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  TÜRKEI

Journalistin Özlem Ağuş aus dem Gefängnis

(11.3.2013) Özlem Ağuş, Journalistin bei der türkischen Dicle News Agency, ist am 26. Februar endlich aus dem Gefängnis entlassen worden. Ağuş wurde vorgeworfen, ein Mitglied der Koma Civakên Kurdistan (KCK), der so genannten “Stadtorganisation” der verbotenen und bewaffneten Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu sein. Das KCK-Gerichtsverfahren ist weiter anhängig und soll am 26. April fortgesetzt werden. Im Rahmen der EJF-Kampagne zur Befreiung der türkischen Journalisten Set Turkish Journalists Free wird Barry White, Mitglied im EJF-Lenkungsausschuss, an dem Verfahren in Istanbul teilnehmen.

Im Anschluss an die Gerichtsverhandlung werden der EJF-Präsident Arne König und Barry White bei einem Workshop zur Medienfreiheit in der Türkei dabei sein, der von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) organisiert wird. Der Workshop will dazu beitragen, die breit angelegte Medienkampagne zur Meinungsfreiheit in der Türkei, die von der EJF und ihrem türkischen Mitgliedsverband Turkish Journalists Union (TGS) initiiert wurde, zu unterstützen. (Weiterlesen)

Schweden soll sich für inhaftierte Journalisten einsetzen


Inzwischen kritisierte die Swedish Union of Journalists (SJF) die eigene Regierung dafür, sich in einer strategischen Kooperation mit der Türkei zu engagieren. Während eines Staatsbesuchs des türkischen Präsidenten Abdullah Gül am 11. März in Schweden, drängte die SJF ihre Regierung, sich gegen die Verletzung der Menschenrechte in der Türkei auszusprechen. Sie forderte zugleich ein Ende der Praxis, Gewerkschaftsführer einzusperren. (Weiterlesen)
AKTUELLES ZUR KAMPAGNE
     22. - 26.  April,  Istanbul
    
     21. März,  Istanbul
Nächste Anhörung im KCK-Verfahren

Nächste Anhörung im OdaTV-Verfahren

Weitere Informationen zur Kampagne Set Turkish Journalists Free finden Sie auf unserer Webseite; wenn Sie zusätzlich Informationen haben oder eine nationale Kampagne starten wollen, nehmen Sie Kontakt auf.

EJF-Strategie für 2013 steht


(6.3.2013) Der aus dem Amt scheidende EJF-Lenkungsausschuss hat die Roadmap für eine unabhängige EJF mit eigener Rechtspersönlichkeit aufgestellt. Nach Eintragung der Satzung im belgischen Vereinsregister hat die EJF mit der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF) ein Finanzabkommen getroffen und auf ihrer letzten Sitzung in Brüssel verabschiedet.

Auf der Sitzung wurde auch die anstehende Jahresversammlung (General Meeting), in Verviers (Belgien) vorbereitet und das zukünftige Arbeitsprogramm diskutiert. Zudem wurde die Ausschreibung für den Posten des EJF-Generalsekretärs besprochen; eine Neubesetzung ist nach dem Ausscheiden des früheren Generalsekretärs, Ende Januar, erforderlich geworden.
AKTIV WERDEN!

Eine Million Unterschriften für die Medienvielfalt



Unterschreiben Sie jetzt!

Am 21. März kommt es zu einem weiteren Kampagnen-Höhepunkt. In Großbritannien wird der nationale Partner die European Initiative for Media Pluralism (Europäische Initiative für Medienvielfalt) offiziell im House of Lords starten und das Anliegen der Initiative im Parlament diskutieren.
 
EJF-Direktor Marc Gruber wird für die EJF an der Veranstaltung in London teilnehmen.
 

Europäischer Aktionstag gegen Sparprogramme


Die EJF hat sich der europäischen Demonstration am 14. März in Brüssel angeschlossen.

 



Hier spricht Beth Costa, IFJ Generalsekretärin.

ERFOLGE FÜR GEWERKSCHAFTEN
ÖSTERREICH

Durchbruch bei Verhandlungen für freie Journalisten

 
(6.3.2013) Nach vierjährigen Verhandlungen hat die Gewerkschaft GPA-DJP endlich eine Vereinbarung mit dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) getroffen, gemäß der nun auch freie Journalisten in die neuen Tarifvereinbarungen integriert werden. Freie Journalistinnen und Journalisten unterliegen nun den gleichen Tarifbedingungen wie ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen. Die Vereinbarung ermöglicht es nun auch, Online-Journalisten in Tarifverhandlungen miteinzubeziehen.

Außerdem einigte man sich auf neue Vergütungsregeln. Obwohl die vorgeschlagenen Honorare nicht in voller Höhe durchgesetzt werden konnten, sieht die österreichische Gewerkschaft eine positive Entwicklung, da die erzielten Ergebnisse über den üblichen Sätzen für freie Journalisten in österreichischen Online-Medien lägen. Die Vereinbarungen treten im Juli 2013 in Kraft, sobald die Gewerkschaftsmitglieder dem Verhandlungsergebnis in einer Abstimmung zustimmen. (Weiterlesen)


RUMÄNIEN

Erfolg für Journalisten. Premier entlässt Medienmanager


(25.2.2013) Nach zahlreichen Apellen von EJF und IJF zur Unterstützung des Mitgliedsverbands RFJ MediaSind, hat der rumänische Premierminister Victor Ponta nun Iona Roşca von seinem Managementposten bei der nationalen Nachrichtenagentur NPA AGERPRES enthoben. Am 22. Februar hatten der IJF-Präsident Jim Boumelha und EJF-Präsident Arne König einen Brief an die rumänischen Behörden verfasst, indem sie ihre Besorgnis über das Unvermögen der Regierung zum Ausdruck brachten, die Missstände im NPA AGERPRES-Management bei der Behandlung von Mitarbeitern zu unterbinden. (Weiterlesen)

GROßBRITANNIEN

NUJ erreicht Vereinbarung zu Kürzungen mit Guardian-Gruppe


Die National Union of Journalists (NUJ) in the UK and Ireland erreichte eine Vereinbarung zu Kürzungsmaßnahmen bei der britischen Guardian News & Media-Group (GNM). Damit wurden die vorgegebene Entlassung von rund 100 Redaktionsmitgliedern vermieden. Barry Fitzpatrick, stellvertretender NUJ-Generalsekretär sagte, dass dies ein positives Ergebnis für die GNM und die Journalisten sei. Zuvor hatten sich die Beschäftigten bei der GNM für Streiks ausgesprochen – angesichts von geplanten Kürzungsmaßnahmen in Höhe von sieben Millionen Pfund, die in dem 2012 vorgelegten Redaktionsjahresplan vorgesehen sind. (Weiterlesen)
DEUTSCHLAND

Agenturpleite: 299 Jobs in Gefahr


(1.3.2013) Die deutsche Nachrichtenagentur DAPD musste nun ein zweites Mal Insolvenz anmelden, nach einer ersten Erklärung im Januar dieses Jahres. 299 Journalisten sind nun vom Jobverlust bedroht. Die Pleite war die Konsequenz eines missglückten Versuchs des Managements, die erforderlichen 4 Mio. Euro für die Gründung einer neuen Beteiligungsgesellschaft zusammen zu bekommen. Die beiden deutschen EJF-Mitgliedsverbände, dju in ver.di und DJV, kritisierten das Management für verantwortungsloses Handeln. (Weitere Einzelheiten auf den Websites von DJV und dju in ver.di)
DEUTSCHLAND

Vereinbarungen für Fotografen nach zehn Jahren in Sicht


Die deutschen EJF-Mitgliedsverbände, dju in ver.di und DJV, blicken auf zehn Jahre andauernde, schwierige Verhandlungen mit den Zeitungsverlegern zurück. Zu den Fotohonoraren bei Tageszeitungen liegt nun, nach einem Schlichtungsverfahren, ein Kompromissvorschlag zu gemeinsamen Vergütungsregeln vor. Der seit dem 1. Februar vorliegende Kompromissvorschlag muss innerhalb von drei Monaten von den jeweiligen Gremien bestätigt werden. Hierzu ein Interview im Medienmagazin journalist.de über die Verhandlungen und die Honorare des Einigungsvorschlags.
GRIECHENLAND

Journalisten streiken für Tarifvereinbarungen


(19.02.2013) Journalisten in Athen und anderen Landesteilen protestierten schon einen Tag vor dem angekündigten Generalstreik. Zu diesem vorgezogenen Streik  hatten die EJF-Mitgliedsgewerkschaften in Griechenland gemeinsam aufgerufen, damit es den Journalisten möglich sei, am Tag des Generalstreiks über die Ereignisse zu berichten. Die Gewerkschaften forderten von der Regierung den Tarifverhandlungen Nachdruck zu verleihen; außerdem verlangten sie Steuererleichterungen für arbeitslose Journalisten und Kompensationszahlungen an einen Journalismus-Fonds (Weiterlesen
UNGARN

Verfassungsänderungen setzen Medien weiter unter Druck

 

(11.03.2013). Das ungarische Parlament hat einer Reihe von Änderungen der nationalen Verfassung zugestimmt, und damit die gesetzlichen Regelungen allgemein sowie die Pressefreiheit im besonderen untergraben. Die ergänzenden Verfassungsbestimmungen sehen nun vor, Äußerungen zu verbieten, die “die Würde der ungarischen Nation verletzen oder die von nationalen, ethnischen oder religiösen Gemeinschaften” – eine sehr weit gefasste und unklare Regelung. Weitere Änderungen sehen vor, dass nur öffentliche Medien Parteienwerbung für die anstehenden nationalen Wahlen sowie die Wahl zum Europäischen Parlament ausstrahlen oder veröffentlichen dürfen. Allen Parteien solle dabei ein gleicher Anteil eingeräumt werden.

Am 15. März, dem ungarischen Nationalfeiertag, wird sich das EJF-Mitglied MUOSZ einer Kundgebung anschliessen, auf der sie zusammen mit anderen Gewerkschafts- und Bürgerrechtsorganisationen für die Verteidigung der Verfassung demonstrieren will. (Weiterlesen)
SCHWEIZ

Gewerkschaft dringt auf neue Vereinbarungen


Angestellte von Medienunternehmen und freie Journalisten bereiten sich auf eine neue Verhandlungsrunde im April vor; dabei geht es um die Erneuerung von Tarifvereinbarungen für französisch-sprachige Medien in der Schweiz. Nach dem jüngsten Abschluss im Dezember 2012 werden die Gespräche im April sich auch mit Fragen des Mindestlohns und Zweitverwertungshonoraren beschäftigen.

Der Schweizer EJF-Mitgliedsverband Impressum wird die Verhandlungen führen und dabei versuchen, Druck auf die Verleger auszuüben, um die gleichen Tarifstandards wie bei vorausgegangenen Vereinbarungen zu erreichen.
GENDER

IJF/EJF-Bericht zur Lage von Journalistinnen in Europa


In Zeiten der Krise, in denen Gewerkschaften mit schwindenden Mitgliederzahlen und der Herausforderung, gemeinsame Tarifverhandlungen anzustrengen, konfrontiert sind, stellt die Mitgliedschaft von Journalistinnen, aber auch deren Vertretung in Führungsgremien einen machtvollen Beitrag für nachhaltige Gewerkschaftsstrukturen dar.

Wenn Frauen eine aktive Rolle im Gewerkschaftsleben spielen, ist damit zudem sicher gestellt, dass sämtliche Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den enstprechenden Politikbereichen und bei Gewerkschaftsinitiativen ausreichend berücksichtigt werden.

Vor mehr als zehn Jahren hatte die IJF zuletzt eine Untersuchung zur Lage von Journalistinnen in Europa gemacht. Die im Jahr 2001 global durchgeführte Studie IFJ Survey on the Status of Women Journalists kam damals zu dem Schluss, dass Frauen zwar nur zu einem Fünftel in den Vertretungsorganen der Gewerkschaften repräsentiert seien, aber immerhin ein Drittel der gesamten Mitgliedschaft aller untersuchten Organisationen ausmachten.

Der Bericht aus dem Jahr 2013 stellt nun fest, dass diese “Repräsentationslücke” sich seit 2001 bei den Gewerkschaften verringert habe. Zudem untersucht die Studie die Situation von weiblichen Nachwuchsjournalisten sowie den Anteil von fest angestellten und freien Journalistinnen. Schließlich gibt es einen Überblick zu den beschlossenen Maßnahmen im Bereich “Gender-Politik” bei den befragten Mitgliedsorganisationen und eine Einschätzung, inwieweit die Finanzkrise insbesondere Frauen und Nachwuchsjournalistinnen betroffen hat – auch im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen.

Work-Life-Balance-Projekt macht Fortschritte


(12.3.2013) Die EJF traf sich mit anderen europäischen Organisationen – namentlich: European Federation of Actors (Euro FIA), Audiovisual Technicians (Euro-MEI) und der Musikerföderation (FIM) – in Brüssel, um den Fortschrittsbericht zum Gemeinschaftsprojekt “Work-Life-Balance im audiovisuellen Sektor” zu diskutieren.

Eine Untersuchung, die in acht teilnehmenden Länder (Schweden, Spanien, Großbritannien, Slowenien, Polen, Deutschland, Frankreich und Rumänien) durchgeführt wurde, wird demnächst abgeschlossen. In vier Treffen von sogenannten Focus-Gruppen werden nationale Gewerkschaftsvertreter von Journalisten, Technikern und darstellenden Künstlern zu einem Erfahrungsaustausch zusammentreffen. Diese Focus-Gruppen gibt es in Frankreich, Schweden, Rumänien und Deutschland. Für Deutschland wird das Treffen vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) koordiniert. Es ist für den 20. Juni geplant

Weitere Informationen: Pamela Morinière

Webinar: Die Google-Herausforderung

18. Juni, 10 Uhr (MEZ)
EJF und DJV werden das zweite Webinar (Online-Seminar) in diesem Jahr anbieten. Dabei sollen Strategien entwickelt werden, wie Urheberrechte und die Rechte von freien Journalisten besser durchgesetzt werden können. Ein Schwerpunkt ist die Frage, wie Herausforderungen, die sich aus Googles Position im digitalen Ökosystem ergeben, besser angenommen werden können. Die Registrierung wird in Kürze freigeschaltet.
Kontakt: Renate Schroeder
URHEBERRECHT

Gesetz zum Leistungsschutzrecht: Gewerkschaften fordern faire Bezahlung


(1.3.2013) Die deutschen Journalistengewerkschaften DJV und dju in ver.di zeigten sich sehr verärgert, dass eine Mehrheit der Abgeordneten des Deutschen Bundestags dem Gesetzentwurf zur Einführung eines Leistungsschutzrechts für Presseverlage zugestimmt hat.

Der Gesetzestext war in den zurückliegenden Monaten mehrfach verändert worden, dabei wurden die Interessen der Journalisten (und Urheber) allerdings nicht ausreichend berücksichtigt, wie die Gewerkschaften kritisierten. So fehle die Anerkennung der Urheberrechte ebenso wie ein in der Höhe festgelegter angemessener Vergütungsanspruch für Journalistinnen und Journalisten. Auch die Durchsetzung der Ansprüche mittels einer Verwertungsgesellschaft sehe der Gesetzentwurf nicht vor.

Das Gesetz erlaubt es Verlegern nun im Prinzip, Lizenzgebühren von Newsaggregatoren und Suchmaschinen, vor allem auch von Google, zu erheben, wenn sie deren Inhalte nutzen oder verbreiten. Allerdings ist nicht geklärt, bis zu welcher Länge Textausschnitte (sogenannte Snippets) kostenfrei genutzt werden dürfen. Diese Unklarheiten dürften zunächst Anwälten Einnahmen bescheren. Die deutschen Journalistengewerkschaften forderten die Verleger zu Gesprächen über angemessene Honorarbedingungen auf.

Das Gesetz, das bisweilen als “Lex Google” bezeichnet wurde, muss noch die zweite Kammer, den Bundestag passieren. (Weitere Informationen auf den Websites von DJV und dju in ver.di )
AKTUELL
16. März, London






27. März, Brüssel


13. - 15. Mai, Verviers



Freelance Summit (Freien-Gipfel)
Die Veranstaltung wird von der NUJ-Freiengruppe organisiert. Diskutiert werden neue Strategien, wie freie Journalisten besser für ihre Rechte eintreten und angemessene Honorare erzielen können. 
Kontakt bei der NUJ: John Toner

Anhörung im Europäischen Parlament zur Pressefreiheit in Rumänien

EJF Steering Committee (Lenkungsausschuss)

EJF-Generalversammlung
Motto: "Journalistengewerkschaften in Krisenzeiten: Kampf für den Journalismus als öffentliches Gut” 
© 2013 Europäische Journalisten-Förderation, alle Rechte vorbehalten.
Residence Palace, 155 Rue de la Loi, 1040 Brussels, Belgium
Webseite:http://europe.ifj.org/en ; Email: efj@ifj.org

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Herausgeber:
Renate Schroeder, Marc Gruber & Yuk Lan Wong


Übersetzer:
Andreas K. Bittner