View this email in your browser
 

Erste Branchenumfrage zur Situation des Animationsfilmschaffens in Deutschland
 

Wer kennt nicht das Bedürfnis, im Gespräch mit Vertretern aus Politik, Fernsehen oder Filmförderung die eigene Position mit konkreten Zahlen und Fakten untermauern zu können? Wie oft hatte ich das Gefühl, mein Gesprächspartner ordnet meine Schilderungen als subjektiv und singulär ein, weil ich nichts anderes zur Hand hatte, als meine eigenen Erfahrungen?

 

Das soll nun ein Ende haben. Nachdem 2011 die Studie "Kino- und Fernsehproduktionen für Kinder und Jugendliche in Deutschland Daten und Fakten 2005–2010" von Oliver Castendyk und Juliane Müller erstmalig Zahlen zum Thema präsentierte und damit die problematische Situation unserer Branche grob umriss, wollen wir mit unserer Umfrage den Fokus ausschließlich auf die Belange des Animationsfilms richten.

 

Wenn wir uns die Wirtschaftspläne der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten anschauen, können wir feststellen, dass für Animation oft weniger als ein halbes Prozent des Etats ausgegeben wird. Reicht es aus, diesen Umstand nur zu beklagen? Ist dieser geringe Anteil des Animationsfilms möglicherweise ein Ausdruck mangelnder Wirtschaftskraft, fehlendem Engagements oder fehlender Ideen unserer Branche? Interessiert sich der deutsche Kino- und Fernsehzuschauer gar nicht für unsere Animationsfilme und -serien, weil seine Bedürfnisse durch Lizenzimportware ausreichend abgedeckt werden?

 

So nimmt es nicht Wunder, dass viele Absolventinnen und Absolventen deutscher Film- und Kunsthochschulen unserer Branche, so sie weiterhin beruflich in unserer Branche tätig sein wollen, Deutschland den Rücken kehren. Doch muss man dann weiter in diesem Umfang und auf Kosten des Steuerzahlers für die Branche ausbilden?

 

Ist es wirklich so, dass die Arbeit der Animatoren, Storyboarder und anderer Freelancer fair und angemessen bezahlt wird? Nämlich so, dass es kein Luxus ist, eine Familie zu haben. Und dass auch etwas übrig bleibt am Monatsende für eine vernünftige Altersvorsorge. Und dass man nicht wegen jedem Projekt die Koffer packen muss und dauerhafte soziale Bindungen ein frommer Wunsch bleiben.

 

Warum müssen noch weiterhin Fördergelder für die Entwicklung und Produktion von Animationsfilmprojekten fließen, wenn es im deutschen Fernsehen dafür gar keinen relevanten Markt gibt und die Nachfrage auf niedrigem Niveau stagniert?

 

Wir wollen die Zeit der Mutmaßungen beenden. Unsere Umfrageergebnisse sollen belegen, wie es um uns und unsere Branche steht. Dies ist ein erster Versuch und wir sind für Kritik und Anregungen dankbar. Denn diese Umfrage soll und muss nicht die erste und einzige bleiben.

 

Deshalb bitte ich Sie: Machen Sie mit. Nehmen Sie sich bitte die rund 15 Minuten Zeit, um unsere Fragen zu beantworten. Leiten Sie den Link zu unserer Umfrage weiter Je größer die Beteiligung, umso umfassender, präziser und damit glaubwürdiger das ermittelte Branchenbild. Das sollten wir uns wert sein.

Die Umfrage läuft bis zum 31.März 2015 und wird auf unserem Branchentreff am 08.Mai 2015 während des ITFS in Stuttgart veröffentlicht

 

Ralf Kukula


 

Der direkte Link zur Umfrage:     http://ww3.unipark.de/uc/sschmidt_FU_Berlin/37ba/

Copyright © 2015 AG Animationsfilm, All rights reserved.


unsubscribe from this list    update subscription preferences 

Email Marketing Powered by Mailchimp