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   28. September   

   EDITORIAL   


Online harassment, also (sexuelle) Belästigung im Internet,  gezielte Beschimpfung oder Bedrohung von Journalistinnen –  das waren die Themen die ganz oben auf der Agenda eines Expertentreffens standen, das von  Dunja Mijatović, der OSZE-Beauftragten für Medienfreiheit  (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) am 17. September in Wien organisiert worden war. Fachleute, unter ihnen Medienprofis, Regierungsvertreter und Verantwortliche von Nicht-Regierungsorganisationen sprachen sich aus gegen Praktiken des online harassment und anderer Formen von Gewalt, denen sich Journalistinnen ausgesetzt sehen. Das Treffen wurde auch als Weckruf für die Journalistengemeinschaft insgesamt gesehen, sich endlich diesem Problem zu widmen.

Es war alarmierend, den einzelnen Journalistinnen zuzuhören, die über konkrete Bedrohungssituationen berichteten. Arzu Geybulla, eine aserbeidschanische Journalistin, die in der Türkei arbeitet, erzählte von einem Fall: ein offizieller Vertreter aus ihrem Heimatland Aserbeidschan belästigte sie während des Internationalen Tages der Pressefreiheit in Riga (World Press Freedom Day) in aller Öffentlichkeit, ohne dass dieser Fall thematisiert worden wäre.
 
Als Journalisten müssen wir für unsere Kolleginnen einstehen und ihren Stimmen Gehör verschaffen. Wir müssen uns alle in der Pflicht sehen, gegen diese Mißbrauchfälle vorzugehen. Die Europäische Journalisten-Föderation (EJF) wird ihren Teil dazu beitragen und ihre Mitglieder regelmäßig dazu auffordern, Belästigungen und bedrohliche Situationen im Redaktionsalltag regelmäßig zu beobachten und darüber zu berichten. Außerdem müssen wir ein Vorgehen entwickeln, wie die Opfer solcher Übergriffe dies angstfrei melden können. Dabei dürfen wir auch freie Journalisten und Journalistinnen nicht vergessen, die unsere Unterstützung genauso brauchen.
 
Diese Übergriffe und Schikanen – ob on- oder offline – müssen in fairer und konsequenter Weise behandelt werden. Die Übeltäter müssen die rechtlichen Konsequenzen im vollen Umfang spüren, vor allem, um künftige Fälle schon im Ansatz zu vermeiden. Einer der Teilnehmer brachte es auf den Punkt: “Belästigung und Übergriffe die online geschehen, sind kein Internetproblem; sie repräsentieren vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, das es umfassend zu bekämpfen gilt.”
 
 
Mogens Blicher Bjerregård
 EJF-Präsident

     HIGHTLIGHT     

Tschechien: Zwei Drittel der Journalisten nicht in der Gewerkschaft


 Die Journalistengewerkschaften in der Tschechischen Republik sollten ihre Mitgliederwerbung verbessern. Dies ist die wichtigste Schlussfolgerung aus einer Umfrage von  EJF und OSNPM zur Arbeitssituation von Journalisten in Tschechien.

Im Rahmen der Aktivitäten des Regional Development Fund von EJF und IJF führte die Gewerkschaft der tschechischen Journalisten und Medienmitarbeiter (ONSPM) zusammen mit dem österreichischen Verband GPA-djp eine Umfrage durch, mit der die berufliche und soziale Lage von Journalisten in Tschechien näher untersucht werden sollte.

Die Online-Umfrage wurde am 19. Mai 2015 gestartet. Rund 2.500 Journalisten und Medienmitarbeiter waren zur Teilnahme eingeladen. EJF-Generalsekretär Ricardo Gutiérrez und die Verantwortlichen der ONSPM analysierten bei einem Round Table-Treffen am 19. August in Prag die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung. Die zentralen Punkte:
 
-           69% aller Umfrageteilnehmer arbeiten im Privatsektor
-           37% sind freie Journalisten;
-           67% machen Ãœberstunden, ohne diese bezahlt zu bekommen;
-           35% geben an, dass Verleger keine Arbeits- und sozialen Rechte respektieren;
-           66% sind nicht Mitglieder in einer Journalistengewerkschaft oder einem Verband
-           81% bewerten den Schutz von Journalistenrechten durch tarifliche Regelungen als “sehr wichtig” oder “wichtig”;
-           54% geben an, dass journalistische Ethik der wichtigste Aspekt ihrer beruflichen Arbeit ist.

Zdenek Kucera, Vorsitzender der OSNPM, sagte, dass die Gewerkschaft in Zukunft einen Fokus auf Kolleginnen und Kollegen haben sollte, die keinen langfristigen oder dauerhaften Arbeitsvertrag haben. Der Verband will Aktivitäten anstoßen, die sich mit der Mitgliederwerbung befassen; außerdem soll das Image der Organisation modernisiert und die sozialen Netzwerke mehr in die Kommunikation eingebunden werden. “Wir müssen die öffentliche Wahrnehmung unserer Aktivitäten verbessern, und dabei alle verfügbaren Kommunikationsmittel einsetzen. Wir sollten uns künftig vor allem auf ungelöste arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen sowie juristische und soziale Belange von Journalisten konzentrieren,” sagte Zdenek.
 
Die OSNPM will in den kommenden Monaten EJF-Mitglied werden. 

   FLÃœCHTINGSKRISE 


Ungarn: Journalisten sehen sich bei Flüchtlingsberichterstattung Polizeiangriffen ausgesetzt 


(17.09.2015) Die EJF hat die jüngsten Übergriffe und Verhaftungen von Journalisten verurteilt, die über die Flüchtlingskrise an der ungarisch-serbischen Grenze berichtet hatten. Sechs lokale und internationale Journalisten wurden von der ungarischen Grenzpolizei brutal geschlagen.
 
 Der EJF-Präsident Mogens Blicher BjerregÃ¥rd sagte: “Es ist unbegreiflich, dass ein EU-Land wie Ungarn permanent die Pressefreiheit und die Menschenrechte verletzt. Die Europäische Kommission und die internationalen Institutionen müssen gegen diese schwerwiegenden Verstöße Maßnahmen ergreifen.”

Im Zusammenhang mit der Krise haben zahlreiche Journalistenverbände die Medienorganisationen und Journalisten aufgefordert,  eine stereotype Berichterstattung zu vermeiden und die professionelle Berufsethik zu respektieren. Die EJF hat die beschämenden Ãœbergriffe einer ungarischen Kamerafrau auf Flüchtlinge verurteilt . Zusammen mit der Organisation Associazione Carta di Roma hat die EJF eine  Petition gegen Hate speech im Internet  gestartet.

 

EJF-Konferenz für Pressefreiheit und Arbeitsrechte in der Türkei



(17 und 18.09.2015) 
Die EJF, die Internationale Journalisten-Föderation (IJF), die türkische Journalistengewerkschaft TGS und der Journalistenverband in der Türkei (TGC) haben zusammen eine Konferenz in Istanbul organisiert. Motto: 'Türkei: Kampf für journalistische Rechte und Freiheiten in einem polarisierten Land’' . Diese internationale Konferenz war der Höhepunkt einer Kampagne für Journalistenrechte, Medienfreiheit, Arbeitsbedingungen und für den Ausbau organisatorischer Kapazitäten von Journalistengewerkschaften; deren Stärke wird als fundamental für den zukünftigen Schutz und die weitere Entwicklung des Berufsstandes und des Journalismus in der Türkei angesehen. 

Internationale Konferenz – gegen Beleidigungen und Belästigung von Journalistinnen im Internet


(17.09.2015) Die EJF, vertreten durch ihren Präsidenten Mogens Blicher BjerregÃ¥rd, nahm in Wien an einer Konferenz teil; Thema waren Maßnahmen gegen Beleidigung und Belästigung von Journalistinnen im Internet. Die Tagung war von der Medienfreiheitsbeauftragten der Organisation for Security and Co-operation in Europe (OSZE) in Wien organisiert worden und versammelte Experten, die vor allem zum grundsätzlichen Verständnis des Problems beitrugen und – beispielhaft – die Schwere von Tatbeständen erläuterten. Diskutiert wurden auch Lösungsansätze, mit denen der steigenden Zahl von Bedrohungen im Internet, die vor allem Journalistinnen zum Ziel haben,  begegnet werden kann. 

EJF-Workshop: Arbeitsrecht für Journalisten


Im Rahmen des umfangreichen Projekts “Rights and Jobs in Journalism” hat die EJF zusammen mit dem spanischen Journalistenverband  FSC-CCOO am 24. September einen eintägigen Workshop zum Themenbereich “Journalismus und Arbeitsrechte” in  Albacete, südöstlich von Madrid, organisiert. Rund 30 Teilnehmer von unterschiedlichen EJF-Mitgliedsverbänden haben intensiv debattiert und zahlreiche Praxistools sowie Austauschmöglichkeiten mit folgenden Schwerpunkten erörtert:
 
  1. Verteidigung von Journalistenrechten bei sich verändernden Arbeitsbeziehungen und -bedingungen
  2. Tarifverhandlungen und Streiks: Organisation und Mobilisierung der Mitglieder
  3. Besonderer Schutz der sog. verwundbaren (vulnerable) Medienmitarbeiter – Junge, Freie, Journalistinnen
Die Ergebnisse werden mit allen EJF-Mitgliedsverbänden geteilt. Der Workshop ist Teil eines zweijährigen Projekts zum Kapazitätsaufbau – initiiert von der EJF und finanziert von der Europäischen Kommission (Generaldirektion für Beschäftigung, Soziales und Integration). Kontakt: Yuk Lan Wong
 

EJF fordert bessere Rechte für Freie Journalisten


(8. und 9.09. 2015) Die EJF hat sich für eine Verbesserung der rechtlichen Situation für  Freie Journalistinnen und Journalisten eingesetzt. Im Zentrum stand die Forderung, sich für eine Durchsetzung des fundamentalen Rechts auf Tarifverhandlungen im nationalen und europäischen Rechtsumfeld stark zu machen.

Diese Forderung war Ergebnis eines Workshops, den die britische  National Union of Journalists (NUJ) organisierte. Thema: Collective bargaining for atypical workers in the audio-visual and live performance sector (Tarifarbeit für sog. atypische Arbeitsverhältnisse im audiovisuellen Sektor und für darstellende Künste). Der Workshop war Teil eines Projekts zum Aufbau von gewerkschaftlichen Kapazitäten, das gemeinschaftlich von der EJF, der Internationalen Schauspieler-Föderation (International Federation of Actors, FIA), der internationalen Föderation der Musiker (International Federation of Musicians, FIM) und der UNI-Mei organisiert worden war. Während des Workshops wurden unterschiedliche nationale Fallbeispiele diskutiert, bei denen die landeseigene Wettbewerbsgesetzgebung die Rechte von Tarifverhandlungen für atypisch Beschäftigte einschränkt.

Bei der Veranstaltung sprach auch Karen Curtis, die stellvertretende Direktorin der Internationalen Arbeitsagentur (International Labour Organisation, ILO); sie bekräftigte das essentielle Recht auf Tarifverhandlungen und die Assoziationsfreiheit für Freie Journalistinnen und Journalisten gemäß der internationalen arbeitsrechtlichen Standards. Curtis erinnerte diejenigen nationalen Regierungen, die die ILO-Konvention unterschrieben haben, an die Notwendigkeit einer vollen Umsetzung der arbeitsrechtlichen Standards. Außerdem sollten sie dafür Sorge tragen, dass die nationale Wettbewerbsgesetzgebung nicht im Widerspruch zum Recht von atypisch Beschäftigten auf Versammlungsfreiheit stünde.

EJF nimmt an EGB-Kongress teil


Die EJF wird an dem 13. Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB, European Trade Union Confederation, ETUC) vom 29. September bis zum 2. Oktober 2015 in  Paris teilnehmen. Rund 500 Teilnehmer werden zu dieser Veranstaltung erwartet. Sie vertreten etwa 90 nationale Gewerkschaftsorganisationen aus 39 europäischen Staaten; darunter zehn europäische Branchenorganisationen (wie die EJF) sowie verschiedene Gäste aus Europa und Ãœbersee.

Die Versammlung wird die zukünftigen Prioritäten der Arbeit festlegen und Aktionspläne vorschlagen, damit die Rolle des EGB in der nächsten Kongressperiode (2015-19) neu ausgerichtet und gestärkt werden kann. Die EJF unterstützt das Engagement des EGB bei der Setzung neuer, sich abzeichnender Prioritäten; etwa: die Digitale Ökonomie und die Arbeitsrechte in diesem Sektor. Das gleiche gilt für eine Konzentration auf Junge, Frauen, atypische Beschäftigungsverhältnisse und migrantische Arbeitnehmer, um diesen einen besseren Schutz und die Möglichkeit gewerkschaftlicher Organisation zu geben.

Die EJF wird von drei Delegierten vertreten: Paco Audije (FAPE, Spanien), Patrick Kamenka (SNJ-CGT, Frankreich) sowie Jean-François Cullafroz (CFDT-Journalistes, Frankreich).

Storytelling, Blendle und neue Finanzierungsmodelle für den Journalismus


(19.09.2015) Unter dem Motto "Wie geht Journalismus morgen?” hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) zum 11. Mal die Fachtagung Besser Online in Köln organisiert. Unter den 250 teilnehmenden Journalisten war auch EJF-Direktorin Renate Schroeder. Geboten wurden zahlreiche Workshops und Panels, bei denen neue Online-Trends, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert wurden.

Marten Blankesteijn, der Gründer der niederländischen Nachrichtenplattform Blendle, präsentierte den Launch einer deutschen Version, auf der einzelne Artikel von rund 100 Online-Medien angeboten und über eine Micropayment-Funktion abgerechnet werden. Blankesteijn verwies darauf, dass besonders junge Menschen bereit seien, für Online-Qualitätsjournalismus zu bezahlen. Andere Veranstaltungsformate beschäftigten sich mit Datenjournalismus, Freelancer-Themen, technischen Lösungsangeboten sowie Hate Speech in Online-Medien. Auch die Auswirkungen der geplanten EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (Trade directive on trade secrets) auf die Arbeit von Journalisten und für Whistleblower wurde diskutiert, verbunden mit der Warnung, wie die Richtlinie möglicherweise die Medienfreiheit gefährden könnte. Die Tagungsdokumentation finden Sie unter: http://www.djv.de/index.php?id=10348  

Europäische Politik 

 

 EUROPARAT  


Resolutionen zur Medienvielfalt und Transparenz der Eigentumsverhältnisse im Mediensektor


Der Europarat (Council of Europe, CoE) hat jüngst über zwei Resolutionen, die die Medienbranche betreffen, abgestimmt: Die eine zur “Verantwortung der Medien und zur Ethik in einem sich wandelnden Medienumfeld” (Media responsibility and ethics in a changing media environment ) begrüßt eine Initiative, die von Journalisten gestartet worden war; zugleich fordert sie eine Förderung der Selbstregulierung der Medien. Die Resolution weist zudem auf die Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse hin, denen Journalisten sich gegenübersehen, und bekräftigt die Notwendigkeit der redaktionellen Unabhängigkeit.

Zudem wurde inzwischen eine weitere Resolution “Zunahme der Medientransparenz” (Increasing transparency of media) angenommen; diese bekräftigt die Notwendigkeit, die Medienvielfalt und die Diversität der Medieninhalte zu sichern. Der Europarat CoE rief seine Mitgliedsstaaten dazu auf, ihre jeweilige  Gesetzgebung zu überprüfen, um eine  angemessene Transparenz bei den Eigentumsverhältnissen im Mediensektor zu erreichen. Dabei müssten auch die Einflussfaktoren im Medienumfeld (Print, Film, Rundfunk und Internetmedien) geprüft werden, wozu selbstverständlich auch Aspekte von “versteckten Eigentümern” gehören müssten.

In den vergangenen Jahren war die EJF stets aktiv, die Medienvielfalt und eine verbesserte Transparenz bei den Eigentumsverhältnissen im Mediensektor zu unterstützen; konkret wurde dies in Projekten mit dem Europarat: MEDIANE und MARS . Die EJF arbeitet auch mit der Nicht-Regierungsorganisation  AccessInfo Europe zusammen, um Mechanismen, die eine bessere Transparenz gewährleisten können, zu fördern. 
 

  EUROPÄISCHES PARLAMENT  

 

Verhandlungen zum Datenschutz und Schutz von Geschäftsgeheimnissen wieder aufgenommen


Nach Ende der parlamentarischen Sommerpause werden nun die Debatten um die EU-Richtlinien-Entwürfe zum Datenschutz und zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen fortgesetzt. Der “Trilog” findet zwischen drei Parteien statt – der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union (auch: EU-Ministerrat). Die EJF steht weiterhin im Kontakt mit dem Berichterstatter, Jan Philipp Albrecht (deutsches Mitglied im Europäischen Parlament, Die Grünen/EFA-Gruppe) sowie der sogenannten Schattenberichterstatterin (shadow-rapporteur) Marju Lauristin (Estland, Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, S&D), um sich für eine Ausnahme für die journalistische Berufspraxis einzusetzen.

Derweil haben Parlament und Kommission am 15. September auch die Verhandlungen zu der kontrovers diskutierten Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (trade secrets) begonnen. Der aktuell vorliegende Kompromissvorschlag des Europäischen Parlamentes erlaubt Journalisten lediglich, Informationen zu veröffentlichen, die als “legitim” für das öffentliche Interesse gelten.

Der Kompromissvorschlag des EU-Ministerrats fällt allerdings noch weit hinter den Entwurf des Parlaments zurück. Am 22. September hat die EJF den Europaabgeordneten Sergio Cofferati (Schattenberichterstatter, S&D) getroffen. Für die kommenden Wochen ist eine Kampagne gegen die Richtlinie, die als schädlich für die Medien- und Meinungsfreiheit erachtet wird, zusammen mit anderen Medienorganisationen geplant, darunter auch Reporter ohne Grenzen. Die EJF argumentiert weiterhin gegen die Formulierung “legitimer Gebrauch von Informationen” (legitimate use), da die Beweisslast sonst den Journalisten aufgebürdet würde. 
 

  EUROPÄISCHE KOMMISSION 

Kommission startet Konsultation zu audio-visuellen Medien 


Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation zur EU-Richtlinie über audio-visuellen Mediendienste (Audiovisual Media Services Directive 2010/13/EU - AVMSD) gestartet. Damit will sie untersuchen, welche Teile der Richtlinie zweckdienlich im Sinne des Programms zur Gewährleistung der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Rechtsetzung (REFIT) sind. Außerdem sollen so Fakten und Meinungen zu  einer Folgenabschätzung zur künftigen Politik auf dem Gebiet der Mediendienste gesammelt werden, um besser beurteilen zu können, ob die aktuelle Gesetzgebung für die Medien im Digitalen Zeitalter ausreicht. Weitere Aspekte sind Fragen zum Schutz von Medienfreiheit und Medienpluralismus. Insbesondere soll dabei auch die Effektivität der nationalen Regulierungsinstanzen im audio-visuellen Bereich und der Grad ihrer Unabhängigkeit geprüft werden. Medienkompetenz ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Stakeholder haben die Gelegenheit, bis zum 30. September ihre Antworten einzureichen. Für die EJF sammelt Yuk Lan Wong die Anregungen und Kommentare.

Als Teil dieser Ãœberprüfung wir am 1. Dezember auch ein Arbeitsgruppentreffen zum Thema Medienkompetenz (media literacy) stattfinden. Bei dem Treffen wird die Reichweite der Medienkompetenz als ein Instrument der Medienvielfalt und des ethischen Journalismus diskutiert. Kontakt: Renate Schroeder

EJF Umfragen 

Mapping: Freie Journalisten in Europa


(18.09.2015) Die EJF und ihre Expertengruppe für Freie (FREG) haben einen kurzen Online-Fragebogen vorgestellt, um einen aktualisierten Überblick zur Situation freier Journalistinnen und Journalisten in Europa zu bekommen. Dazu gehören auch Aspekt wie deren ökonomischer und sozialer Status sowie die Rolle, die freie Journalisten in ihren Gewerkschaftsorganisationen spielen.

Ein Ãœberblick der gesammelten Antworten wird auf der EJF-Website am 19. November veröffentlicht; an diesem Tag trifft sich die FREG das nächste Mal. Bis dahin müssen noch zahlreiche Informationen eingeholt werden. Aktuell hat die EJF bereits Daten aus 16 Ländern und von 18 Gewerkschaften und Mitgliedsverbänden erhalten. Bitte nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit und beantworten Sie die Online-Umfrage HIER.
 

Journalisten und Digitale Medien?

 
(18.09.2015) Die EFJ und ihre Expertengruppe für Digitale Medien (CONEG) hat ebenfalls eine Umfrage auf den Weg gebracht. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen von Online-Medienschaffenden und Fragen, wie die künftige Gewerkschaftsarbeit ausgerichtet werden sollte. Die Umfrage versteht sich auch als Mitgliederwerbung im digitalen Medienumfeld, ein zunehmend wichtiges Feld für die EJF. Rund 40 Journalisten haben schon geantwortet. Bitte teilen Sie den Link und nehmen Sie teil an der  Online-Umfrage. Auch diese Ergebnisse werden zunächst von der Expertengruppe analysiert und für die Veröffentlichung auf der EJF-Website aufbereitet. Kontakt: Renate Schroeder.

EJF und andere Urhebervertreter treffen Parlamentspräsident Martin Schulz


(03.09.2015) Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments hat sich mit Vertretern von Urheber- und Kreativenorganisationen getroffen, darunter: EJF-Präsident Mogens Blicher Bjerregård sowie die Vorsitzenden der European Composer and Songwriter Alliance (ESCA), des European Writers Council (EWC), der Föderation der Filmregisseure (Federation of European Film Directors, FERA) und der Drehbuchautoren (European Federation of Screenwriters, FSE). Diskutiert wurde vor allem die geplante Strategie der Europäischen Kommission zum Digitalen Binnenmarkt (Digital Single Market).

Niederländische Journalistin Frederike Geerdink aus der Türkei ausgewiesen



Einreiseverbot in die USA für spanischen Journalisten nach Terrorismusvorwürfen

 
tyb-2015

UKRAINE

Gedenken an Georgy Gongadze – Für ein Ende der Übergriffe gegen Medien in der Ukraine


Ãœbersichtskarte zu Bedrohungen von Journalisten in Europa neu aufgelegt und um Russland, die Ukraine und Belarus erweitert 

tyb-2015

Internationaler Presseausweis – IFJ International Press Card

 
“The International Press card gets you where the story takes you”.
 
“Der Internationale Presseausweis bringt Sie dorthin, wo Ihre journalistische Geschichte Sie führt.” Die IJF hat eine Kampagne gestartet, um für den Internationalen Presseausweis zu werben. Er ist ein globaler Ausweis, der von der IJF ausgegeben wird und eine breite offizielle Anerkennung in über 134 Ländern der Erde findet. Der Ausweis steht dabei nicht nur für Sicherheit und den Nachweis der professionellen journalistischen Tätigkeit. Er ist auch ein Symbol der Solidarität unter Medienschaffenden und eine Verpflichtung auf die professionellen Standards, denen sich die IJF verpflichtet fühlt. Werben Sie für den Internationalen Presseauswei bei Ihren Mitgliedern. Weitere Informationen: http://www.ifj.org/press-card/
  

KALENDER FÃœR OKTOBER 2015

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Herausgeber
Ricardo Gutiérrez
Redaktion
Yuk Lan Wong, Renate Schroeder
Beiträge
Mehmet Koksal, Hélène Brédart