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Ausgabe: Juli 2015
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Liebe Leser,

beim Kampf gegen HIV und Aids gibt es Fortschritte. Mittlerweile überleben nicht nur immer mehr Menschen eine Aids-Erkrankung, auch geht die Zahl der HIV-Neuinfektionen zurück. Das zeigt, dass internationale Investionen in Gesundheitsprogramme wirken. Eine Blaupause auch für andere Entwicklungsbereiche? Der Bedarf ist groß - wie Sie diesem Newsletter entnehmen können.

Ihr Redaktionsteam der Stiftung Weltbevölkerung

Fortschritte bei Aids-Epidemie

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist von 2000 bis 2014 um 35 Prozent auf zwei Millionen zurückgegangen. Gesunken sind auch die Todesfälle im Zusammenhang mit Aids: Starben im Jahr 2004 noch zwei Millionen Menschen an Aids, sank die Zahl bis 2014 um 42 Prozent auf 1,2 Millionen. Das geht aus einem aktuellen Bericht von UNAIDS hervor.

Kürzlich hatte eine Expertenkommission jedoch davor gewarnt, dass in den kommenden fünf Jahren die Zahl der weltweiten HIV-Neuinfektionen und Aids-Todesfälle wieder steigen könnte. Die Welt müsse ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie deutlich ausweiten, um dies zu verhindern. Nur so könne Aids bis zum Jahr 2030 beendet werden.

Die Experten riefen die internationale Gemeinschaft dazu auf, ihre Investitionen zu erhöhen – insbesondere in den ärmsten Ländern und im Bereich der Prävention. Die nächsten fünf Jahre seien für die Bekämpfung der Epidemie ein kritisches Zeitfenster.
 
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Länderdatenbank: neues Design, benutzerfreundlich und mobiloptimiert


 
Wir haben eines der meistbesuchten Angebote unserer Internetseite neu gestaltet: unsere Länderdatenbank. Sie wurde für mobile Endgeräte optimiert und ermöglicht nun eine intuitive Navigation mit hoher Benutzerfreundlichkeit.

Unsere Länderdatenbank bietet demografische, sozioökonomische und Gesundheitsdaten für alle Länder und Regionen der Welt: von den aktuellen und prognostizierten Bevölkerungszahlen über die Lebenserwartung bis hin zum CO2-Ausstoß. Aus der Länderdatenbank geht auch hervor, wie hoch das Bruttonationaleinkommen einzelner Länder ist und wie stark sie von Migration betroffen sind. Probieren Sie unsere neue Länderdatenbank aus!
 
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Entwicklungsziele: Es bleibt noch viel zu tun!

Foto: Jonathan Torgovnik
CC BY NC 4.0
Der Anteil der extrem Armen ist weltweit von 36 Pro­zent im Jahr 1990 auf heute zwölf Pro­zent gesunken, womit noch immer 836 Millionen Menschen von extremer Armut betroffen sind. Heute gehen zudem min­des­tens neun von zehn Kin­dern zur Grund­schule, dar­un­ter in den meis­ten Welt­re­gio­nen etwa gleich viele Mäd­chen wie Jun­gen. Das geht aus dem Abschluss­be­richt der Vereinten Nationen zu den Millennium-Entwicklungszielen hervor, der Anfang Juli veröffentlicht wurde.

In vielen anderen Entwicklungsbereichen bleiben dem Bericht zufolge aber noch Herausforderungen – insbesondere in Bezug auf die Gesund­heit von Kindern und Müt­tern. Noch immer sterben täglich 16.000 Kinder unter fünf Jahren an meist vermeidbaren Ursachen, und fast 800 Mütter kommen jeden Tag im Zusammenhang mit Schwangerschaft oder Geburt ums Leben. Die meisten dieser Todesfälle ließen sich verhindern.
 
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Stiftung für sparsame Mittelverwendung ausgezeichnet

Für die sorgsame und transparente Verwendung der uns anvertrauten Spenden wurden wir erneut  mit dem DZI­Spendensiegel ausgezeichnet. Das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen vergibt diese Auszeichnung nach eingehender Prüfung nur an solche Hilfsorganisationen, die durch wahrheitsgemäße Informationen und eine sparsame Haushaltsführung überzeugen.

Investitionen in Gesundheitsprogramme sinken


Foto: Jonathan Torgovnik
CC BY NC 4.0
Die globalen Investitionen in Gesundheitsprogramme in armen Ländern sind 2014 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf 35,9 Milliarden US-Dollar (32 Milliarden Euro) zurückgegangen. Auch Deutschland gab 2014 mit 1,3 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro) 0,4 Prozent weniger als 2013. Der Rückgang fällt umso stärker ins Gewicht, als im vergangenen Jahr zusätzliche Mittel zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie aufgebracht wurden. Das geht aus einem Bericht der US-Forschungseinrichtung Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) hervor.

Die weltweiten Investitionen in globale Gesundheit seien zwischen 1990 und 2000 moderat gewachsen und hätten infolge der Millennium-Entwicklungsziele binnen zehn Jahren einen weiteren Sprung gemacht. In den vergangenen vier Jahren habe es aber keine nennenswerten Aufwüchse gegeben. Weltweit würden seitdem pro Jahr zwischen 34 und 36,5 Milliarden US-Dollar für Gesundheitsprogramme aufgewendet, wovon etwa ein Drittel in Länder Afrikas südlich der Sahara investiert werde.

Der Bericht soll vor der Verabschiedung der Post-2015-Agenda dazu beitragen, fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Gesundheitsinvestitionen zu treffen.
 
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Journalistenpreis verliehen


Foto: Die.Projektoren
Am 18. Juni 2015 verlieh die Stiftung den Journalistenpreis „Weltbevölkerung“ unter Teilnahme zahlreicher Gäste aus Politik, Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft im Haus der Commerzbank Berlin. Geehrt wurden die drei Journalisten Julia Jaroschewski, freie Journalistin, Joachim Riecker, Madsack-Medien, und Veronika Wawatschek, Bayerischer Rundfunk. Sie hatten aufgrund von Reisestipendien der Stiftung Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara recherchiert und anschließend ihre Beiträge veröffentlicht.

Die Exposés der drei Preisträger waren von einer unabhängigen Jury ausgewählt worden. Der zum siebten Mal ausgeschriebene Journalistenpreis steht unter der Schirmherrschaft von Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der Preis soll im Herbst erneut als Reisestipendium ausgeschrieben werden.
 
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Weltbevölkerungstag: 7,328 Milliarden Menschen auf der Erde

Feierlichkeiten zum Weltbevölkerungstag in Uganda: Präsident Yoweri Museveni im Gespräch mit Stiftungsmitarbeitern
Die weltweite Geburtenrate sinkt. Während eine Frau zwischen 1990 und 1995 durchschnittlich noch drei Kinder zur Welt brachte, sind es heute nur noch 2,5. Trotzdem wächst die Weltbevölkerung jede Minute um 165 Menschen und erreicht mit derzeit 7,328 Milliarden Menschen einen neuen Höchststand. Gründe dafür sind vor allem die hohe Zahl junger Menschen und ungewollte Schwangerschaften.
 
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Neu: der Alfred Biolek Stiftungsfonds

Rund zehn Jahre lang engagierte sich Alfred Biolek mit der Alfred Biolek Stiftung - Hilfe für Afrika für Jugendliche in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda. Mit über 80 Jahren hat er sich nun aus dem aktiven Stiftungsleben zurückgezogen und seine Stiftung zum 1. Juli in einen Stiftungsfonds bei der Stiftung Weltbevölkerung umgewandelt.

Sein Engagement wird somit dauerhaft weitergeführt, der Verwaltungsaufwand für den neuen Alfred Biolek Fonds reduziert sich zugleich deutlich. Das spart Energie und Kosten, die wir stattdessen in unsere Jugendaufklärungsarbeit investieren.

Für unsere Unterstützer ändert sich nur das Spendenkonto. Wenn Sie die Projekte, die Alfred Biolek besonders am Herzen liegen, mit einer Spende unterstützen möchten, nutzen Sie am besten das Spendenkonto der Stiftung Weltbevölkerung mit dem Stichwort „Spende Alfred Biolek Fonds“.
 
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Gemeinsames Parlamentariertreffen mit Amnesty International

Abgeordnete sollen sich gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzen, in internationalen Verhandlungen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten weiterhin als fortschrittlicher Akteur aufzutreten. Bisher erzielte Erfolge auf EU- und UN-Ebene drohten sonst zunichte gemacht zu werden. Dazu rief die Stiftung Weltbevölkerung gemeinsam mit Amnesty International bei einem Treffen des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung am 18. Juni auf. Zudem regten sie an, das Thema auch im Rahmen der bilateralen Beziehungen und der Entwicklungszusammenarbeit stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Amnesty International arbeitet im Rahmen der Kampagne „My Body My Rights“ erst seit kurzer Zeit zu sexuellen und reproduktiven Rechten. Die Organisation reagierte damit auf ihre Beobachtung, dass in vielen Ländern zum Beispiel Kirche, Politik und Justiz zunehmend versuchen, die entsprechenden Rechte einzuschränken.
Unser Spendenkonto: IBAN: DE5625040066038383800 I BIC: COBADEFF250 
 
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Göttinger Chaussee 115
D-30459 Hannover
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Fax: 0511 94373-73
E-Mail: dswnews@dsw.org
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