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NEUES JAHR. NEUER FOCUS


Das neue Jahr beginnt mit einem neuen Focus

 
Im Jahr 2013 wird die Europäische Journalisten-Föderation (EJF) in ihren Kampagnen auf drei Schwerpunkte setzen: Freilassung der Journalisten in der Türkei, Faire Vertragsbedingungen für Journalisten und Journalistinnen und die Europäische Initiative für Medienpluralismus. Ausgestattet mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit nach belgischem Vereinsrecht (AiSBL), bereitet sich die EJF darauf vor, für die nächste Generalversammlung (GM) im Mai in Verviers (Belgien) eine neue Agenda zu erarbeiten. Um zugleich die Kommunikation der EJF zu verbessern, werden wir unseren digitalen Newsletter EJF FOCUS nun alle vierzehn Tage an die Mitgliedsgewerkschaften versenden.

Bitte bachten Sie: alle Links sind in Englisch

KAMPAGNEN-UPDATE

Was tut sich in der Türkei?

 
Auch 2012 war wieder ein bitteres Jahr für türkische Journalisten, die weiterhin mit ihrer Inhaftierung rechnen müssen, wenn sie ihren Job tun. Doch mit der Unterstützung der internationalen Journalistengemeinschaft endete das letzte Jahr mit einer positiven Nachricht: Der Freilassung des Journalisten Soner Yalcin. Journalistengewerkschaften unterstützen auch weiterhin die EJF-Kampagne Set Journalists Free, machten erfolgreich in nationalen Medien auf das Thema aufmerksam und mobilisierten die Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Gruppen.
 
Das neue Jahr begann mit einem positiven Schritt: Eine gemeinsame Kampagne der Freedom for Journalists Platform und dem International Press Institute (IPI) zur Unterstützung von frei gelassenen Journalisten und den Angehörigen derjenigen, die noch immer inhaftiert sind. Aber 2013 wird ein entscheidendes Jahr für die EJF werden, um an die erfolgreiche Kampagne anzuknüpfen, um somit die Situation zur Pressefreiheit in der Türkei zu verbessern. Der EJF-Vorsitzende Arne König wird am 4. Februar erneut nach Istanbul reisen, um an Gerichtsverhandlungen mit verfolgten Journalisten teilzunehmen, die im so genannten „KCK Prozess“ angeklagt sind.
Kontakt: Renate Schroeder

 

European Initiative for Media Pluralism

Große Medienhäuser in Europa müssen verantwortlich handeln



Es ist höchste Zeit, dass Europas große Medienhäuser die Verantwortung für ihre Bürger übernehmen. Über 100 zivilgesellschaftliche Gruppen, Medien und Berufsorganisationen aus ganz Europa wollen eine Kampagne zur Medienvielfalt starten, um gesetzliche Maßnahmen gegen die Medienkonzentration zu erreichen.

Die European Initiative for Media Pluralism (Europäische Initiative zur Medienvielfalt) ist eine Kampagne von Bürgern für Bürger. Sie wird offiziell am 7. Februar gestartet. Sie fordert von der Europäischen Kommission die Umsetzung einer effektiven Gesetzgebung gegen die Konzentration in der Medien- und Werbebranche sowie zum Schutz der redaktionellen Unabhängigkeit.

Die Kampagne hat schon jetzt die breite Unterstützung von transnationalen Organisationen und Einzelpersonen, darunter die European Federation of Journalists mit vielen Mitgliedsgewerkschaften. Nationale Koordinationsstellen wurden bereits in neun europäischen Ländern eingerichtet: Bulgarien, Belgien, Frankreich, Ungarn, Italien, Portugal, Rumänien sowie in Großbritannien und den Niederlanden.
 
Wenn auch Sie die großen Medienhäuser daran hindern wollen, Ihre Stimme zu unterdrücken, schließen Sie sich der Kampagne an. (Weiterlesen)
 Jetzt mitmachen!

Fotograf gewinnt Streit um Twitter-Copyright

 
Der haitianische Fotograf Daniel Morel hat vor einem US-Gericht am Ende einen historischen Sieg in dem langanhaltenden Streit über die Nutzung seiner Arbeiten in Sozialen Medien errungen. Das Urteil dürfte ein schwerer Schlag für die Agentur Agence-France Press (AFP) und die Washington Post gewesen sein, die demnach die Urheberrechte von Morel verletzt haben. Das Gericht verwarf die Argumentation, dass Morel den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Twitter zugestimmt habe, als er seine Bilder dort veröffentlichte – und damit auch AFP und Dritten das weitere Nutzungsrecht eingeräumt hätte. Sollte Morel bei der Verfolgung seiner Ansprüche erfolgreich sein, könnte er bis zu 1,2 Mio. US-Dollar an Kompensationszahlungen erhalten.
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EU-Medienexperten veröffentlichen "Strategiepapier"


Die so genannte High-level group on media veröffentlichte am 21. Januar 2013 ein Strategiepapier, das unter anderem eine Reihe von Vorschlägen enthält, für die sich die EJF schon seit geraumer Zeit einsetzt. Dazu gehört eine erweiterte EU-Kompetenz im Bereich der Medienpolitik, um Medienfreiheit und –vielfalt besser verteidigen zu können. Konkrete Vorschläge beziehen sich auf die Beobachtung von Medienfreiheit und –pluralismus durch die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (EU Fundamental Rights Agency), eine verbesserte Transparenz bei den Eigentumsverhältnissen von Medien sowie die europaweite Umsetzung der EU-Gesetzgebung zum Quellenschutz in allen Mitgliedsstaaten.
(Weiterlesen)

Webinar: Rechte freier Journalisten

Am 5. Februar 2013, 14 Uhr (MEZ)
Die EJF und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) organisieren gemeinsam ein Online-Seminar (Webinar), bei dem es um die Rechte von freien Journalisten geht, konkret die Charta der Rechte Freier Journalisten. Das Webinar stellt ausgewählte Probleme von freien Journalisten vor und will diskutieren, wie sich Gewerkschaften diesen Herausforderungen besser stellen können. Jetzt registrieren und sich für die Rechte von freien Journalisten einsetzen!

NEUE VERÖFFENTLICHUNG

Veränderungen in Journalismus und Medien nachverfolgen

Natale bewirbt sich für italienischen Senat

 
Mit Bedauern musste die EJF zur Kenntnis nehmen, dass Roberto Natale als EJF Steering Committee (Lenkungsausschuss)-Mitglied und zugleich als Vorsitzender der italienischen Journalistengewerkschaft FNSI zurücktritt. Natale kandidiert in den anstehenden Wahlen am 24-25. Februar in Italien für den italienischen Senat. In seinem Rücktrittsschreiben lobte Natale die EJF-Arbeit und deren Bemühungen, die Rechte von Journalisten zu verteidigen. Gleichzeitig sagte Natale, er werde an seiner Leidenschaft sowie seiner Unterstützung für den Journalismus und die Gewerkschaften festhalten, falls er gewählt werden sollte. Die EJF hob hervor, dass Natale ein  hochgeschätztes Mitglied im EJF Steering Committee war; er hat sich insbesondere für ethische Standards im Journalismus und die Medienvielfalt eingesetzt.

IFJ Safety Fund unterstützt gekidnappten Kameramann in der Türkei


Renate Schroeder, EJF-Ko-Direktorin, übergab € 2000 aus dem IFJ Safety Fund an Cüneyet Ünal, der im August 2012 für den US-finanzierten arabisch- sprachigen Satellitensender Al Hurra vom Bürgerkrieg in Syrien berichtet hatte. Auf einer Fahrt nach Aleppo war er gekidnappt, geschlagen und schließlich am 21. August der syrischen Armee übergeben worden. Nach 89 Tagen in Gefangenschaft wurde er am 18. November freigelassen, nachdem sich eine türkische Delegation, der auch der Vorsitzende der türkischen Journalistengewerkschaft, Ercan Ipekci, angehörte, für ihn eingesetzt hatte.

Gender-Seminar: Best practice für Gewerkschaften

 

(16.01.2013) Das European Institute on Gender Equality (EIGE) hat  eine Gruppe von Genderexpert-innen, der auch die EJF-Gender-Referentin Pamela Morinière angehörte, zu einem Seminar über Geschlechtergerechtigkeit am Arbeitsplatz und in Gewerkschaften eingeladen.
 
Das Seminar hob einen positiven Aspekt hervor: Frauen haben 35% der Entscheiderpositionen inne. Vor allem bei öffentlich-rechtlichen Sendern ist es wahrscheinlicher, Frauen in verantwortlicher Position anzutreffen. (Weiterlesen) Kontakt: Pamela Morinière
 

EU-Parlament drängt Mazedonien zur Verbesserung der Menschenrechte


Als Folge der internationalen Empörung nach dem Medienbann durch das mazedonische Parlament am 24. Dezember 2012, berief das EU-Parlament ein Dringlichkeitstreffen ein, um über die Menschenrechtssituation in der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien (FYROM) zu debattieren.

Die EJF wurde durch Ko-Direktor Marc Gruber vertreten. Er berichtete über die Verletzung journalistischer Rechte als Resultat des Medienbanns in Mazedonien. Auch andere Vertreter von Menschenrechtsorganisationen tauschten sich über ihre Ansichten zu dem Ereignis aus.
 

Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk entwickelt Medientraining mit Journalisten


Nachdem die EJF ihren Diskussionsbeitrag zu dem Aktionsplan  für Medienfreiheit in EU-Beitrittsstaaten geleistet hatte, sind nun Journalisten und Vertreter aus Mitgliedsorganisationen in Serbien von der Europäischen Rundfunkunion (European Broadcasting Union, EBU) eingeladen worden. Sie können sich einer Initiative der EBU anschliessen, die investigativen Journalismus, ethische Standards und Ausbildung im Bereich Digitale Kompetenz unterstützt. In den kommenden Tagen wird die EBU Module entwickeln und Journalisten benennen, die an diesen Trainingskursen teilnehmen können. Für die EJF-Mitgliedsorganisationen in Serbien wird der Kontakt mit den Organisatoren und den Medientrainern hergestellt, um spezielle Programme für lokale Journalisten zu entwickeln.
Übersetzt von: Andreas K. Bittner

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