Ausstellung "Instabilität der Wirklichkeit", mit Werken von Stefan Hoenerloh in der Galerie Kerstner, Kronberg.
Stefan Hoenerloh - Malerei
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ab Freitag, 29. April 2016:


„INSTABILITÄT DER WIRKLICHKEIT“

Ausstellung mit Werken von


Stefan Hoenerloh


Die Vernissage findet am Freitag, den 29.4.2016 ab 18 Uhr statt.

Zur Geschichte Stefan Hoenerlohs

"Man beginnt als Künstler seine Tätigkeit ohne zu wissen, dass man Künstler wird. Das stellt sich erst später heraus. Anfangs gibt es einen unbändigen Wunsch, bestimmte Vorstellungen umzusetzen und erst nach einigen Jahren merkt man, dass man einen Beruf hat, der bestimmte gesellschaftliche Normen in Frage stellt und einigen typischen Mechanismen unterworfen ist. Aber ursprünglich war der Beginn des Tuns nur ein Sehen und Staunen mit dem Wunsch, das Gesehene zu fotografieren."

Architektur ist eine vom Menschen geschaffene langfristige Raumsituation, welche gut dazu geeignet ist, Zeit, Informationstheorie und Negativraum gleichzeitig darzustellen. Die Natur hat ebenfalls langfristige Raumsituationen hervorgebracht, aber sie können nur Inspirationsquelle sein, da der Bezug zum Menschen fehlt. Da aber Bauwerke ebenfalls länger als Menschen existieren, heben sie sich über deren Wichtigkeit hinweg.

Die Zeitfrage ist in den Bildern dadurch dargestellt, dass Gebäude übereinander gestellt sind, ohne dass sich ihr Baustil ändert. Dies zeigt eine Metapher für eine fortschrittslose Gesellschaft, in welcher das menschliche Gehirn Zeit hat, sich evolutionär den neuen Entwicklungen anzupassen; ergo eine sehr langsam vergehende, begreifbare Zeit.

Warum sind die Oberflächen der Gebäude rissig und verwittert wie eine Patina?

Die entstandene Information komplexer patinierter verwitterter Oberflächen ist ein Symbol für eine Gesellschaft.

Bei modernen Bauten findet man weder proportionierte Schönheit noch gibt es eine heterogene Wand, welche durch ihren Komplexitätsgrad eine Allegorie zu Baumrinde, Holzboden oder Felswänden darstellt, sondern nur Oberflächen und Formen, welche eine möglichst weite Entfernung zu jeder Natürlichkeit zurücklegen sollen.

Den Blickwinkel zu finden ist eine andere, schwierigere Aufgabe. Eine Situation wird zunächst schemenhaft skizziert. Manchmal wird auch eine Situation aus einem Canyon nachgestellt, mit Hauswänden verdeutlicht. Dann wird Haus für Haus soweit hin und her geschoben in einem virtuellen Grundriss, bis der Blickwinkel interessant ist. Canyons gibt es in dieser Form tatsächlich, hingegen ist der Realismus der Bilder nur ein scheinbarer.

Die Vertauschung von Innen- und Außenraum, die Schaffung des Gefühls der Temperatur, die Isoliertheit der Darstellung durch das Fehlen aller beweglicher Dinge, Angst einflössende dunkle Ecken und belichtete Inseln der Ruhe erzeugen einen starken perspektivischen Sog. Jede Situation muss genau auf der Grenzlinie zwischen Fiktion und Erinnerung balancieren, da nur dann jegliches Schubladendenken unterlaufen wird.

VERNISSAGE:
Freitag, 29.4.2016 ab 18 Uhr

AUSSTELLUNG:
Samstag, 30.4. - Samstag, 18.6.2016

ÖFFNUNGSZEITEN:

freitags, 16 - 19 Uhr
samstags, 10 - 14 Uhr

Sehr gern sind wir auch außerhalb unserer Öffnungszeiten für Sie da! Vereinbaren Sie einfach telefonisch einen Termin unter:
0171-4709465

ADRESSE:
Galerie Kerstner, Friedrich-Ebert-Straße 7, 61476 Kronberg im Taunus

Besuchen Sie auch unsere Website:
www.galerie-kerstner.de
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