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1 December 2013
  EDITORIAL

Sicherheit und Pressefreiheit ganz oben auf der Europäischen Agenda


Am 8. November haben die europäischen Kulturminister im Europarat (Council of Europe) einstimmig eine Resolution zur Sicherheit von Journalisten angenommen.

Während der Ministerkonferenz konnten sie sich über die alarmierenden Bedingungen informieren, unter denen Journalisten in Teilen Europas arbeiten müssen – wo sie unterschiedliche Formen der Gewalt, ja manchmal sogar der Tod erwartet.

Auf Grundlage der Abschlusserklärung und der Resolution wurde deutlich, dass die 47 Mitgliedsstaaten im Europarat Verantwortung übernehmen und Richtlinien einführen müssen –  zum Schutz eines unabhängigen Journalismus und für die Sicherheit von Journalisten. Mitgliedsländer sollten sich an die verabschiedete Resolution halten und eklatante Fälle von Gewalt und Ãœbergriffen untersuchen.

Nachdem ich die Ehre hatte, an der Ministerkonferenz teilzunehmen, sprach ich unter anderem die Situation in der Türkei an, wo gegenwärtig 62 Journalisten inhaftiert sind. Unter ihnen vier Kollegen, die kürzlich zu lebenslanger Haft und einer absurden Gefängnisstrafe von 3000 Jahren verurteilt wurden– weil sie ihren Job taten. Einige der Teilnehmer waren aufrichtig schockiert als sie Einzelheiten über die Lage der Journalisten in der Türkei erfuhren. Ich habe sie gebeten, ihren Regierungen gute Argumente zu liefern, damit diese mehr Druck auf die türkischen Behörden ausüben können.

Auch wir Journalistengewerkschaften müssen weiter den Druck auf die türkische Regierung aufrechterhalten. Wir müssen mit anderen Menschenrechtsorganisationen zusammenarbeiten und sollten alle sich bietende Plattformen nutzen, um die Angriffe auf die Pressefreiheit in der Türkei anzuprangern. Am 18. November habe ich die Gelegenheit genutzt, die Lage in der Türkei bei einer Konferenz der International Federation of Reproduction Rights Organisation (IFRRO) in Istanbul zur Sprache zu bringen.

Vom 21. bis 23. November trafen sich rund 40 Gewerkschaftsvertreter von 11 EJF-Mitgliedsorganisationen in Kiew, um über Arbeitsrecht, Pressefreiheit, und die Sicherheit von Journalisten zu sprechen sowie Maßnahmen zu identifizieren, wie die Kapazitäten von Mitgliedsverbänden in Osteuropa und in der Post-Sowjet-Ära gestärkt werden können. Auch hier war die Sicherheit von Journalisten ganz oben auf der Tagesordnung.

Inhaftierte Journalisten in der Türkei, zusammengeschlagene Journalisten in der Ukraine, getötete Journalisten in Russland – und leider könnte man weitere Länder, in den Verbrechen gegen Journalisten begangen werden, benennen. Tatsache ist aber auch, dass keine wirklichen Untersuchungen zu den gewalttätigen Übergriffen auf Medienmitarbeiter stattfinden. Unsere Aufgabe als Gewerkschaften ist es, in ganz Europa die jeweiligen Regierungen und Parlamentarier aufzufordern, Verantwortung für die Schaffung eines sicheren Arbeitsumfeldes für Journalisten zu übernehmen.
 
Mogens Blicher Bjerregård
EJF-Vorsitzender

Die EJF hat ein neues Logo

 

Die EJF hat ein neues Logo und will damit ihre Identität als Stimme der Journalisten in Europa stärken. Das Design wurde vom EFJ Steering Committee (Lenkungsausschuss)  beschlossen und ging aus dem Logo der internationalen Gruppe, der International Federation of Journalists (IFJ), hervor. Das neue Logo ist ein weiterer Schritt, mit dem die EJF ihren eigenständigen Status stärkt, um von europäischen wie internationalen Institutionen als glaubwürdige Vertretung von Journalisten in Europa wahrgenommen zu werden.

“Das neue Logo ist ein wichtiger Schritt, um unsere Position zu stärken, aber die EJF kann nur stark sein, wenn sie für die Rechte von Journalisten einsteht. Und selbstverständlich fahren wir mit unserer Arbeit fort, Journalisten zu verteidigen”, sagte Generalsekretär Ricardo Gutiérrez.
 
Das neue EJF-Logo in hoher Auflösung kann hier im Internet heruntergeladen werden: http://bit.ly/IFrcAd

AKTIV WERDEN

Petition: Gerechtigkeit für Journalisten in der Türkei
 

(11.10.2013) Nach der schockierenden Verkündung von lebenslangen Freiheitsstrafen für vier Journalisten durch ein türkisches Gericht am 2. November hat die EJF eine Onlinepetition gestartet, um gegen dieses Urteil zu protestieren und zugleich die Freilassung aller inhaftierten Journalisten in der Türkei zu fordern.

Wir brauchen Ihre Unterstützung, um 10.000 Unterschriften zu erreichen. Bitte klicken Sie jetzt auf den unten stehenden Button 'Petition Now' . Bitte werben Sie für die Petition; eine Unterschrift sagt mehr als tausend Worte.
PETITION NOW
Interview: Die Türkei bleibt das größte Gefängnis für Journalisten



Am 8. November hat die EJF zusammen mit dem belgischen Mitgliedsverband AJP, eine Demonstration organisiert und die Freilassung von inhaftierten Journalisten in der Türkei gefordert.

In einem jüngst veröffentlichten Medienbericht gibt es einen Beitrag von EJF-Generalsekretär Ricardo Gutiérrez. Die EJF hat auch einen offenen Brief an Štefan Füle, den EU-Kommissar für Erweiterungsfragen, geschrieben und ihn gebeten, weiterhin Anstrengungen zu unternehmen, um Druck auf die türkische Regierung in Fragen der Pressefreiheit auszuüben. In den kommenden Monaten wird die EJF ein zweijähriges Projekt starten, das von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt wird; dazu soll eine Kampagne zur Freilassung der Journalisten und Journalistinnen und zur Förderung der Pressefreiheit in der Türkei gehören.

Anstehende Gerichtsverhandlungen
  2 Dezember 2013
12 Dezember 2013
12 Dezember 2013
KCK trial, Istanbul
OdaTV,  EJF-Beobachter Barry White
KCK, Istanbul

Hier klicken, um alle Aktionen zu sehen

REPUBLIK MAZEDONIEN

Journalist unter Hausarrest: EJF besucht Tomislav Kezarovski


(28.11.2013) Ricardo Gutiérrez, EJF-Generalsekretär hat den investigativen mazedonischen Journalisten Tomislav Kezarovski, der aktuell unter Hausarrest steht, in Skopje getroffen. Gutiérrez sprach mit Kezarovski und versicherte ihm, dass die EJF und die mazedonischen Mitgliedsverbände (AJM und SSNM) sich weiterhin für seine Freiheit einsetzen würden.

Gutiérrez traf zudem mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Fatmir Besimi zusammen, der auch für europäische Angelegenheiten zuständig ist, sowie mit Ivo Ivanovski, Minister für die Informationsgesellschaft. Mit beiden erörterte er die weitere Unterstützung im Fall Kezarovski und Aspekte des kontrovers eingeschätzten Entwurfs des Mediengesetzes. Das Interview mit Gutiérrez kann im Internet angesehen werden.
 
OSTEUROPA

Für eine Kultur der Sicherheit, Rechtssicherheit und Standards für unabhängigen Journalismus

 
Silent march against impunity on the streets of Kyiv (c) Marc Gruber

(23.11.2013) Vertreter von IJF- und EJF-Mitgliedsverbänden vom Balkan, aus der Türkei und Ländern der ehemaligen Sowjetunion trafen sich zu einem Seminar in Kiew und diskutierten Maßnahmen zur Förderung einer Kultur der persönlichen Sicherheit, Rechtssicherheit sowie Standards für unabhängigen Journalismus.

Im Laufe der Veranstaltung stellten die bisherigen IJF-Mitgliedsverbände in der Ukraine (IMTUU und NUJU) förmlich ihren Antrag auf eine zusätzliche EJF-Mitgliedschaft.

Am ersten Tag schloss das Seminar mit einem gemeinsamen Panel der EJF-Führung: EJF-Präsident Mogens BjerregÃ¥rd, seine Stellvertreterin Nadezda Azhgikhina und das Steering Committee-Mitglied Agniezka Romaszewska-Guzy diskutierten über Visionen, die Mission und entsprechende Strategien  der EJF für Osteuropa. Am zweiten Tag, dem 23. November, begingen die Gewerkschaften gemeinsam den International Day to End Impunity (Internationaler Tag für das Ende der Straffreiheit) mit einem Schweigemarsch in den Straßen von Kiew. (Weiterlesen)
SPANIEN

Öffentlicher Rundfunksender Canal 9 geschlossen


(07.11.2013) (07.11.2013) Die EJF fordert die unverzügliche Wiedereröffnung des öffentlichen Rundfunksenders RTVV in Valencia, nachdem dieser überraschend am 5. November geschlossen worden war. RTVV ist ein öffentlicher Sender, der der Regionalregierung von Valencia gehört. Seit Jahren hatten Journalisten, die für Canal 9 /RTVV arbeiteten, gegen diese Eigentumsverhältnisse, die mit politischem Druck einhergingen, protestiert. Am 18. November hat die EJF-Expertengruppe Rundfunk (BREG) eine Solidaritätsadresse an die spanischen Kolleginnen und Kollegen bei RTVV geschickt. (Siehe auch das Video unten). (Weiterlesen)
 
GRIECHENLAND

Gewaltsamer Polizeieinsatz bei griechischem Sender (ERT)


(07.11.2013) EJF und IJF haben einen gewaltsamen Einsatz der griechischen Polizei im Hauptverwaltungsgebäude des nationalen griechischen Rundfunkanbieters ERT aufs Schärfste verurteilt. Die Einsatzpolizei, die von einem Beamten der Strafverfolgungsbehörden begleitet worden war, hatte das Gebäude im Agia Paraskevi-Viertel gestürmt und die Mitarbeiter aufgefordert, die Räumlichkeiten zu verlassen.
 
Am 18. November sind die griechischen Mitgliedsverbände in der EJF mit Jean-Paul Philippot, dem Präsidenten der Europäischen Rundfunk-Union (European Broadcasting Union, EBU), zusammengetroffen. Der ERT-Journalist Nicholas Tsimpidas nahm ebenfalls an diesem Treffen teil und zeichnete eine Botschaft auf, in der die Journalisten-Community um Unterstützung und Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen bei der ERT gebeten wird. (Siehe Video unten.) (Weiterlesen)

DEUTSCHLAND

Gehaltserhöhung für Journalisten


(25.11.2013) Die EJF-Mitgliedsverbände DJV und dju in ver.di haben nach erfolgreichen Verhandlungen eine 3,9%-ige Gehaltserhöhung für rund 9.000 Kolleginnen und Kollegen im Zeitschriftensektor erreicht. Die Laufzeit geht bis 2016. Die Vereinbarung sieht außerdem Verhandlungen über den Manteltarifvertrag im nächsten Jahr vor; dazu gehört die Forderung der Gewerkschaften, Online-Journalisten künftig in die Kollektivvereinbarungen miteinzubeziehen. (Weiterlesen)

EJF-Expertengruppen einigen sich auf Prioritäten und Arbeitsmethoden für 2014

 
(18.11.2013) Die EJF-Expertengruppen für Arbeitsrecht (Labour Rights Expert Group, LAREG) und Freie Journalisten (Freelance Expert Group, FREG) trafen sich zu einer gemeinsamen Sitzung, um eine vertiefte Kooperation und Themen von beiderseitigen Interesse zu besprechen. Die Experten schlugen vor, ein EJF-Manifest als Referenzdokument für die anstehenden Wahlen des Europäischen Parlaments im Mai 2014 zu erstellen, das unter anderem das Recht auf Tarifverträge und soziale Sicherheit für Freie Journalisten und die EJF Freelance Charter berücksichtigt. Außerdem diskutierten sie Lobbystrategien mit Blick auf die Neu-Zusammensetzung der Europäischen Kommission. In Zukunft wollen die beiden Gruppen sich weiter um gemeinsame Sitzungstermine bemühen, wo immer dies inhaltlich sinnvoll erscheint.

Am Anfang der LAREG-Sitzung wurde ein neuer Vorsitzender gewählt. Es  ist der frühere stellvertretende EJF-Vorsitzende Philippe Leruth aus Belgien. FREG wählte mit John Toner (NUJ, Großbritannien) und Judith Reitstätter (dju-GPA, Österreich) zwei gleichberechtigte Vorsitzende.  In beiden Expertengruppen sind eine Reihe von neuen Mitgliedern vertreten.

Die Expertengruppe Rundfunk (Broadcasting Expert Group, BREG) traf sich am folgenden Tag; hier wurde  John Barsby (NUJ, Großbritannien) als Vorsitzender wiedergewählt. Die BREG-Vertreter einigten sich darauf, dass der Zusammenschluss von Redaktionen und die Restrukturierung im öffentlichen Rundfunk Prioritäten bei der künftigen Arbeit sein sollen.

Alle Expertengremien wollen künftig intensiver Internetseminare (Webinare) als Ergänzung von persönlichen Arbeitstreffen einsetzen. Die abschließende Zusammensetzung und die Arbeitsmethoden der Fachgruppen wird beim nächsten Treffen des Steering Committee am 5. Dezember diskutiert und beschlossen.
 

EJF starte Projekt: Sparmaßnahmen im Journalismus begegnen

 
(06.12.2013) Die EJF wird in Kürze ein neues Projekt mit Unterstützung der Europäischen Kommission starten. Ziel ist es, neue Wege im Umgang mit Sparmaßnahmen (Austerity) im Journalismus zu finden und neue Finanzierungsmodelle zu identifizieren. Bei einem Vorbereitungstreffen am 6. Dezember wird eine Expertengruppe (advisory group) die Projektaktivitäten planen; dazu soll auch eine kurze Umfrage zu Best practice-Beispielen durchgeführt werden sowie ein Seminar, dass sich auf Fragen zur Gestaltung des Wandels, die Suche nach neuen Geschäftsmodellen und der Förderung des sozialen Dialogs im Journalismus konzentriert. Das Seminar wird am 20. und 21. März 2014 in Wien stattfinden.
 
Kontakt: Renate Schroeder
LITAUEN

Razzia bei Baltic News Service durch Spezialeinheit
 

(12.11.2013) Die litauische Spezialeinheit Special Investigation Services (SIS) hat im Büro des Baltic News Service (BNS) in Wilna eine Razzia durchgeführt; der Nachrichtenagentur wurde vorgeworfen, illegal an “geleakte” Dokumente gelangt zu sein, die Belege für eine Schmutzkampagne gegen die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite enthalten sollen. Während des Einsatzes wurden sechs Journalisten befragt. Auch das Privathaus des BNS-Chefredakteurs wurde durchsucht. Die EJF hat die Razzia und die Durchsuchungen verurteilt und kritisierte die SIS für die Verletzung des journalistischen Prinzips (und Rechts) des Informantenschutzes. (Weiterlesen)
EUROPEAN POLICY

Pressekrise in Europa


(13.11.2013) Die “Pressekrise in Europa” war das Diskussionsthema zwischen Europapolitikern und Medienvertretern auf einer Konferenz, die von der Alliance of Liberals and Democrats for Europe in the European Parliament (kurz: ALDE) und der interparlamentarischen  MEDIA Intergroup organisiert worden war. Die Teilnehmerinnen diskutierten zukünftige Finanzierungsmodelle für die Medien. Die EJF wies dabei auf die Auswirkungen sich verschlechternder Arbeitsbedingungen und Qualität in den Medien hin. Die Vertreter von Medienunternehmen sprachen Themen wie Markenaufbau im Medienbereich, Zusammenlegung von Redaktionen und den Einsatz neuer Technologien an.
Die Debatte kann in diesem Video-Stream nachverfolgt werden.
 

EJF fordert von EU Ausnahme für Journalisten bei Datenschutz-Grundverordnung 


(14.11.2013) Nachdem das Europäische Parlament die Vorschläge zur Änderung der Datenschutz-Grundverordnung angenommen hat, appelliert die EJF – zusammen mit anderen Medienorganisationen (ENPA, EMMA and EPC) – an die Europa-Abgeordneten und den Ministerrat, die Ausnahmen, die für Journalisten bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten gelten, weiter aufrechtzuerhalten. Die Datenschutz-Grundverordnung soll die aus dem Jahr 1995 stammende Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzrichtlinie) ersetzen. Der Entwurf führt die europaweit gültige Verordnung enthält nur wenige explizite Öffnungsklauseln. Die Mitgliedstaaten könnten die Befugnis erhalten, Ausnahmen für die Verarbeitung personenbezogener Daten zu regeln, die allein zu journalistischen, künstlerischen oder literarischen Zwecken erfolgt (Art. 80). Diese Regelung wird wichtige Auswirkungen auf die Arbeit von Journalisten und den Informantenschutz haben.

Das Parlament stimmt im April 2014 über den endgültigen Text ab. Die EJF und die deutschen Mitgliedsverbände treffen bereits am 21. Januar 2014 mit dem Berichterstatter für den Vorschlag, Jan Philippe Albrecht (MdEP, Die Grünen) zusammen. Jan Philippe Albrecht leitet auch die Verhandlungen mit dem Ministerrat. (Weiterlesen)

 

Regulierung von Finanz-Benchmarks in der EU beeinträchtigt Medienfreiheit

 
(25.11.2013) Zusammen mit anderen europäischen Organisationen, die ebenfalls Medienorganisationen vertreten (ENPA, EMMA and EPC), hat die EJF einen Gesetzesvorschlag kritisiert , der Marktvergleichsdaten (market benchmarks) regulieren soll. Die EJF sieht hierin eine Bedrohung der Medienfreiheit. Die Organisationen verwiesen darauf, dass eine sehr breite Definition von Benchmarks auch Daten berücksichtigen soll, die von Journalisten in der Finanzberichterstattung herangezogen werden. Diese würden damit auch Gegenstand der Regulierung und Überprüfung.

Gegenwärtig sieht der Vorschlag keine explizite Ausnahme für journalistische Anwendungsfälle vor und gefährdet somit den Informantenschutz. Die Medienvertreter fordern die Europäische Kommission und das Parlament dazu auf, ihre Ergänzungsvorschläge zu journalistischen Ausnahmetatbeständen zu berücksichtigen.

 

Europa-Konferenz zur Medienfreiheit in Erweiterungsländern

 
(7-8.11.2013) Die EJF/IJF-Mitgliedsverbände in der Republik Mazedonien, Serbien, Bosnien und Herzegovina sowie Montenegro nahmen an einer Konferenz teil. Thema war die Unterstützung von Journalistengewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Verbesserung von Pressefreiheit und Arbeitsbedingungen in der Region. Das Treffen wurde von der Europäischen Kommission organisiert.

In einzelnen Workshops wurden unter anderem konkrete Maßnahmen diskutiert, wie Kapazitäten der regionalen Journalistenverbände gestärkt werden können. Die Kommission hat jüngst einen Entwurf für mögliche Richtlinien zur Unterstützung von Medienfreiheit und Medienintegrität in Erweiterungsländern veröffentlicht. Der Entwurf bezieht sich auf den Zeitraum von 2014–2020; die EJF wird das Papier bis zum 16. Dezember kommentieren. Zudem will die EU-Kommission einen langfristig orientierten Politikansatz zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten zur Förderung der Meinungsfreiheit in der Region entwickeln.(Weiterlesen)
 

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URHEBERRECHT

Bundesverfassungsgericht schafft Rechtssicherheit für Urheber
 

(28.11.2013) Die beiden deutschen Journalistenverbände in der EJF haben einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVG) zu Vergütungsanpassungen im Urheberrecht begrüßt. Denn die Karlsruher Richter haben den im Urheberrechtsgesetz festgeschriebenen Anspruch von Urhebern auf angemessene Honorare für  verfassungsgemäß erklärt. Im konkreten Fall ging es um die Angemessenheit von Ãœbersetzerhonoraren im Verlagswesen (Az. 1 BvR 1842/11 und 1 BvR 1843/11). Grundlage für das Urteil war der Anspruch auf angemessenes Honorar aus Paragraf 32 Urhebervertragsgesetz. Er macht es Urhebern möglich, trotz eines anderslautenden Vertrags auf Änderung eines Vertrags oder Zahlung weiterer Vergütungen zu klagen, wenn das Ausgangshonorar als unan­gemessen anzusehen ist. Der Verlag des Ãœbersetzers hatte darin eine Verletzung des Grundrechts auf Berufsfreiheit gesehen. Diese Einschränkung der Berufsfreiheit sah das Gericht jedoch als zulässig an.

Damit hat das BVG auch die Position der freien Journalistinnen und Journalisten deutlich gestärkt; die die gesetzliche Grundlage der Gemeinsamen Vergütungsregeln klar bestätigt worden. (Weiterlesen bei DJV und dju in ver.di)

 

1,2Mio. Dollar Schadenersatz für Fotografen im Copyright-Streit vor US-Gericht


(22.11. 2013) EJF und IJF haben eine US-Gerichtsentscheidung begrüßt, die dem haitianischen Fotografen Daniel Morel eine beträchtliche Schadenersatzsumme zugesteht. In dem Fall ging es um die Verletzung von fotografischen Urheberrechten durch  Agence France Press (AFP) und Getty Images.

Nach dieser Entscheidung erhält Morel die Summe von 1,2 Mio. Dollar. Das Gericht verwies darauf, dass AFP und Getty Morels Rechte absichtlich verletzt hätten. Und zudem auch gegen den  amerikanischen Digital Millennium Act (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Millennium_Copyright_Act) verstossen hätten, wehalb Morel zusätzliche Entschädigungsansprüche zugestanden wurden. (Weiterlesen)

 

Kollektives Rechte-Management: Parlamentsausschuss stimmt Vorschlag zu


(19.11.2013) Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments (Legal Affairs Committee) hat einstimmig dem revidierten Text  der Richtlinie zur Kollektiven Rechteverwertung (Collective Rights Management Directive) zugestimmt. Dabei geht es um die kollektive Wahrnehmung von Urheber- und verwandten Schutzrechten und die Vergabe von Mehrgebietslizenzen für die Online-Nutzung von Rechten an Musikwerken im Binnenmarkt; vor allem auch um eine Regeulierung von Verwertungsgesellschaften in Europa.

Die Europaabgeordnete und Berichterstatterin Marielle Gallo hob hervor, “dass die Richtlinie den digitalen Binnenmarkt stärken wird” und “dabei hilft, künstlerische und kulturelle Vielfalt zu schützen und das Image von Organisationen der kollektiven Rechteverwertung zu verbessern.” Allerdings gibt es bei dem vorliegenden Text noch strittige Punkte; vor allem die Frage, ob oder inwieweit Gewerkschaften vom Geltungsbereich der Richtlinie ausgeschlossen sind. (Weiterlesen)

GENDER

Weltweite Kampagne zum Ende der Gewalt gegen Journalistinnen


(26.11.2013) Die IJF hat eine weltweite Kampagne gestartet, um auf den unhaltbaren Zustand der Gewalt gegen Journalistinnen aufmerksam zu machen; zugleich werden die Behörden aufgefordert, der Straffreiheit für diese Verbrechen ein Ende zu setzen. Die Kampagne ist die Reaktion auf zahlreiche  Fälle, bei denen Journalistinnen während ihrer Arbeit bedroht, körperlich angegriffen, belästigt, vergewaltigt oder sogar getötet wurden. (Weiterlesen)
 

Geschlechtergerechtigkeit im audio-visuellen Sektor fördern


(25.11.2013) EU-Sozialpartner im audio-visuellen Mediensektor haben in Brüssel eine Konferenz zu dem Motto ‘‘Promoting Gender Equality in the Audiovisual Sector’’ organisiert (Wie kann Geschlechtergerechtigkeit im audio-visuellen Sektor gefördert werden?).

Die Diskussionen beschäftigten sich mit Best Practice-Beispielen aus dem Sektor und  erörterten laufende Initiativen wie ein Projekt zur Work Life Balance das zur Zeit von europäischen Mitgliedsverbänden in diesem Medienbereich durchgeführt wird.
 

AKTUELLE TERMINE
 

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Europarat (Council of Europe), Medienexperten-Treffen, Straßburg

Treffen mit EU-Kommissarin Neelie Kroes, zuständig für die Digitale Agenda, Brüssel

EJF Steering Committee (Lenkungsausschuss), Brüssel

Vorbereitungstreffen für das Projekt “Confronting austerity in journalism”, Brüssel

OdaTV, Gerichtsverfahren

Gedenktag für ermordete Journalisten, Russian Union of Journalists, Moskau

Institute of European Democrats Konferenz zum Medienpluralismus, Europa-Parlament, Brüssel
 
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Ricardo Gutiérrez

Redaktion :
Renate Schroeder, Marc Gruber, Yuk Lan Wong & Pamela Morinière

Ãœbersetzung : Andreas K. Bittner