfalz. Ca. 620 min. DVD-Set 52,00 Euro zzgl. Versandkosten.

Bestellen könnt ihr die DVDs ab jetzt direkt bei mir.
 


Im September erscheint von mir ein Buch darüber, wie man psychische Symptome neu rahmt und mit Menschen wertschätzend darüber sprechen kann, so dass wärhend der "Aufklärung" über ihr Problem oder ihre sogenannte "psychische Krankheit" die Therapie bereits beginnt. Der Titel des Buches:

Stefan Hammel: Alles neu gerahmt! Psychische Symptome in ungewöhnlicher Perspektive. München, Ernst Reinhardt Verlag 2016.

Wer möchte, kann das Buch schon jetzt bei mir bestellen. Ich schicke es euch dann mit einer Rechnung zu, sobald es erhältlich ist.



Ebenfalls im September erscheinen beim Ernst Reinhardt Verlag von mir und den Autoren des Krokodil-Buchs zwei Sets mit Therapeutischen Geschichten-Karten, die ihr, ebenfalls, wenn ihr möchtet, bei mir vorbestellen könnt. Ich schicke sie euch dann zu, sobald sie erhältlich sind.

Wie das Krokodil zum Fliegen kam.  24 Therapie-Karten: Beruf und Work-Life-Balance. Gemeinsam mit K. Lamprecht,  A. Hürzeler, M. Niedermann). Reinhardt, München 2016
 
 
 
Wie das Krokodil zum Fliegen kam.  24 Therapie-Karten: Identität und Persönlichkeit (Gemeinsam mit K. Lamprecht,  A. Hürzeler, M. Niedermann). Reinhardt, München 2016
 

 
7. Internetauftritt

In den vergangenen Monaten haben wir die Webseiten www.stefanhammel.de, www.stefanhammel.com und www.hsb-westpfalz.de so umgebaut, dass sie voll Handy- und Tablet-kompatibel sind. Bei der Gelegenheit haben wir auch das Design und die Technik auf den neuesten Stand gebracht und eine Anzahl neue Fotos, Links und Videos eingebaut. Wenn ihr Lust habt, schaut es euch doch einmal an.

Im Blog HYPS habe ich in letzter Zeit recht viele Videos, aber auch Geschichten und Beiträge zum Festival eingestellt. Wenn ihr Lust habt, schaut auch dort wieder einmal rein! Den Blog kann man übrigens auch abonnieren. Folgt dazu einfach der Anleitung unter diesem Link. Den englischen HYPS-Blog habe ich übrigens internationalisiert, so dass ihr dort neben englischen Geschichten auch Geschichten auf Französisch und Spanisch finden könnt.


8. Tipps und Tricks: Geschichten

Die Wurzel

„Da liegt eine große Baumwurzel lose im Wald herum. Ich glaube, den braucht niemand. Meinst du, die kann ich nach Hause nehmen?“ fragte ein junger Mann seinen Vater. „Nicht einfach so.“ „Was passiert mir dümmstenfalls, wenn ich sie doch mitnehme?“ „Eine Gerichtsverhandlung, 500 Euro und ein Eintrag ins Führungszeugnis.“ „Nicht so gut.“ „Du kannst aber auch den Förster fragen, ob du sie haben kannst. Wahrscheinlich sagt er: ‚Kein Problem, wo liegt sie?'“

Karpaltunnelsyndrom

Karine fragte einen Arzt, warum sie ihre Finger manchmal nicht so gut bewegen kann. "Das ist ein Karpaltunnelsyndrom. Das ist in deinem Alter normal. Die Sehnen haben eine Hülle, in der sie sich bewegen, wie der Fahrradbremszug in seinem Schlauch", erklärte er ihr. Am nächsten Morgen sah ich, wie sie sich bemühte, ihre Finger wieder in Gang zu bekommen. "Du erinnerst dich an das, was der Arzt gesagt hat mit dem Bremszug. Sag den Fingern bitte einen schönen Gruß, dass er den Zug dünner macht und den Schlauch weiter und dass er einen kleinen Tropfen Öl auf den Bremszug gibt. Danke - jetzt bewege bitte dine Finger!" Sie konnte sie sofort bewegen. Soweit ich weiß, gibt sie ab und zu noch ein bisschen Öl auf die Finger, aber im Wesentlichen ist das Problem verschwunden.

Zwei Geparde

In einem afrikanischen Naturpark wollte man Geparde auswildern. Unter anderem konnte die Parkleitung zwei kranke Gepardenbabies günstig bekommen, einen Bruder und eine Schwester. Nach langer fürsorglicher Pflege wurden sie beide gesund und kräftig. Als sie erwachsen waren, brachte man sie in ein großes Freilandgehege, wo sie andere Geparde kennenlernen konnten. Der Junge freundete sich mit einer Gepardin an, blieb bei ihr, und sie bekamen Junge. Das Gepardenmädchen aber kam jedes Mal, wenn die Wildhüter nach #ihnen schauten, ließ sich streicheln, schnurrte und schien zu sagen: „Nehmt mich mit! Nehmt mich mit!“ Am Zusammensein mit den anderen Geparden war sie offenbar nicht interessiert. Nach vielen Besuchen dieser Art nahmen die Wildhüter sie wieder mit ins Camp, wo sie blieb, sich streicheln ließ und sich sichtlich wohl fühlte. Die Wildhüter sagten, sie wirkte bei ihren Menschen jetzt noch glücklicher als zuvor. Sie sagten: „Sie weiß jetzt, sie ist keine Gefangene. Sie konnte wählen.“ Beide Geparde wählten. Am Ende hatte jeder seine Freiheit. (Aus: Stefan Hammel, Alles neu gerahmt! Psychische Symptome in ungewöhnlicher Perspektive. München, Reinhardt 2016)

 


 
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