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Hinter die Kulissen geblickt

Inventouren.

 
Wie gewohnt informieren wir Sie mit unserer „Post von Droben“ nicht nur über Termine, Veranstaltungen und Ausstellungen in und außerhalb der Diözese, sondern möchten Sie auch ein wenig auf dem Laufenden halten, was im derzeit wegen der bevorstehenden Sanierungsmaßnahmen geschlossenen Diözesanmuseum auf dem Freisinger Domberg sozusagen hinter den Kulissen geschieht.

Und das war in den letzten Monaten eine ganze Menge. Um wie geplant zum kommenden Jahreswechsel mit Planungen und Ausschreibungen den nächsten Abschnitt zur Ertüchtigung unseres Gebäudes einläuten zu können, musste es erst einmal „leergeräumt“ werden. Sie als Freunde und Kenner unseres Hauses können sich bestimmt vorstellen, dass sich ein Museum nicht einfach so ausräumen lässt. Wir mussten mit viel konservatorischem Sachverstand, logistischer Weitsicht und sprichwörtlichem Fingerspitzengefühl in der letzten Zeit eine wahre Mammutaufgabe bewältigen:

Nachdem wir in geeigneten Depots Platz geschaffen hatten, haben wir gleich aus der Not eine Tugend gemacht und die unzähligen Kostbarkeiten aus unseren Ausstellungen einzeln begutachtet, inventarisiert, fotografiert und dokumentiert. Wo erforderlich und sinnvoll, ist ihnen gleich noch die Pflege von Spezialisten angediehen, bevor sie sich auf den vorsichtigen Weg zu einem sicheren Übergangsquartier machen durften.
Mittlerweile ist unsere Sammlung also beinahe komplett ausgelagert – nur ein paar schwierige, also besonders große oder schwere Stücke müssen noch sachgerecht gesichert und abtransportiert werden.
Es ist schon etwas Besonderes, eine große Sammlung von solch hohem materiellen und unermesslich ideellem Wert mit beinahe chirurgischer Präzision abbauen und abtransportieren zu müssen. Werfen Sie daher unbedingt einen Blick auf unsere Fotostrecke im Internet und erhalten Sie einen kleinen Eindruck von den Vorbereitungen für die bislang einwandfrei verlaufenen und Gott sei Dank zeitlich befristeten „Inventouren“ unserer Schätze.

Mit herzlichen Grüßen vom Freisinger Domberg

Ihr Dr. Christoph Kürzeder
Direktor Diözesanmuseum Freising      
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Ãœberarbeitung und Verleih der neapolitanischen Krippe nach Köln 

Premiere am Rhein.


Es fügt sich sozusagen zeitlich recht passend, dass vom 25. Oktober 2014 bis 25. Januar 2015 im Kölner Museum Schnütgen die Ausstellung „Die Heiligen Drei Könige. Mythos, Kunst und Kult“ stattfindet - und dort unsere große neapolitanische Krippe als Leihgabe noch einen glanzvollen Auftritt erhält, bevor auch sie für eine gewisse Zeit in einem Depot zwischengelagert wird.

Doch damit nicht genug: Im Rahmen dieser Jahrhundertausstellung in Köln wird die italienisch-lebhafte Krippenszene mit gut 200 Figuren und hunderten Kleinteilen das erste Mal in einer neu angefertigten Landschaft zu bewundern sein. Die bisherige Kulisse war nicht transportabel und wird gegenwärtig vom Landschaftsbauer Günter Wimmer durch eine neue ersetzt, die aus den Quellen des 18. Jahrhunderts inspiriert ist und auf sieben mal vier Metern Grundfläche den Figuren deutlich mehr Raum zur Wirkung verleiht.

Unsere neapolitanische Krippe erlebt daher nun am Rhein gewissermaßen nochmals eine Premiere – wer das herausragende Ensemble also in seiner prächtigen neuen Kulisse erleben möchte, sollte sich ab dem 25. Oktober auf den Weg nach Köln machen und sich auf eine kunsthistorisch interessante Reise im Zeichen der Heiligen Drei Könige begeben.     

Bilder von den Vorbereitungen finden Sie auf unserer Website.  
 

Rokoko-Ausstellung und Begleitprogramm in der Hypo-Kunsthalle

Mit Leib und Seele.


Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, zeigt die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising eine hochkarätige Ausstellung zum Münchner Rokoko. Diese selbst in internationaler Perspektive einmalige Blütezeit wird erstmals seit 30 Jahren wieder mit einer großartigen Schau gewürdigt, die vom 12. Dezember 2014 bis 12. April 2015 zu besichtigen sein wird.

Die Ausstellung präsentiert zahlreiche herausragende Künstler, die zwischen 1720 und 1770 in München den Stil entwickelt und geprägt haben - etwa die Brüder Cosmas Damian Asam (1686–1739) und Egid Quirin Asam (1692–1750) sowie Johann Baptist Straub (1704–1784), Anton Bustelli (1723–1763) und Ignaz Günther (1725–1775).

Wir möchten es an dieser Stelle nicht versäumen, Sie auf das Begleitprogramm zur Ausstellung hinzuweisen:
  • Zweimal pro Woche (mit Ausnahme der Schulferien) werden jeweils dienstags und donnerstags um 18:30 Uhr Themen- und Kuratorenführungen stattfinden.
  • In der zweiten Osterferienwoche (ab dem 8. April 2015) bieten wir für Kinder, Jugendliche und Familien eine Stuck- und Holzwerkstatt in der Münchner Karmeliterkirche an.
     
Näheres zum Begleitprogramm  erfahren Sie in Kürze auf unserer Website und im nächsten Newsletter.

Das Dombauhütte-Projekt

Gemeinsam Stein für Stein.


Es stimmt wirklich: Auf dem Domberg wurde im August bereits gebaut! Wer sich dabei jedoch an die bevorstehenden Renovierungsmaßnahmen im Diözesanmuseum erinnert fühlt, liegt hier ausnahmsweise gründlich falsch.

Von so etwas wie Sanierungs- und Brandschutzplanung mussten sich nämlich die zwanzig jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ferienprojektes „Dombauhütte“ am 6. und 7. August gar nicht erst aufhalten lassen – sie bauten gleich einen ganzen Dom.
An diesen beiden Tagen entstand auf einem 2,50 mal 1,20 Meter dimensionierten Holzfundament unter museumspädagogischer Anleitung ein zumindest für die jüngeren Projektteilnehmer aufrechten Hauptes begehbares Kirchenschiff mit echten Rundbögen und einem liebevoll gestalteten Deckengewölbe aus Papier.

Wie bei einem echten Bauprojekt begann alles mit einer soliden Planung. Unter der Leitung des Museumspädagogen Benedikt Lutzenberger wurden die Teilnehmer zunächst theoretisch und spielerisch an das Thema Architektur und Kirchenbau herangeführt, bevor sie in unterschiedliche Altersgruppen – ja, gewissermaßen Gewerke - eingeteilt wurden. „Jeder sollte sich entsprechend seiner Fähigkeiten einbringen und einen Beitrag zum gemeinsamen Gelingen leisten können“, resümiert Lutzenberger das gelungene altersübergreifende Werkeln.

So wurde zwei Tage lang gemauert, geklebt, geraspelt, gemalt, geschnitten, verputzt und gezeichnet, bevor zum großen Finale das vom Freisinger Mariendom inspirierte Deckengemälde aus Papier auf die akkurate Bogenkonstruktion aus verklebten Ytong-Steinen gesetzt wurde.

„Mit dem Dombauhütte-Projekt haben wir uns kindgerecht, altersübergreifend und unterhaltsam dem derzeit am Freisinger Domberg so präsenten Thema Bauen gewidmet“, fasst Benedikt Lutzenberger zusammen. „Und: Am Domberg war für Kinder wieder etwas los. Das ist uns in Zeiten des eingeschränkten Museumsbetriebs sehr wichtig.“

Weitere Infos und Bilder von der Entstehung dieses kleinen Doms finden Sie auf unserer Website.
 

Vorankündigung: 

Vorweihnachtliche Lichtinstallation.


Geistreich, liebevoll und bisweilen kurios muten sie an, die Szenen aus den berühmten Hallerschen Papierkrippen, in denen alpenländische Details und biblische Motive zu einem interessanten Dokument der Volksfrömmigkeit unseres Kulturkreises verschmelzen.

Das Diözesanmuseum zeigt ab dem ersten Adventswochenende in der Orgelempore des Doms - der sogenannten "Capella" - eine besinnliche Installation aus Licht, Text und Ton, die auf der Grundlage der Hallerschen Motivsprache die Weihnachtsgeschichte so erzählt, wie es Vater und Sohn Haller seinerzeit in Tirol vielleicht getan hätten. 

Diözesanmuseum Freising
Domberg 21, 85354 Freising
Telefon 08161-487 90
info@dimu-freising.de

ÖFFNUNGSZEITEN:
VORÃœBERGEHEND GESCHLOSSEN

PREISE:
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