Liebe Leserin, lieber Leser,

die aktuellen Krisenszenarien im Nahen und Mittleren Osten und der eskalierende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine haben das geopolitische Machtgefüge ins Wanken gebracht. „Frieden“ war und ist schon immer ein wichtiges Thema in den Evangelischen Akademien. Neben vielen anderen Veranstaltungen zu diesem Thema wurde 2012, in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Militärseelsorge, ein auf drei Jahre angelegtes Netzwerkprojekt „…dem Frieden der Welt zu dienen…“ initiiert. Vor dem Hintergrund der eskalierenden Gewaltkonflikte haben wir Uwe Trittmann, einem Mitglied der Steuerungsgruppe des Projektes, dazu einige Fragen gestellt.

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Ihr
Hans Jörg Schütz
Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit

 

Inhalt

 
» Frieden und Außenpolitik. 5 Fragen an Uwe Trittmann
» Experten im Netzwerkprojekt
» Tagungen zum Thema
» Neues aus den Akademien
» Jugendbildung
» Akademie-Zeitschriften
» Akademie-Publikationen

Frieden und Sicherheitspolitik: 5 Fragen an Uwe Trittmann


Diskurse: Herr Trittmann, Sie sind Studienleiter an der Evangelischen Akademie Villigst und Mitglied der Steuerungsgruppe des Diskursprojektes „…dem Frieden der Welt zu dienen…“. Bei diesem Projekt haben die Akademien in vielen öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen Entscheider und Experten aus Politik, Kirche, Wissenschaft und Zivilgesellschaft miteinander ins Gespräch gebracht. Was waren Auslöser und Ziel für dieses Projekt?
 
Uwe Trittmann: In unterschiedlichen Akademieveranstaltungen der vergangenen Jahre wurde immer wieder deutlich, dass die friedens- und sicherheitspolitischen Diskurse in Deutschland weitgehend isoliert gelaufen sind. Man könnte auch sagen, es waren „Elitendiskurse“. Die breite Öffentlichkeit war – bis auf wenige Ausnahmen und immer nur für kurze Zeit (Afghanistan, Libyen) – nicht involviert. Auch die Leitmedien haben mit ihrer Berichterstattung diese Prozesse verstärkt. Gleichzeitig wurde von Experten immer wieder das Defizit einer fehlenden deutschen außen- und sicherheitspolitischen Gesamtstrategie angemahnt, die sich die Definition der Rolle Deutschlands in der Welt und eine Klärung der Interessen und der zugrundeliegenden Normen und Werte zum Ziel setzt. Wir waren mit einigen Kollegen in den Akademien der Überzeugung, auf diese Defizite und Herausforderungen systematischer reagieren zu müssen. So wurde das Netzwerkprojekt mit mehreren Akademien entwickelt und mit einer großen Auftaktveranstaltung und einem sich anschließenden Expertenworkshop im Herbst 2012 gestartet.
 
Diskurse: Sie sind ja bereits seit langer Zeit mit dem Thema Friedens- und Sicherheitspolititk vertraut. Gab es bei der Durchführung dieses Projektes Entwicklungen oder Erkenntnisse, die Sie erstaunt haben?
 
Uwe Trittmann: Es hat uns immer wieder überrascht, dass viele wichtige Akteure in diesem Bereich sich zum Teil nicht einmal kannten. Und wenn, dann nur, weil sie sich vereinzelt z.B. in Akademieveranstaltungen begegnet sind. Vor allem mit den nicht-öffentlichen Veranstaltungsformaten ist es gelungen, eine Vertrauens- und Gesprächsbasis aufzubauen, die in diesem Themenfeld wichtig ist und an die zukünftig angeknüpft werden kann. Hervorzuheben sind hier die Begegnungen zwischen kirchlichen Spitzenvertretern und Parlamentariern sowie Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Positiv auf den friedensethischen Diskurs hat sich auch das regelmäßige Zusammentreffen von pazifistisch orientierten Positionen und z.B. Soldaten ausgewirkt. Das gegenseitige Verständnis von sog. „Friedensrhetorikern“ auf der einen und „Sicherheitsrhetorikern“ auf der andren Seite konnte deutlich befördert werden.
Foto: Projektauftaktveranstaltung in Berlin

Diskurse: Das klingt sehr interessant. Können Sie einige zentrale Ergebnisse des Projektes benennen?
 
Uwe Trittmann: Ja, gerne. Ich will nur drei nennen: Zum einen ist da die Erkenntnis, dass das Verhältnis von ziviler und militärischer Konfliktbearbeitung nicht geklärt, geschweige denn in einer Strategie aufeinander bezogen wäre. In der Regel bleibt der Blick in der Krisenreaktion verengt auf die „ultima ratio“ des Einsatzes von Militär. Damit geht einher, dass auch die Interessen, Normen und Werte deutscher Außenpolitik nicht definiert und damit als Leitprinzipien für Entscheidungsprozesse auch nicht verfügbar sind. Was den friedensethischen Diskurs angeht, so hat sich gezeigt, dass die Diskussion um die Kriterien der "rechtserhaltenden Gewalt" und ihre Beziehung zum internationalen Recht auf der einen und zur Tradition des Gerechten Krieges auf der anderen Seite noch nicht abgeschlossen ist. Die Zunahme an nicht-internationalen bewaffneten Konflikten oder auch die Debatte um die Autonomisierung von Waffensystemen, wie zum Beispiel Drohnen, bedarf in friedens- und rechtsethischer Hinsicht der weiteren Klärung.
 
Diskurse: Nochmal konkret zum Projekt. Die Ergebnisse der ersten Staffel der Veranstaltungen werden in der Abschlussveranstaltung am 4. Mai in Berlin präsentiert. Danach soll das Projekt weiterlaufen. Was hat sich bewährt, was wird verändert?
 
Uwe Trittmann: Bewährt hat sich vor allem die Mischung der unterschiedlichen Veranstaltungsformate. Neben den großen, öffentlichen Diskurstagungen haben wir von Anfang an geschlossene Formate hinzugenommen. In Workshops mit Experten aus den relevanten Bereichen konnten so die anstehenden Fragen vertiefend bearbeitet werden. In einem Folgeprojekt müssen noch intensiver als bisher die internationalen Diskurse – vor allem in transatlantischer Perspektive – Berücksichtigung finden. Thematisch planen wir, den Bereich „Religion und Konflikt“ zusätzlich in den Fokus zu rücken.
 
Diskurse: Eine der letzten Veranstaltungen des Netzwerkprojektes wird in Ihrer Akademie in Villigst vom 12.-14. Dezember stattfinden, die sogenannte „Afghanistan-Konferenz“. Sie führen diese Konferenz seit fast 30 Jahren durch. Wie hat sich Konzept und Setting der Veranstaltung im Laufe der Jahre verändert?
 
Uwe Trittmann: Die erste Afghanistan-Konferenz fand 1984 statt. In den Jahren danach traf man sich vor allem, um die Geschichte des Landes, die Ursachen der damaligen Okkupation des Landes durch die Sowjetunion und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu diskutieren. Auch die kulturelle Identität war für viele in Deutschland lebende Exilafghanen eine wichtige Motivation für die Teilnahme. Spätestens seit 2001 und der Beteiligung Deutschlands an der militärischen Intervention stehen die friedens- und sicherheitspolitischen Themen deutlich im Vordergrund. So auch wieder in diesem Jahr, das nach dem Ende der Präsidentschaftswahlen und dem anstehenden Abzug der ISAF-Truppen zu einem entscheidenden Wendepunkt für die zukünftige Entwicklung in Afghanistan werden kann. Für den friedensethischen und sicherheitspolitischen Diskurs bleibt Afghanistan exemplarisch und wird uns noch lange als zentrales Thema beschäftigen.

Die Fragen stellte Jörg Schütz.
"...dem Frieden der Welt zu dienen..." ist ein Netzwerkprojekt der Evangelischen Akademien in Deutschland.  Unterstützt von und in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Militärseelsorge.
 

Experten im Netzwerkprojekt


Johannes Bilz
Akademiedirektor Ev. Akademie Meißen
 




Dr. Jacqueline Boysen
Studienleiterin Ev. Akademie zu Berlin
 




Prof. Dr. Michael Haspel
Akademiedirektor Ev. Akademie Thüringen, Neudietendorf
 




Dr. habil. Klaus Holz,
Generalsekretär des Dachverbandes
Evangelische Akademien in Deutschland, Berlin




Dr. Rüdiger Sachau
Akademiedirektor Ev. Akademie zu Berlin





Dr. Marcus Schaper
Studienleiter Ev. Akademie Loccum
 




Uwe Trittmann
Studienleiter Ev. Akademie Villigst
 




PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft
 

Tagungen zum Thema

Herbsttagung des Politischen Clubs
Israel, Syrien, Ukraine: Wie ist ein stabiler Frieden möglich?
14.-16.11.2014, Tutzing
Eine kaum zu überblickende Vielzahl von Krisenherden steht auf der weltpolitischen Agenda, die immer weniger berrschbar erscheinen. Die von Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein geleitete Tagung präsentiert profunde Analysen und geht u. a. den Fragen nach, ob mit einer Zunahme von Kriegen zu rechnen ist, wo die besonnenen Kräfte sind und wie diese gestärkt werden können. Mehr…
Nach der Revolution ist vor der Emanzipation
Zur Rolle der Frauen in der islamischen Welt
14.-15.11.2014, Bonn
Bei der sogenannten Arabellion haben sich die Frauen hoffnungsvoll an den Protesten beteiligt. Welche Chancen haben die Emanzipation und die notwendige Gleichberechtigung jetzt angesichts der Schwierigkeiten, überhaupt eine demokratische Entwicklung anzubahnen? Zu den Referentinnen gehört u.a. die muslimische Journalistin Sounia Siahi, die dem Spiegel-Chefredakteur Jakob Augstein in seiner abwartenden Einschätzung des Salafismus öffentlich widersprach. Mehr...
Religiöse Identitäten in politischen Konflikten
Theoretische Zugänge und empirische Beispiele
21.11.2014, Berlin (auf Schwanenwerder)

Die Rolle religiöser Identitäten in politischen Konflikten ist ambivalent: Zum einen können Gläubige und deren religiöse Überzeugungen Vermittlung, Dialog und Versöhnung voranbringen. Zum anderen können religiös begründete Wahrheitsansprüche in Intoleranz münden und Aggression verstärken. Diese Zusammenhänge gewinnen nicht nur in der Internationalen Politik und in Anbetracht aktueller Krisen an Bedeutung, sondern auch in innenpolitischen Kontexten. Vor diesem Hintergrund fragt die Tagung nach Stand und Perspektiven der politikwissenschaftlichen Forschung zu religiösen Identitäten in politischen Konflikten. Mehr…

Machtfaktor oder Spielball?
Deutschlands Rolle in der Welt
21.-23.11.2014, Dresden/Meißen (Eine Kooperation der Evangelischen Akademien Meißen und Berlin)
Deutschlands Rolle in Europa und der Welt wird neu bestimmt. Angesichts der Globalisierung, gewaltsamer Auseinandersetzungen um Vorherrschaft und fragiler Staaten bleibt das Ziel internationaler Krisenbewältigung die Durchsetzung der Menschenrechte sowie Friedenssicherung und -stabilisierung. Wie ist die öffentliche Meinung in Deutschland und welchen Beitrag leisten die christlichen Kirchen? Was erwarten oder fürchten die Nachbarländer? Wie positioniert sich die deutsche Politik? Mehr…
"Pilgrimage" und "Just Policing"
Das ökumenische Ringen um den Frieden
28.-29.11.2014, Bad Herrenalb
Auf der Tagung wird das friedenspolitische Modell des „Just Policing“ untersucht. Dabei geht es um die Unterstützung ausschließlich polizeilicher Maßnahmen in Krisengebieten anstelle von militärischem Eingreifen. Mehr...
Deutschland und die Arabellion
Was ist geblieben von der Transformationspartnerschaft  mit der arabischen Welt?
05.-07.12.2014, Loccum
Seit 2011 sind die Transformationspartnerschaften mit der arabischen Welt das zentrale Instrument der Bundesregierung, um zur Demokratisierung und Stabilisierung Nordafrikas beizutragen. Was hat dieser Schwerpunkt deutscher Krisen- und Stabilitätspolitik geleistet? Welche Verantwortung soll Deutschland in den Regionen künftig übernehmen? Welche Strategien kann es hier verfolgen? Wie kann deutsche Politik in den Gesellschaften dieser Regionen krisenpräventiv und konflikt-deeskalierend wirken? Mehr…
Den Frieden gewinnen: politische und gesellschaftliche Perspektiven für die Transformationsdekade in Afghanistan
XXVIII. Villigster Afghanistan-Tagung
12.-14.12.2014, Villigst
2014 war für Afghanistan ein Jahr mit vielen entscheidenden Weichenstellungen: Welchen Weg wird Afghanistan nach den Präsidentschaftswahlen und dem Abzug der internationalen Truppen gehen können? Werden die "Lessons learnt" ernsthaft gezogen und werden die richtigen Entscheidungen für die angekündigte „verlässliche Partnerschaft“ mit Afghanistan dauerhaft getroffen? Die Tagung diskutiert diese und andere zukunftsweisende Fragen mit deutschen, afghanischen und internationalen Experten. Mehr…
Bis an die Grenzen der Diplomatie
Deutschlands Verantwortung für den Frieden
Abschlussveranstaltung des Diskursprojektes "...dem Frieden der Welt zu dienen..."
04.05.2015, Berlin
Die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik muss sich angesichts der aktuellen Krisen neuen, strategisch-politischen Fragen stellen. Deutschland wird als Bündnispartner international stärker in die Pflicht genommen und sieht sich mit neuen diplomatischen Aufgaben wie auch mit Forderungen nach militärischem Beistand konfrontiert. Gesucht wird auch auf europäischer Ebene nach Lösungen für die aktuellen Konflikte. In der Diskussion steht eine neue Balance zwischen politischen Mitteln der Konfliktprävention, der zivilen Entwicklungszusammenarbeit und der - im äußersten Fall auch bewaffneten - Krisenintervention. Die Grenzen der Diplomatie wollen wir u. a. mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier diskutieren. Mehr...
Zum Tagungskalender

Neues aus den Akademien

Weiterbildungsreihe für Ehrenamtler "Wir beteiligen uns": Noch Plätze frei in Niedersachsen.

Die Weiterbildungsreihe gibt in drei aufeinander aufbauenden Modulen ehrenamtlich engagierten Menschen konkretes Handwerkszeug und Praxiswissen an die Hand. Die Fortbildung wird in fünf Bundesländern angeboten und ist fast komplett ausgebucht. Nur in Niedersachsen sind noch einige wenige Plätze frei. Das erste Modul beginnt am 4. Dezember 2014 im Evangelischen Bildungshaus Rastede. Anmeldung und weitere Informationen unter: www.evangelische-akademien.de/wbu2
 

Baden verleiht Akademiepreis 2014

Dem Leipziger Theologen Prof. Dr. Peter Zimmerling wurde am Sonntag, den 26. Oktober der Bad Herrenalber Akademiepreis 2014 verliehen. Gewürdigt wurde damit sein Beitrag über die wegweisende mystisch geprägte Spiritualität des UNO-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld (1905–1961), den er auf einer Tagung der Evangelischen Akademie Baden gehalten hatte. In seinem Festvortrag sprach Zimmerling über "Den Glauben ins Leben ziehen. Christliche Existenz zwischen Ratio und gelebter Mystik". Der Akademiepreis wird jährlich von der Evangelischen Akademie Baden und deren Freundeskreis verliehen. Ein aktuelles Interview mit Dr. Peter Zimmerling auf der homepage der Evangelischen Akademie Baden können sie hier lesen.

Alte und "neue" Medien zu Gast in Meißen


Seit 2010 existiert in der Evangelischen Akademie Meißen die Tradition, Schriftsteller für mehrere Wochen zur Arbeit in den historischen St. Afra Klosterhof einzuladen. Der aktuelle "Klosterhofschreiber" Eugen Ruge wird nun Ende Oktober verabschiedet. Seine Vorgänger(innen) waren 2010 Angela Krauß, Christoph Kuhn (2011), Judith Schalansky (2012) und Judka Strittmatter (2013).
Wer sich über Klosterhof und Akademiearbeit bewegt ein Bild machen möchte, dem sei ein TV-Beitrag des sächsischen Lokal-Fensehens empfohlen, der über Youtube z. B. hier abrufbar ist.

Soziale Skulpturen in Bonn


Noch bis zum 23. Januar 2015 zeigt das Haus der Begegnung die Ausstellung „Soziale Skulpturen – Foto –Malerei“ mit Arbeiten der Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck. Ihre künstlerischen Ideen setzt sie allein oder in Verbindung mit sozialen Projekten um. Mehr Informationen: www.ute-lennartz-lembeck.de
 

Tutzing: Christian Wulff erhält Toleranz-Preis


Am 30.10.2014 wird der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff mit dem Tutzinger Toleranz-Preis ausgezeichnet.
Der Direktor der Akademie, Udo Hahn, erklärte dass damit Wulffs „leidenschaftliches Werben für einen verstärkten Dialog mit dem Islam“ gewürdigt werde, „sowie für eine Gesellschaft, die offen ist für kulturelle Vielfalt und für die Auseinandersetzung mit Fremden und Fremdem“.
Ebenfalls ausgezeichnet wird in der Kategorie "Zivilcourage" Dr. Constanze Kurz. mehr...
 

Wittenberg gibt Menschenrechtspreis weiter


Den Menschenrechtspreis "Goldene Taube" übergaben Akademiedirektor Friedrich Kramer und Studienleiter Tobias Thiel im Rahmen der interkulturellen Woche und am Weltflüchtlingstag an den Refugium e.V. aus Magdeburg, der Verantwortung für unbegleitete Flüchtlingskinder übernimmt. Die Übergabe ist gleichzeitig auch ein ökumenisches Zeichen. Aus der Lutherstadt Wittenberg fliegt die "Goldene Taube" von der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt weiter zum von der Caritas mitgetragenen katholischen Verein Refugium e.V.

Jugendbildung

Jahrbuch 2014: "Jung, aktiv, vernetzt - Politische Jugendbildung und der Wandel der Demokratie"

Im Jahrbuch 2014 reflektiert die Evangelische Trägergruppe Erfahrungen aus Projekten, die Beteiligung von Jugendlichen und den Wandel der Demokratie in den Blick nehmen. Praxisbeispiele geben Anregungen zum Demokratielernen in Kommunen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Jugendverbänden. Ob Workshops zum Engagement mit digitalen Medien, Zeitzeugencafés als Formate der politisch-historischen Bildung oder Seminare zum Kasinokapitalismus – das Jahrbuch zeigt die große Vielfalt an Formaten und Themen, mit den JugendbildungsreferentInnen in den Akademien und in der Evangelischen Jugend arbeiten. Das Jahrbuch erscheint Ende November 2014 und ist zu beziehen über office@politische-jugendbildung-et.de.

Akademie-Zeitschriften

Einige Akademien veröffentlichen eigene Zeitschriften. Laden Sie die Publikationen hier herunter oder lassen Sie sie sich kostenfrei zuschicken.

Bad Boll: SYM 2014-3
Hofgeismar: Anstöße
Pfalz: Protexte, Ausgabe 57, September 2014 (PDF)
Loccum: Forum Loccum

Neue Publikationen

Zur Publikationsdatenbank
„… Gott aber sieht das Herz an“.
Das Herz in der christlichen Tradition und in der Gegenwart
Das Herz als starke Metapher für das Wesen des Menschen ist ein kultur- und epochenübergreifendes Phänomen.
Die Aufsätze gehen der Frage nach, welche Vorstellungen vom Menschen sich mit dieser Metapher verbunden haben, sei es in biblischen Texten, in der christlichen Tradition oder in der theologischen und philosophischen Reflexion.
Hg.: Frank Vogelsang, Johannes von Lüpke (= Begegnungen 39), Bonn 2014, ISBN 978-3937621-46-3, 9,00 Euro
Bio? Logisch!
Zum Mehrwert von Bio und den Herausforderungen des wachsenden Bio-Marktes
Monika C. M. Müller und Bettina Stiffel (Hg.), Loccumer Protokoll Nr. 70/13, Rehburg-Loccum 2014, ISBN: 978-3-8172-7013-2, 190 Seiten, 12,00 €
Föderale Finanzen
Auf dem langen Weg zu einer Reform
Martin Junkernheinrich, Joachim Lange (Hg.), Loccumer Protokoll Nr. 16/14, Rehburg-Loccum 2014, ISBN 978-3-8172-1614-9, 256 Seiten, 14,00 Euro
Frauen und Krieg.
Ein Diskussionsbeitrag in Verantwortung für den Frieden
epd-Dokumentation
Dokumentation einer Tagung der Evangelischen Frauen in Baden und der Evangelischen Akademie Baden.
Ausgehend von der Situation von Frauen im Ersten Weltkrieg wird der Blick auf die besondere Situation von Frauen gelenkt, die heute in kriegerischen Auseinandersetzungen leben müssen. epd Dokumentation 37/2014, Frankfurt 2014, brosch. 68 S., 5,40 €
Kommunikative Freiheit
Interdisziplinäre Diskurse mit Wolfgang Huber
„Kommunikative Freiheit“ ist ein Kernthema im wissenschaftlichen Werk von Wolfgang Huber. Im Rahmen eines Symposiums der Evangelischen Akademie Berlin, anlässlich des Geburtstags von Wolfgang Huber diskutieren Experten das Thema. Mit Beiträgen von Hans Joas, Volker Gerhardt und Fred Dallmayr, Ulrike Link-Wieczorek, Klaus von Stosch und Bernd Oberdorfer.
Bd. 29 in der Reihe „Öffentliche Theologie“ der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig. ISBN 978-3-374-03769-8 – 38,00 Euro. 
Leib, Geist und Kultur
Die Wahrnehmung des Menschen in Zeiten der Neurobiologie
Die traditionelle abendländische Anthropologie beruht auf dem Gedanken, dass der Mensch ein Zwitter aus Animalität und Rationalität sei. Dem widerspricht der Heidelberger Philosoph und Psychiater Thomas Fuchs. Für ihn ist der Mensch eine Einheit von Natur und Geist, vermittelt durch leibliche Sozialität. Die Publikation  enthält die Laudatio, den Festvortrag und den mit dem Akademiepreis ausgezeichneten Vortrag "Das Gehirn - Erbe der Seele?".
Thomas Fuchs, Herrenalber Forum, Band 76, Karlsruhe 2014,  88 S.,
Print:: 9 €, ISBN 978-3-89674-577-4, E-Book: 5,99, ISBN 978-3-89674-578-1
Ökonomie Nach-Denken
Zur Aktualität von John Stuart Mill
Hans G. Nutzinger, Herwig Unnerstall, Gotlind Ulshöfer (Hg.),
193 Seiten Â· 22,80 EUR (inklusive MwSt. und Versand)
ISBN 978-3-7316-1078-6 (Juli 2014)
Hier bestellbar.
 
Organtransplantation: Der Spagat zwischen Information und Werbung
Ethische Aspekte einer Informationspolitik zur Organtransplantation
Monika C. M. Müller und Michael Coors (Hg.), Loccumer Protokoll Nr. 73/13, Rehburg-Loccum 2014, ISBN 978-3-8172-7313-3, 150 Seiten, 9,00 Euro
 
Pränatale Diagnostik und Therapie in Ethik, Medizin und Recht.
Der Band vermittelt einen breit angelegten Ãœberblick über die aktuellen Möglichkeiten der Pränatalmedizin.  Basierend auf der Fachtagung „Vorgeburtliches Leben“ vom Mai vergangenen Jahres setzen sich Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen kritisch mit ethischen, medizinischen, sozialen und rechtlichen Aspekten auseinander.
Florian Steger, Simone Ehm, Michael Tchirikov (Hg.), Springer, Wiesbaden, 2014. ISBN 978-3-642-45254-3
Reichtum, Philanthrophie und Zivilgesellschaft.
Die Dokumentation der Tagung „Reichtum, Vermögen und Gemeinwohl - Wege zu einer neuen Vermögenskultur“ ist erschienen. Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive werden zwei Aspekte in den Mittelpunkt gestellt: Die sozialstrukturelle Bedeutung des Reichtums – Verteilungsfragen, Zuordnungs- und Abgrenzungsbegrifflichkeiten – sowie das zivilgesellschaftliche Engagement vermögender Personen.
Wolfgang Lauterbach, Michael Hartmann, Miriam Ströing (Hrsg.), Springer VS, Wiesbaden, 2014. ISBN 978-3-658-06012-1
Schloss und Evangelische Akademie Tutzing
Kunstführer
Zu Geschichte des Schlosses der Evangelischen Akademie Tutzing sind zwei Publikationen erschienen.
Ein großer Kunstführer (64 Seiten, 67 Abb., 12,95 Euro) sowie ein kleiner (24 Seiten, 20 Abb., 3 Euro). Nach den Worten von Akademiedirektor Udo Hahn handelt es sich um die erste umfassende Gesamtdarstellung der Geschichte des Schlosses mit der Akademie seit 1986. Zu beziehen über den Verlag, den Buchhandel sowie direkt hier über die Akademie .
Udo Hahn, Verlag Schnell & Steiner.
Seminarbausteine: Politik und Reformation
Das Jugendbildungsprojekt "DenkWege zu Luther" der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. hat eine Seminarhandreichung zum Jahresthema der Lutherdekade "Reformation und Politik" veröffentlicht. Es werden Beispiele gelungener Themengestaltung aus der Projektarbeit und Anregungen für die Jugendbildungsarbeit zu einzelnen Themenkomplexen wie Widerstand, Rechtfertigung oder Utopie gegeben. Die Seminarhandreichung kann bei der Akademie bestellt oder hier als pdf heruntergeladen werden. Das Heft wird ergänzt durch Online-Materialien.
Axel Grosse, Dorothea Höck, Stefan Kratsch, Carsten Passin (Hg.)
„Stadt und Land - Welche Kirche brauchen wir morgen?: Schwanenwerder Gespräche“
Quo vadis, EKBO? Wie ist es um die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz bestellt, welche Perspektiven für künftige Entwicklungen zeichnen sich ab? Persönlichkeiten aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien haben diese Fragen diskutiert. Ihre Antworten sind in der Publikation zusammengefasst,
Herausgegeben vom Reformbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,100 Seiten, Wichern-Verlag 2014. ISBN-10: 3889813798, ISBN-13: 978-3889813794
 


Evangelische Akademien in Deutschland e. V.
Auguststr. 80
10117 Berlin

Ansprechpartner:
Hans Jörg Schütz
Bereichsleiter für Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 (0)30 28395-445
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