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Weihnachtliches vom Diözesanmuseum

GESTERN UND MORGEN
 

Liebe Leserinnen und Leser,

es sind immer nur wenige Momente, die zwischen dem Gestern und dem Morgen liegen. Selten sind sie perfekt - aber immer lohnend für jeden, der dankbar die Schönheit eines Moments sehen will. 
Bei uns auf dem Domberg liegen zwischen dem Gestern und dem Morgen derzeit vor allem umfangreiche Bauarbeiten, nach deren Ende das Museum in bewährtem Geist und neuem Glanz erstrahlen wird. Dennoch müssen Sie nicht völlig auf die Glanzpunkte aus unserem Hause verzichten: Besondere Strahlkraft entfaltete heuer etwa unsere Sonderausstellung „Klausur“ im ehemaligen Salesianerinnenkloster Beuerberg.

In diesem Sinne laden wir Sie im Folgenden ein zu einem Blick auf unsere „Highlights“ zum Jahreswechsel – und wünschen Ihnen und Ihren Lieben eine leuchtende Weihnachtszeit und ein 2017 voller Momente unter einem guten Stern.

Herzliche Grüße und frohe Festtage.

Ihr Dr. Christoph Kürzeder
Direktor Diözesanmuseum Freising 


Auch 2017: Sonderausstellung im Kloster Beuerberg

WEIL'S SO SCHÖN WAR...
 

Erst 2014 haben die letzten Schwestern vom Orden der Salesianerinnen das Kloster Beuerberg verlassen – umso größer war das Interesse der Besucherinnen und Besucher, in diese einst streng abgeschirmte Welt einzutauchen und im Rahmen unserer Sonderausstellung „Klausur“ dem Alltag der Klosterschwestern nachzuspüren: Fast 50.000 Menschen waren es am Ende, die während der fünf Monate den Weg in die Beuerberger Idylle gefunden  und im Freundes- und Familienkreis am Aktivprogramm der Ausstellung teilgenommen haben.
Wir freuen uns jetzt schon, mit einer Neuauflage des „Klostersommers“ diesen wunderbaren Ort auch im nächsten Jahr wieder beleben zu können – mit authentischen Einblicken und einem neuen Freizeitprogramm für Kinder und Erwachsene.
Werfen Sie also bis dahin immer wieder einen Blick auf unsere Website und unseren Newsletter – wir freuen uns, Sie in Beuerberg wiederzusehen.
 


Unsere Krippen im „Exil“ 

Freising, woanders

 
Es freut uns, dass wir die Kostbarkeiten unserer Freisinger Krippensammlung für die Zeit der baulichen Erneuerung unseres Hauses nicht hinter verschlossenen Türen einlagern müssen, sondern sie durch Kooperationen mit anderen Trägern und Ausstellungshäusern dennoch der Öffentlichkeit präsentieren dürfen.

So sind etwa unsere Hallersche Papierkrippe aus Tirol und die lebhafte Neapolitanische Krippe momentan im Rahmen der bemerkenswerten Sonderausstellung „Stille Nacht“ im Frankfurter Liebighaus zu bestaunen.  

Auch die über 400 Teile umfassende Große Münchner Krippe hat zum ersten Male den Freistaat verlassen und ist derzeit bei unserem niedersächsischen Pendant – dem Dommuseum Hildesheim – unter dem Ausstellungstitel „Stern über Bethlehem“ zu sehen.
 
Andere Kastenkrippen aus unserer Sammlung sind gewissermaßen einstweilen „ganz ums Eck“ untergekommen – nämlich als Teile des Landshuter Krippenwegs, der sich von November bis Januar in der ehemaligen Residenzstadt beschreiten lässt.

 


Sonderausstellung im Europäischen Künstlerhaus Oberbayern

Macht der Bilder,
Kraft der Konstellation

 

"Szenische Konstellationen - Macht der Bilder" ist die gemeinsame Sonderausstellung des Diözesanmuseums und des Bezirkes Oberbayern überschrieben, in deren Mittelpunkt die Frage steht, wie der Betrachter durch bestimmte Konstellationen von Bild und Raum "bewegt" und berührt wird.
Um dieser Frage nachzugehen, stellt die Ausstellung abstrakte zeitgenössische Malerei christlichen Andachtsbildern gegenüber und lädt die Besucher so zu einem spannenden Dialog über Autonomie, Transzendenz und Andacht ein. 

Die Ausstellung ist vom 17.12.2016 – 12.02.2017 geöffnet. 
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14-19 Uhr, Sonntage + Feiertage 10-19 Uhr
Geschlossen am 24.-26.12. sowie am 31.12. und 1.1.2017

Veranstaltungen zur Ausstellung:

15. Januar 2017, Sonntag 15 Uhr: KUNST#TAG 046 Wissenschaft

Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben (Joh 19,37)
Bilder der Wunde ‒ Die Wunde als Bild, Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Hoeps (Münster)
mit anschließendem Künstlergespräch mit Sven Drühl
 
24. Januar 2017, Dienstag 17 Uhr: treffpunkt+kunst

Führung durch die Ausstellung mit Alexandra M. Hoffmann

Weitere Informationen auf der Website des Veranstaltungsortes


Neues aus der Forschungsarbeit 

Der Zeit auf der Spur,
dem Verfall entgegen

 

Wie Sie wissen, bestehen Arbeit und Verdienst eines Museums nicht nur im gelungenen Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit, sondern unter anderem auch darin, mit wissenschaftlichen Methoden Kunstschätze einordnen, historisch verstehen und sachverständig bewahren zu können.
Auch in dieser Hinsicht haben wir trotz der kleinen renovierungsbedingten Handicaps Gutes zu berichten:

Eines unserer ältesten und wertvollsten Exponate ist das Lukasbild. Was wann und wo mit dieser Ikone geschehen ist, ist nicht nur für uns auf dem Domberg interessant, sondern kunstgeschichtlich und historisch in vielen Aspekten von großer Bedeutung.

Nachdem jüngst erst die Restauratoren der TU München die Ikone quadratzentimerweise unter die Lupe genommen haben, wurde mit unserem erfolgreichen Antrag bei MOLAB Iperion, einem europäischen Projekt zur wissenschaftlichen Untersuchung von Kulturschätzen das Lukasbild erneut in die "Ehrenriege" weltweit bedeutender Kunstgegenstände aufgenommen.
In den Genuss dieser Förderung kommt jedoch nur, wer - wie wir - alle anderen Mittel bereits ausgeschöpft hat: Röntgenaufnahmen, Infrarotreflektographien, stereomikroskopische Untersuchungen und eine nochmalige Untersuchung der 1964 entnommenen Querschliffe.

In der Tat eine gute Nachricht ist auch, dass die Ernst von Siemens Kunststiftung die Restaurierung der Rosenkranztafel von 1536 übernimmt. Herzog Wilhelm der IV. hatte sie seinerzeit gestiftet und wir versuchen, sie wieder an das frühere Erscheinungsbild anzunähern. Ausgangspunkt hierfür waren beinahe sensationelle Erkenntnisse im Zusammenhang mit den Glanzgraden der unterschiedlichen Blattmetallauflagen, die nun behutsam von den "Hinterlassenschaften der Zeit" befreit und wieder sichtbar gemacht werden sollen.

Wenn Sie mehr über unsere wissenschaftliche und restauratorische Arbeit erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.
 


Vor vertrauter Kulisse

Geöffnet!
 

In diesem Zusammenhang möchten wir gerne noch einmal darauf hinweisen, dass entgegen mancher Vermutung, Befürchtung oder gar Gerüchte unser Museumsladen natürlich geöffnet ist!

Der kleine Shop des Diözesanmuseums Freising ist von Montag bis Donnerstag, von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr für Sie geöffnet – und hält vom feinsinnigen Geschenkpapier über Grußkarten bis hin zum Christbaumschmuck einiges für die Zielgerade zum Fest bereit.
Womöglich ebenfalls interessant: Viele unserer Bücher und Kataloge sind nun wegen des bevorstehenden Umbaus deutlich reduziert zu haben.
Diözesanmuseum Freising
Domberg 21, 85354 Freising
Telefon 08161-487 90
info@dimu-freising.de

DAS MUSEUM IST VORÜBERGEHEND GESCHLOSSEN

ÖFFNUNGSZEITEN DES MUSEUMSLADENS:

Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Freitag von 9.00 bis 15.00 Uhr


 

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