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4. Oktober 2013
  EDITORIAL

 

Urheberrecht und glaubwürdiger Journalismus


Eine neue EU-Richtlinie zur kollektiven Rechtewahrnehmung (Collective Rights Management) hätte sich zu einem echten Problem für das Urheberrecht und den Journalismus in Europa auswachsen können. Der Richtlinienentwurf hatte es versäumt, die bestehenden und gut funktionierenden Lizensierungs- und erweiterten Lizenzsysteme zu berücksichtigen. Diese sind schon in einigen europäischen Ländern entwickelt worden und stellen aktuell sicher, dass Autoren und Rechteinhaber problemlos und fair für die Zweitverwertung ihrer Werke honoriert werden.

Glücklicherweise konnte dieser Missstand noch behoben werden; durch eine beachtliche Kooperation der Rechteinhaber, der sich sogar einige europäische Minister angeschlossen haben sowie durch den Einsatz des EU-Kommissars, der für diesen Bereich zuständig ist. Der endgültige Entwurf, der nun auch Aspekte von existierenden Lizensierungssystemen berücksichtigt, wird in einem Trialog – beteiligt sind die Europäischen Kommission, das Europäische Parlament und der Europäische Rat – diskutiert.

Die EJF hat aus zwei Gründen proaktiv für den Schutz des Urheberrechts lobbyiert: Erstens sollten Autoren ohnehin für die Nutzung ihrer Werke fair honoriert werden. Das ist zugleich ein Kernthema bei der hitzigen Diskussion über die Abgabe zur Privatkopie. Zweitens steht die Glaubwürdigkeit des Journalismus auf dem Spiel. Qualitätsjournalismus funktioniert nicht ohne glaubhafte Inhalte. Das bedeutet aber auch, dass Journalisten die volle Kontrolle über die Verwendung ihrer Arbeit haben müssen. Und genau dies kann künftig nur geschehen, wenn Urheberrechte geschützt werden.

Im Digitalen Zeitalter hört sich das zunächst schwierig an. Das sollte es aber nicht sein. Wenn es uns gelingt, kollektive oder individuelle Vereinbarungen zu treffen, die Bedingungen der Mehrfachverwertung festlegen, erhalten Journalisten und ihre Verbände die Basis, um die Urheberpersönlichkeit besser zu schützen. Doch einen solchen Schutz bekommen wir nur, wenn es gelingt, das Recht auf finanzielle Kompensation auch tatsächlich durchzusetzen. Entsprechende Vereinbarungen können Journalisten dabei unterstützen, ihre Pflicht zur Schaffung eines ethischen und qualitativ hochwertigen Journalismus zu erfüllen.

Bei Urheberrechten geht es nicht nur darum, dass die Autoren honoriert werden, sondern auch um den Schutz und die Förderung von hohen ethischen Standards und glaubwürdigem Journalismus.

Mogens Blicher Bjerregård
Vorsitzender der Europäischen Journalisten-Föderation (EJF)

TÃœRKEI

Journalismus ist kein Verbrechen


EJF-Generalsekretär Ricardo Gutiérrez hat noch während seines Besuchs in Istanbul, wo er an einer Gerichtsverhandlung von inhaftierten Journalisten teilgenommen hatte, seinen Bericht verfasst. Der sechste Verhandlungstag im so genannten  « KCK-Presse-Flügel »-Verfahren gegen 44 Journalisten (darunter 22, die noch immer im Gefängnis sind) fand am Freitag vor dem 15. Strafgerichtshof in Silivri statt. Das Gericht ließ später zwei Journalisten – Irfan Bilgiç und Fatma Koçak – auf freien Fuß ; somit gibt es weiterhin 20 inhaftierte Journalisten im KCK-Fall.

(25.09.2013) Zeynep Kuray (Foto) lächelt, aber innerlich ist sie zornig. Sie sitzt auf den Stufen des neu erbauten Gerichtsgebäudes außerhalb des Silivri-Gefängniskomplexes ; Kuray gehört zu den 44 Journalisten, die am Dienstag an dem Verfahren vor dem obersten türkischen Strafgerichtshof teilnahmen.

Kuray ist investigative Journalistin bei der linksgerichteten Tageszeitung BirGün und Korrespondentin für die Firat-Nachrichtenagentur. Ihr wird vorgeworfen, Mitglied in der illegalen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu sein und sich an terroristischen Aktivitäten beiteiligt zu haben. Sollte sie schuldig gesprochen werden, würde Kurat auf Grundlage der nationalen Terrorismusgesetzgebung für sieben Jahre hinter Gitter gehen.

Aber die meisten Journalisten, denen ähnliche Vergehen vorgeworfen werden, bleiben wie Kuray optimistisch. Sie schreibt auch im Gefängnis weiter und beklagt öffentlich die armseligen Bedingungen in türkischen Frauengefängnissen. Der Reporter Barış Terkoğlu, der in einem anderen Fall (OdaTV) angeklagt ist, sieht das genauso. « Wenn ich meinen Job als Journalist aufgegeben hätte, wäre dies ein Sieg für meine Ankläger gewesen, die aber lediglich Regierungsbefehlen gehorchen » (Weiterlesen).


Am 24. September nahmen der dänische Kollege Esben Ørberg (DJ) und der niederländische Kollege Mehmet Ulger (NVJ) als Vertreter ihrer jeweiligen Journalistenverbände und als EJF-Beobachter an der Gerichtsverhandlung der Journalistin Füsun ErdoÄŸan teil – und zeigten damit ihre Solidarität. Den Bericht von Esben Ørberg finden Sie im Internet HIER.

Am 25. September nahm der EJF-Vertreter Joachim Legatis von der deutschen Journalistenorganisation  dju in ver.di an einem Verhandlungstag im KCK-Verfahren in Diyarbakır teil. Auch sein Bericht findet sich im Netz ; HIER. Hier auch ein deutschsprachiger.

Botschaft von Zeynep Kuray


Nächste Termine
8. Oktober, Istanbul


10. Oktober, Istanbul


28. Oktober, Istanbul
Verleumdungsklage gegen die ETHA Nachrichtenagentur. EJF-Beobachter: Arne König

Erste Anhörung für den Journalisten Sami MenteÅŸ (Yurt, Tageszeitung).  EJF-Beobachter: Arne König

Verhandlung : « KCK-Presse-Flügel Â» 

Neues Steering Committee tagte in Brüssel


(18.09.2012) Der EJF-Lenkungsausschuss (Steering Committee, StCom) befasste sich in seiner ersten Sitzung mit den zukünftigen Aufgaben der bestehenden Expertengruppen für Urheberrecht (AREG), Arbeitsrecht (LAREG), Freie Journalisten (FREG) und Rundfunk (BREG). Das Gremium einigte sich auch darauf, eine neue Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit den Entwicklungen im Bereich Onlinejournalismus, Crossmedia und Digitalisierung beschäftigt.

Die EJF hat alle Mitgliedsverbände angeschrieben und bittet um Nominierungen für diese Arbeitsgruppen vor dem 21. Oktober. Um die Arbeitsbeziehungen zwischen dem Leitungsgremium und einzelnen Expertengruppen zu stärken, wurde zudem vorgeschlagen, dass in jeder Gruppe ein StCom-Mitglied als zusätzlicher Experte teilnimmt. Auch über ein engere Kooperation der Expertengruppen auf relevanten Themenfeldern wurde debattiert. Zunächst wird es ein gemeinsames Treffen der Experten für Freie Journalisten und Arbeitsrecht geben.

Kontakt: Ricardo Gutiérrez

Twitter-Highlight

Mediennews im Trend – aus unserem Twitter-Netzwerk. Diesmal :
Bitte folgen Sie uns auf Twitter @EFJEUROPE !

Webinar : Google Challenge


(24.09.2013) Der Internet-Gigant Google trägt dazu bei, dass Online-Inhalte weltweit verbreitet werden. Aber Google stellt auch eine große Herausforderung für Journalisten dar, insbesondere für Freelancer, deren Geschäftsmodell durch Versuche von Google bedroht wird, Inhalte gratis zu nutzen.

Um sich diesen Herausforderungen besser stellen zu können, haben einige EJF-Mitgliedsverbände sich an einem Internet-Seminar (Webinar) organisiert, um die Chancen und Gefahren, die Google für den Mediensektor darstellt, zu diskutieren. Die Teilnehmer beleuchteten die jüngsten Entwicklungen in Deutschland und Belgien, wo sich Google für juristische Veränderungen im Urheberrecht stark macht. Teilnehmer tauschten sich zudem zu nationalen Strategien aus, mit denen versucht wird, den massiven Lobbyanstrengungen von Google etwas entgegenzusetzen.

Stand Up for Journalism – Hashtag #SUFJ


Kolleginnen und Kollegen, es ist Zeit, zu handeln ! 

Am 5. November wollen die EJF und ihre Mitgliedsverbände die jährliche Aktion Stand up for Journalism! fortsetzen und ihr besonderes Augenmerk auf die Auswirkungen der Anti-Terrorgesetzgebung und nationaler Sicherheitsgesetze auf den Journalismus in Europa richten. Die EJF hat ihre Mitglieder aufgefordert, sich an die jeweiligen Regierungen mit der Forderung zu wenden, diese Gesetze zu überprüfen und einen Missbrauch der Anti-Terrorgesetze gegen Journalisten zu unterbinden.

Was kann getan werden ?

Gewerkschaften in Europe (und weltweit) können Initiativen starten oder bestehende nationale Kampagnen hervorheben; beispielsweise :

* Veröffentlichung von Protesten, Slogans oder Fotos auf Twitter mit dem Hashtag #SUFJ,

* Aufforderung an einzelne Mitglieder und Aktivisten eine elektronische Postkarte (die in Kürze zur Verfügung steht) an ihre jeweiligen Regierungsvertreter zu senden ; diese enthält den Slogan « Journalismus ist kein Verbrechen» (Journalism is not a crime).

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Kampagnenseite im Internet .

Journalisten besuchen die EJF


(20.09.2013) Guillaume Perrier, Istanbul-Korrespondent der französischen Tageszeitung Le Monde,  hielt auf Einladung des belgischen Senats einen Vortrag über den Genozid an den Armeniern ; später besuchte er noch die EJF-Zentrale in Brüssel, um die Kampagne Set Journalists Free in Turkey zu unterstützen.

Am gleichen Tag besuchten auch rund zwanzig Rundfunk- und Onlinejournalisten der Finnish Union of Journalists die EJF und informierten sich darüber, wie die EJF für ihre Rechte in Europa eintritt.

RUSSLAND

Fotograf auf Greenpeace-Schiff festgesetzt


(19.09.2013) Der russische Fotograf Denis Sinyakov wurde verhaftet ; man wirft ihm vor, in russischen Gewässern der Arktis einen « Akt der Piraterie Â» begangen zu haben, während er einen Einsatz von Greenpeace begleitete. Der bekannte freie Fotograf, der auch für Nachrichtenagenturen wie Reuters und AFP arbeitet, ist eine von 30 Personen, die sich auf einem Greenpeace-Boot befanden und die nun der bandenmäßigen Piraterie angeklagt sind, weil sie mutmaßlich versucht hätten, eine Ölplattform des russischen Unternehmens Gazprom zu betreten. Die Umweltorganisation wollte gegen Ölbohrungen in der Arktis protestieren. (Weiterlesen
ITALIEN

Verleumdungsklage : Gericht urteilt zu Gunsten von Journalist


(24.09.2013) Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (European Court of Human Rights, ECHR) hat zu Gunsten des Chefredakteurs der italienischen Tageszeitung Il Giornale im Zusammenhang mit einer Verleumdungsklage geurteilt. (Belpietro ./.Italien). Der Journalist Maurizio Belpietro war wegen Verleumdung angeklagt worden; Grund war ein Artikel, der bereits im Jahr 2004 publiziert wurde, und in dem italienische Richter und Strafverfolger vermeintlich beschuldigt worden waren, politische Strategien bei der Bekämpfung der Mafia zu verfolgen. Das Gericht befand jedoch, dass die Beschwerde gegen Belpietro eine Verletzung der Pressefreiheit gewesen sei und forderte den italienischen Staat auf, sich bei Belpietro zu entschuldigen und ihm außerdem € 10.000 Schmerzensgeld zu zahlen.

Der italienische EJF-Mitgliedsverband FNSI hat das Urteil begrüßt und sagte, « dies ist Schlag für das Justizsystem des Landes und das Parlament, wo Verleumdungsangelegenheiten stets aufgeschoben werden. Â»

PORTUGAL

Verhandlungen bei RTP unter finsteren Umständen 


Der portugiesische Journalistenverband (SDJ) verhandelt gegenwärtig mit dem staatlichen Rundfunkunternehmen Radio and Television Portugal (RTP) ein neues Tarifabkommen. Da die Zukunft der Rundfunk-Anstalt ungewiss ist, dürften die Verhandlungen schwierig werden. Nach einem Plan, den die Regierung vorgelegt hatte, sollen Subventionszahlungen an RTP zurückgefahren und eine Restrukturierung eingeleitet werden. Die SDJ hat die Regierung aufgefordert, den Restrukturierungsplan zu erläutern und forderte das portugiesische Parlament nachdrücklich auf, die illegale Zurückhaltung staatlicher Subventionen zu verhindern. 
GRIECHENLAND

Journalisten schließen sich AntiFa-Demo an


(25.09.2013) Journalisten und Mitarbeiter von Medienunternehmen aus ganz Griechenland haben sich einer anti-faschistischen Demonstration auf einem zentralen Platz in Athen angeschlossen. Sie verurteilten die Ermordung des anti-faschistischen Rap-Sängers Pavlos Fyssas am 18. September. Fyssas wurde mutmaßlich von einem Anhänger der rechtsextremen « Partei der Morgenröte Â»  umgebracht. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Journalistengewerkschaften in Griechenland die Gewalt verurteilt.

Am 26. September ist zudem die Zentrale der Tageszeitung Proto Thema in Athen von Unbekannten beschädigt worden ; es gab erheblichen Sachschaden.

EUROPAPOLITIK

EJF drängt auf Transparenz bei Besitzverhältnissen im Mediensektor


(24.09.2013) Die EJF nahm an einem Runden Tisch teil, bei dem Transparenzfragen von Besitzverhältnissen im Mediensektor diskutiert wurden. Die Veranstaltung wurde von der Organisation Access Info und dem Open Society Media-Programm in Zusammenarbeit mit der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (Parliamentary Assembly of the Council of Europe, PACE) organisiert. Die Teilnehmer diskutierten zehn Empfehlungen für mehr Transparenz bei den Besitzverhältnissen im Mediensektor – etwa durch verbindliche Meldebestimmungen.

Die gemeinsamen Empfehlungen werden bis zum Jahresende abgeschlossen und danach europäischen sowie nationalen Abgeordneten zur Annahme vorgelegt. (Weiterlesen

EJF-Vorsitzender nimmt an Ministerkonferenz teil


Der EJF-Vorsitzende Mogens Blicher Bjerregård wird an der Ministerkonferenz mit 47 Ministern aus Mitgliedsstaaten des Europarats (Council of Europe, CoE) am 7. und 8. November in Belgrad (Serbien) teilnehmen.

Die Konferenz unter dem Motto « Meinungsfreiheit und Demokratie im Digitalen Zeitalter : Chancen, Rechte und Verantwortlichkeiten Â» (Freedom of Expression and Democracy in the Digital Age: Opportunities, Rights and Responsibilities) wird sich auf Ministerebene mit den Hauptschwierigkeiten befassen, denen sich Medienfreiheit und Demokratie in Europa unter zunehmend herausfordernden Bedingungen gegenüber sehen. Blicher BjerregÃ¥rd wird seinen Vortrag in einer Session halten, bei der es um aktuelle Bedrohungen im Journalismus, aber auch Lösungsansätze geht.

Die EJF wird sich auch an der Debatte im Rahmen von PACE beteiligen, die der Ministerkonferenz vorausgeht. (Weiterlesen

Kontakt: Marc Gruber 

Ukrainische und and Polnische Journalisten beschliessen Kooperation


(24.09.13) Ukrainische und and polnische Journalisten haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen – ein bedeutsamer Schritt für die künftig engere Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften beider Länder. Das Abkommen wurde jeweils von den Vorsitzenden der unabhängigen Medienorganisationen in der Ukraine und Polen unterzeichnet : Yuriy Lukanov, Vorstandsmitglied der Independent Media Trade Union of Ukraine, Oleh Nalyvaiko vom Vorstand der National Association of Journalists of Ukraine sowie Krzysztof SkowroÅ„ski, Vorstandsmitglied der Association of Polish Journalists (SDP).

Die Vereinbarung hält fest : « Europa ist ein gemeinsamer Kulturraum und ein gemeinsamer Raum für Freiheit. Wir Journalisten aus Zentral- und Osteuropa teilen ähnliche Erfahrungen unter dem kommunistischen Totalitarismus, mit der Zensur und mit den umwälzenden Systemveränderungen während des Kampfes für Meinungsfreiheit und unabhängigen Journalismus. Wir wollen uns nun gemeinsam den journalistischen Problemen in Europa widmen. Â»

URHEBERRECHT
Studie zum Urheberrecht : Verträge rücken unfaire Bedingungen in den Blickpunkt


Seit langem hat die EJF sich zusammen mit anderen Autoren- und Künstlerverbänden für Aktivitäten gegen unfaire Vertragsbedingungen im Urheberrecht eingesetzt. Kürzlich hat nun das Europäische Parlament das Themas aufgegriffen und eine vergleichende Studie in Auftrag gegeben, die « Gesetze und Alltagspraxis mit Blick auf vertragliche Vereinbarungen für Kreativschaffende in Europa Â» beleuchten soll.

Die Untersuchung deckt Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Schweden, Polen, Ungarn und Belgien ab. Alle betroffenen EJF-Mitgliedsverbände wurden gebeten, einen Beitrag zur Studie zu leisten. Die EJF hat zudem eine Liste von Muster-Verträgen mit unfairen Klauseln an den Berater, der für die Studie verantwortlich ist, übergeben.

Die EJF hofft, dass die Studie zu konkreten rechtlichen Überlegungen im Europäischen Parlament führen wird und dieses die wachsende Besorgnis über unfaire Vertragsbedingungen im Kreativsektor ernster nimmt. Eine Veröffentlichung der Studienergebnisse wird zum Jahresende erwartet.

Parlament diskutiert Privatkopieabgabe 


Das Europäische Parlament erarbeitet Vorschläge zu Abgaben für Privatkopien auf Computern und anderen elektronischen Geräten sowie bei Cloud-Dienstleitungen.

In einem Entwurf für den Initiativbericht weist die Abgeordnete (MdEP) Françoise Castex darauf hin, dass die Privatkopieabgabe eine bedeutende Einkommensquelle für den Kreativsektor ist. Sie schlägt eine Pauschalabgabe für alle Geräte vor, mit denen es möglich ist geschützte Werke für private Zwecke zu kopieren und zu speichern. Die Europa-Abgeordnete sieht zudem einen Bedarf, die Verbraucher besser über die Höhe der Abgaben, die sie zu tragen hätten, zu informieren. Kopien von urheberrechtlich gechützten Werken, die in einer « Cloud Â» hinterlegt sind, sollten bei Kompensationszahlungen berücksichtigt werden ; zudem könne die Privatkopieabgabe nicht durch ein Lizenzsystem ersetzt werden.

Am 1. Oktober nahm die EJF an einem Forum über Privatkopien teil, das von der Abgeordneten Marielle Gallo organisiert worden war. Vertreter von Verbraucherorganisationen, Verwertungsgesellschaften und anderen wichtigen Stakeholdern nahmen ebenfalls teil und diskutierten die zukünftigen europäischen Politikansätze im Themenfeld « Privatkopie Â» .

Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen in der Digitalen Welt


(24.09.2013) Die EJF nahm an einem Arbeitsgruppentreffen des European Observatory on Infringements of Intellectual Property Rights (IAMO) teil, bei dem die Herausforderungen einer Durchsetzung von geistigen Eigentumsrechten (intellectual property (IP) rights) in der Digitalen Welt diskutiert wurden.

Die EJF betonte, dass auch Übertretungen beim Urheberpersönlichkeitsrecht im Online-Zusammenhang näher geprüft werden müssten, ebenso wie eine Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen von Urheberrechtsverletzungen auf das Einkommen von Kreativschaffenden.

Die IAMO ist eine Einrichtung die von der Europäischen Kommission im Verantwortungsbereich der Generaldirektion für Binnenmarkt und Dienstleistungen geschaffen wurde, um Probleme mit Urheberrechtsverletzungen zu bearbeiten. Die EJF ist, neben anderen Branchen-Stakeholdern, seit April 2013 Mitglied in der IAMO. Das nächste Treffen wird im Februar 2014 stattfinden. 

Regulierung von Nutzergenerierten Online-Inhalten ? 


(19.09.2013) Die EJF hat  im Rahmen des laufenden Dialogs innerhalb der von der Europäischen Kommission gestarteten Initiative « Licence for Europe » an einem Workshop teilgenommen. Bei diesem « strukturierten Stakeholder-Dialog » ging es um die Frage, wie Themen im Zusammenhang mit Nutzergenerierten Online-Inhalten (User-Generated Content, UGC) künftig behandelt werden sollen.

Das primäre Problem bleibt jedoch die Herausforderung, eine einheitliche Definition von UGC zu finden, bevor man sich näher mir praktischen Lösungen in diesem Bereich befassen kann. Eine Reihe von Urheberorganisationen brachte ihre Sichtweisen ein ; dabei verdeutlichten sie auch ihre Bedenken im Zusammenhang von UGC-Nutzung und Urheberpersönlichkeitsrechten.

Die EJF verwies zudem auf die Frage der Entfernung von Metadaten bei Digitalbildern und die Notwendigkeit einer Debatte über die Authentifizierung von fotografischen Werken.

Kontakt: Pamela Morinière

GENDER
Konferenz : Gender Equality im Audio-visuellen Sektor


Nachdem die Sozialpartner im audio-visuellen Sektor im letzten Jahr einen Rahmenaktionsplan zur Gender Equality (Geschlechtergerechtigkeit)  verabschiedet hatten, findet nun am 25. November in Brüssel eine gemeinsame Konferenz statt. Dabei soll der Rahmenplan öffentlich gemacht und Aspekte der Gender Equality im audio-visuellen Bereich diskutiert werden. Die EJF gehört zu den Programmpartnern, die die Konferenz organisieren. Folgende Aspekte sollen im Vordergrund stehen : Zugang zu Entscheiderpositionen, gleiche Bezahlung, Geschlechterrollen, Work-Life-Balance und geschlechtsbedingte Rollenzuschreibungen (Gender Portrayal).

Die Konferenz wird von der Europäischen Kommission finanziert. Vertreter von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen in der Medienbranche können an dem Treffen teilnehmen. Martine Simonis wird in diesem Rahmen die Arbeit des  belgischen Journalistenverbands  (Belgian Association of Professional Journalists, AJP) vorstellen â€“ es geht um die Sensibilisierung für geschlechtsbedingte Rollenzuschreibungen in Redaktionen. 


Kontakt: Pamela Morinière

Medienpreise


British Journalism Awards Einsendeschluss: 14. Oktober 2013 (Mehr

European Press Prize Einsendeschluss: 29. November 2013 (Mehr)

Gastgeber für die EJF-Jahresversammlung 2014  gesucht


Ist Ihr Verband daran interessiert, die nächste EFJ Jahresversammlung im Mai 2014 auszurichten? Bei Interesse melden Sie sich bei Meldeschluss ist der 1. November.



Vorschläge für ein Europäisches Zentrum für die Presse

Die  Europäische Kommission lädt Medienorganisationen dazu ein, Vorschläge zur Einrichtung  eines European Centre for Press and Media Freedom einzureichen; das Zentrum soll künftig Verletzungen der Medienfreiheit sowie Aspekte der Medienvielfalt beobachten und dokumentieren. (Weiterlesen

AKTUELLE TERMINE

– 6. Oktober



– 6. Oktober (Brüssel)



– 8. Oktober (Sarajevo)


7. Oktober


10. Oktober (Brüssel)


11. Oktober (Brüssel)

15 â€“ 17. Oktober (Brüssel)
Ethics and Journalism. Praxisworkshops, folgen Sie der Diskussion auf Twitter #mediane_gr

Trainingskurs. Digitale Werkzeuge für die Umweltberichterstattung 

VII. Südost-europäisches Medienforum (South East Europe Media Forum)

Welttag für menschenwürdige Arbeit (Decent Work

European Trade Union Congress (ETUC), Treffen des Frauen-Komitees

Expertengruppe für Urheberrecht (AREG)

Europäische Jugendmedientage
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Alle Rechte vorbehalten. 
Residence Palace, 155 Rue de la Loi, 1040 Brussels, Belgium 
 
 

Chefredaktion :
Ricardo Gutiérrez

Redaktion :
Renate Schroeder, Marc Gruber & Yuk Lan Wong

Ãœbersetzung : Andreas K. Bittner