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28. Oktober 2013
  EDITORIAL


Journalismus für die Demokratie


Manchmal können Journalisten sehr irritierend sein – besonders für Politiker. Auch die Öffentlichkeit mag Journalisten bisweilen als Ärgernis empfinden – wenn er oder sie immer wieder dieselben Fragen stellen. Das ist unser Job als Journalisten: wir stellen Fragen, bekommen Informationen, führen Recherchen durch und erzählen dann die Geschichte. Journalisten fühlen sich dem verpflichtet, denn unabhängiger Journalismus und unabhängige Medien sind Eckpfeiler der Demokratie.

Die Öffentlichkeit erwartet, dass wir unseren Job anständig machen – dass wir Qualitätsjournalismus liefern und dabei ethische Standards respektieren. Wir haben aber nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Wir müssen der Öffentlichkeit die Informationen liefern, die notwendig sind, um an den demokratischen Prozessen in der Gesellschaft teilzuhaben.

Das Recht auf freie Meinungsäußerung wird in Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention garantiert. Es gestattet Journalisten und Medienorganisationen bis an die rechtlichen Grenzen zu gehen, um investigative Recherchen im öffentlichen Interesse durchzuführen. Das ist der Zweck des Journalismus, der dadurch eine wichtige Rolle in einer demokratischen Gesellschaft erhält.

Informantenschutz ist eine der Kernverpflichtungen für Journalisten, doch die Behörden versuchen uns bei der Ausübung dieser Pflicht massiv einzuschränken, in dem sie von uns die Preisgabe unserer Quellen verlangen. Doch in solchen Situationen müssen wir hart bleiben und unseren Standpunkt deutlich machen – wir haben die Verpflichtung, unsere Informanten zu schützen. Wenn wir bei diesem Punkt nicht standhaft bleiben, wird die Demokratie Schaden nehmen.

Ein weiterer Eckpfeiler der Demokratie ist die Transparenz. Der Rechtsanspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen ist in Europa in verschiedenen nationalen Gesetzen verankert – wie beispielsweise im deutschen Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Aber die Durchsetzung dieses Rechtsanspruchs ist unzureichend und wir müssen weiterhin für mehr Transparenz kämpfen.

Und schließlich haben Journalisten und Medien die Verpflichtung, vertrauenswürdige Informationen zu liefern. Qualitätsjournalismus und ethische Standards  - unser Beitrag in einer demokratischen Gesellschaft. Und deshalb stehen wir auch in diesem Jahr wieder für den Journalismus ein: Stand up for Journalism.

Mogens Blicher Bjerregård
EJF-Vorsitzender

TÃœRKEI

Kampagne für inhaftierte Journalisten. Neue Projektmittel, neue Impulse


(11.10.2013) Der Kampf für die Pressefreiheit in der Türkei bleibt ein aussichtsreicher. Die Europäische Kommission hat einen Projektvorschlag der EJF angenommen und Finanzmittel in Höhe von 168.755 Euro freigegeben. Das wird der laufenden Kampagne zur Freilassung von Journalisten in der Türkei einen Schub verleihen: Set Journalists Free.

Es ist ein weiterer Anstoß für unsere Kollegen in der Türkei. Vor allem, nachdem der Vorsitzende der Union of Journalists in Turkey (TGS), Ercan İpekçi, den Preis der Pressefreiheit von der National Italian Union of Chroniclers (UNCI) bekommen hat; für seinen Kampf um die Freilassung der inhaftierten Journalisten in der Türkei (Foto unten).

Mit diesen frischen Finanzmitteln wird die EJF gemeinsam mit der TGS in der Lage sein, in den nächsten zwei Jahren eine Reihe von konzentrierten Kampagnen und Solidaritätsaktionen durchzuführen, um die berufliche Situation der türkischen Kollegen zu verbessern. Vor allem für diejenigen, die hinter Gittern sitzen, weil sie ihren Job getan haben.

Diesen guten Nachrichten folgte eine weitere, hoffnungsvolle Entwicklung. Ein 22-jähriger Journalist wurde am 11. Oktober freigelassen. EJF-Beobachter Arne König und Ercan Ä°pekçi demonstrierten Solidarität und nahmen nicht nur an der Gerichtsverhandlung von Sami MenteÅŸ teil, sondern auch von Gamze KeÅŸkekand, der am gleichen Tag eine Anhörung hatte. Bedauerlicherweise muss KeÅŸkekan weiterhin im Gefängnis bleiben. (Weiterlesen)

Die National Italian Union of Chroniclers (UNCI) verlieh den Preis der Pressefreiheit an den Vorsitzenden des türkischen Journalistenverbandes (TGS) Ercan Ipekci (Zweiter von rechts). Hier im Bild mit Camaiore Mayor Alessandro Del Dotto (ganz rechts), dem UNCI Vorsitzenden Guido Columba (Zweiter von links) und EJF-Direktorin Renate Schroeder. Â© Franco Siddi

Nächste Termine
30. Oktober, Istanbul


31. Oktober, Istanbul


12. Dezember, Istanbul

12. Dezember, Istanbul
MLKP-Fall (Journalistin Füsun Erdoğan und 23 weitere Angeklagte). EJF-Beobachter: Esben Ørberg
 
Fall: KCK-Presseflügel. Im Silivri-Gefängniskomplex.
EJF-Beobachter: Patrick Kamenka
 
KCK (Sadiye Eser). Çağlayan-Gericht.
 
Fall: OdaTV Çağlayan-Gericht.

AKTIONSAUFRUF

Journalists Are Not Terrorists!


Beim diesjährigen Aktionstag Stand Up For Journalism am 5. November bitten wir um breite Unterstützung; fordern Sie Ihre nationalen Regierungen nachdrücklich auf, Gesetze, die Journalisten kriminalisieren, abzuschaffen.

Laden Sie unsere elektronische Postkarte herunter und schicken Sie diese an die jeweiligen Regierungsverantwortlichen oder die entsprechenden Regierungsbehörden Ihres Landes. Gemeinsam fordern wir Respekt für die Rechte von Journalisten:
  • Wahrhaftigkeit als erste Pflicht von Journalisten
  • Schutz vertraulicher Quellen und Informationen
  • Aufgabe als “Watchdog” im öffentlichen Interesse
Selbstverständlich gibt es weitere Aktivitäten, die Sie durchführen können; besuchen Sie hierzu bitte unsere Website. Vergessen Sie nicht, über die einzelnen Aktionen zu berichten, teilen Sie uns mit, was Sie vorhaben. Nutzen Sie den gemeinsamen Hashtag #SUFJ und weisen Sie in Ihren sozialen Netzwerken und Publikationen auf unsere Kampagne hin. Banner herunterladen und auf die Website stellen: (englischsprachige Version und französischsprachige Version).

Kontakt: Renate Schroeder
REPUBLIK MAZEDONIEN 


EJF verurteilt die harte Bestrafung von Tomislav Kezarovski


(21.10.2013) Die EJF kritisierte massiv die Entscheidung eines mazedonischen Gerichts im Falle des investigativen Journalisten Tomislav Kezarovski – der zu viereinhalb Jahren Gefängnisstrafe verurteilt worden war. Das Urteil hat zu einem Aufschrei in der Journalisten-Community geführt. Die EJF hat eine umgehende Berufung angemahnt. Am 23. Oktober starteten mazedonische Journalisten eine landesweite Protestaktion und forderten Kezarovskis Freilassung. (Weiterlesen)
Journalisten zündeten während einer Massendemonstration in Skopje Kerzen an (linkes Foto) um damit auf die grobe Missachtung der Pressefreiheit, die Kezarovskis Inhaftierung darstellt, hinzuweisen. Â©SSNM
GRIECHENLAND

EBU trifft sich mit griechische Verbände wegen ERT


Die EJF setzte sich aktiv dafür ein, dass der griechische öffentliche Rundfunksender ERT wieder geöffnet wird. Bei einem Treffen in  Thessaloniki, Griechenland besuchte eine EJF-Delegation das ERT-Büro (siehe das Video weiter unten) und zeigte sich solidarisch mit den Mitarbeitern, die bereits im Juni entlassen wurden – nachdem der Sender überraschend geschlossen worden war.
 
Das EJF-Sekretariat hatte zuvor einige Treffen mit dem Vorsitzenden der Europäischen Rundfunkunion (European Broadcasting Union, EBU), Jean-Paul Philippot, und begrüßte die Unterstützung durch seine Forderungen nach Wieder-Eröffnung der ERT.
 
Eine Delegation aus griechischen EJF-Mitgliedsverbänden wird am 18. November mit Philippot in Brüssel zusammentreffen. Die EJF –Expertengruppe Rundfunk (BREG) wird an diesem Treffen ebenfalls teilnehmen.  (Weiterlesen)


RUSSLAND

Denkmal für Anna Politkovskaya enthüllt


(07.10.2013) Ein Denkmal für die russische Journalistin Anna Politkovskaya, die im Jahr 2006 in ihrer Wohnung erschossen worden war, wurde außerhalb des Verwaltungsgebäudes der Novaya Gazeta in Moskau enthüllt. Damit sollte ihres siebten Todestags gedacht werden.
 
Politkovskayas Ermordung wurde auch von der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF) im Rahmen einer Kampagne besonders herausgestellt; dabei geht es um die unhaltbare Straffreiheit im Falle von Gewalt an Journalisten. Die IJF hat zudem einen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschickt, in dem dieser aufgefordert wird, die Mordfälle an Journalisten in Russland endlich aufzuklären.
ITALIEN

Italienisches Parlament verabschiedet neues Verleumdungsgesetz


(21.10.2013) Das italienische Parlament hat über einen neuen Gesetzesentwurf zur Verleumdung abgestimmt; er schafft die Gefahren einer Gefängnisstrafe für Journalisten ab. Der Entwurf wurde bereits von der Abgeordnetenkammer (Unterhaus) angenommen und wird als nächstes im Senat debattiert.
 
“Es ist ein wichtiger Schritt vorwärts –  in Richtung der europäischen kulturellen und Menschenrechte”, sagte ein Vertreter des italienischen EJF-Mitgliedsverbandes FNSI

“Allerdings gibt es noch wesentliche Mängel bei diesem Gesetzesentwurf. Journalisten sollen nämlich ihre Quellen offenlegen, um nachzuweisen, dass sie keine falschen Informationen verbreiten.” Die FNSI ist mit Vertretern der European Commission for Democracy through Law des Europarats (besser bekannt als Venedig Kommission) zusammengetroffen, um Einzelheiten des Gesetzes zu diskutieren. (Die Venedig Kommission ist eine Einrichtung des Europarates, die Staaten verfassungsrechtlich berät.) (Weitere Informationen auf Italienisch)

Twitter-Highlight

Neue Medientrends aus unserem Twitter-Netzwerk:
Ãœbersetzung: Für Medienvielfalt und Diversität. Ein Storify der Mediane-Tagung in Thessaloniki

Bitte folgen Sie @EFJEUROPE auf Twitter !
ETHICAL JOURNALISM


Diversität im Journalismus


(06.10.2013)  Pluralismus und Vielfalt (diversity) ist und war immer ein Muss für den Journalismus – sie werden deshalb auch von der EJF gefördert. Unter dem Motto Diversity in Journalism diskutierten rund 40 Journalistinnen und Journalisten, Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertreter, Medientrainerinnen und –trainer sowie Herausgeberinnen und Herausgeber im Rahmen eines zweitägigen Workshops. Die Veranstaltung wurde vom griechischen Mitgliedsverband ESIEMTH organisiert und in Kooperation mit dem Europarat (Council of Europe, CoE) durchgeführt.
 
Etwa 20 Gewerkschaftsvertreterinnen und –vertreter nahmen an dem Treffen teil und tauschten sich über Best Practice-Beispiele aus ihrem eigenen Gewerkschaftsumfeld zu Vielfalt und Inklusion im Medienbereich aus. Das Treffen unterstrich die Bedeutung der Schaffung einer Newsroom Culture, einer Redaktionskultur, die offen für Diversität ist und einen Null-Toleranz-Ansatz gegenüber Homophobie und Fremdenfeindlichkeit propagiert.
 
Die Veranstaltung verwies zudem auf die gestiegenen Anforderungen an Gewerkschaften, ihre Mitgliederwerbung zu verbessern, um die Mitgliedschaft vielfältiger und damit offener für die Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen von Journalistinnen und Journalisten zu machen; wie etwa Junge, Frauen, ethnische oder religiöse Minderheiten. (Die Höhepunkte sind auch in einem STORIFY zusammengefasst)

Die Veranstaltung war Teil des MEDIANE-Projekts das zusammen mit dem Europarat die Diversität und Inklusion in den Medien verbessern soll. Das nächste Treffen findet vom 11.–13. April 2014 in Würzburg statt und wird vom EJF-Mitgliedsverband DJV organisiert.

Kontakt: Yuk Lan Wong

Wir müssen in mehr Diversität in Redaktionen investieren


(14.10.2013) EJF Generalsekretär Ricardo Gutiérrez sprach auf der Konferenz Migrants in the Media (Migranten in den Medien), die vom Ressort der EU-Kommissarin für Inneres, Cecilia Malmström, organisiert worden war. Gutiérrez appellierte an Medienmanager und –besitzer, stärker in Diversity-Trainingsprogramme zu investieren und mehr Journalistinnen und Journalisten mit unterschiedlichen (kulturellen) Hintergründen einzustellen.

Weiter sagte der EJF-Generalsekretär: “Medien reflektieren aktuell nicht die zunehmende Diversität und Vielfalt in der Gesellschaft. Der Job für uns Journalisten ist es, die Realität mit all ihren Facetten zu erklären: Nicht-diskriminatorische Berichterstattung über ethnische, konfessionelle, sexuelle, soziale oder körperliche Unterschiede sind eine ethische Verpflichtung, die wir haben.” (Weiterlesen).

South East Europe Media Forum hat Qualitätsjournalismus im Blick


(08.10.2013) EJF–Direktorin Renate Schroeder nahm am siebten Südost-europäischen Medienforum (South East Europe Media ForumSEEMF) in Sarajevo teil und sprach über die Bemühungen von Journalistengewerkschaften, die Arbeitsbedingungen für Journalisten und einen unabhängigen Journalismus zu verbessern.
 
Auf einem Diskussionspanel zum Qualitätsjournalismus betonte Schroeder die Bedeutung von Organen der Selbstregulierung und ethischen Kodices, um höhere Standards im Journalismus durchzusetzen. Sie verwies auch auf die Herausforderung, Qualitätsstandards im Journalismus im Zeitalter der 24-Stunden-Berichterstattung aufrechtzuerhalten; hier würde der Geschwindigkeit oft eine höhere Bedeutung als der Qualität beigemessen.
 
Die Veranstaltung SEEMF findet jährlich statt. Hier treffen sich nicht nur investigative Journalistinnen und Journalisten, sondern auch unterschiedliche Verbände, Think Tanks, Journalismusschulen und Universitäten sowie Herausgeber und Rundfunkanbieter aus der Region. Das nächste Forum soll im Herbst 2014 in Skopje (Republik Mazedonien) stattfinden.

EUROPÄISCHE POLITIK

Europäischer Gerichtshof: EU-Politik braucht mehr Transparenz


(17.10.2013) Der Europäische Gerichtshof (European Court of Justice ECJ) hat dem  Rat der Europäischen Union in einem Urteil beschieden, dass größere Transparenz im politischen Entscheidungsprozess in der EU erforderlich sei. In einem Verfahren, das von der Organisation Access Info Europe angestrengt worden war, wies der Gerichtshof das Argument des Ministerrates ab, dass dieser Informationen vor der Öffentlichkeit zurückhalten könne, um “die Effektivität des Entscheidungsfindungsprozesses” zu erhalten.
 
Das Urteil hat zur Folge, dass interessierte Teile der Öffentlichkeit in Mitgliedsländern es nun einfacher haben, herauszufinden, wie die Entscheidungsprozesse in Brüssel laufen bzw. gelaufen sind. Für die nationalen Parlamente wird es zudem leichter, dem Gesetzgebungsprozess in der EU zu folgen und die einzelnen Schritte zu analysieren; insbesondere auch bei der Frage, welche Positionen die einzelnen Mitgliedsstaaten vertreten (haben). (Weiterlesen)

EJF besorgt um Pressefreiheit nach Aussschuss-Votum


(21.10.2013) Trotz eines gemeinsamen Appells von EJF, dem Verlegerverband European Newspaper Publishers’ Association (ENPA), und der European Magazine Media Association (EMMA), hat ein EU-Parlamentsausschuss jüngst einer Änderung des Gesetzesvorhabens zum Datenschutz zugestimmt. Es handelt sich um den Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten und Inneres (European Parliament Committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs – kurz: LIBE)
 
EJF, ENPA, und EMMA sind vor allem besorgt, dass die Streichung einer Ausnahmeregelung zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten für journalistische Zwecke die Pressefreiheit untergraben dürfte. (Weiterlesen)


EJF diskutiert Medienfreiheit mit hochrangigen EU-Vertretern


(30.09.2013) Die EJF traf sich mit Lorena Boix Alonso, zuständige Bereichsleiterin für Digitale Medienpolitik in der Europäischen Kommission im Ressort von EU Kommissarin Neelie Kroes (DG Connect). Es wurden unter anderem Schlussfolgerungen und mögliche Aktivitäten diskutiert, die sich aus den Empfehlungen der High Level Group on Media Freedom and Pluralism (Medienfreiheit und Vielfalt) ergeben .
 
Die EJF machte bei dieser Gelegenheit eigene Prioritäten im Gespräch mit Boix Alonso deutlich; darunter die Transparenz von Eigentumsverhältnissen im Mediensektor, journalistischer Quellenschutz, Medienkonzentration sowie die Auswirkungen der Anti-Terror-Gesetzgebung auf die Pressefreiheit.
 
Die EJF strebt ein baldiges Treffen mit EU-Kommissarin Neelie Kroes an. Im November werden erstmals die Kulturminister der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten den Entwurf einer Ratsentschließung zu Medienfreiheit und Pluralismus diskutieren.

Kontakt: Marc Gruber

Studie: Journalisten brauchen Weiterbildung für neue Technologien


Während der Einsatz von Technologie zunehmend Teil der täglichen journalistischen Arbeit wird, haben viele Journalisten den Eindruck dass ihnen das nötige Rüstzeug beim Einsatz dieser neuen Technologien fehlt. Eine Studie, die jüngst unter 400 Journalisten aus fünf europäischen Ländern durchgeführt wurde, legt zumindest nahe, dass Weiterbildung zur Anwendungen der neuen Technologien essentiell zur Bewältigung des journalistischen Alltags ist. Die Studie verdeutlichte auch, dass, obwohl eine Mehrheit der Journalisten inzwischen Smartphones für die tägliche Arbeit einsetzten, diese lediglich zum Zwecke des Informationszugangs benutzt würden.  (Weiterlesen)

URHEBERRECHT


Griechische Printjournalisten bekommen zustehende Zahlungen


(21.10.2013) Erstmals in ihrer Geschichte hat die griechische Verwertungsgesellschaft OSDEL sich darauf verständigt, Einnahmen, die aus der Nutzung journalistischer Inhalte stammen, auszukehren. Es wird geschätzt, dass rund 321.000 Euro unter den Journalistinnen und Journalisten aufgeteilt werden können.
 
Griechische Journalisten sind aufgefordert, finanzielle Ansprüche, die ihnen auf Grund von Veröffentlichungen aus Zeitungen und Magazinen im Zeitraum von 2007 bis 2011 zustehen, geltend zu machen. Es wird davon ausgegangen, dass die Beantragung online erfolgen soll.
 
“Das ist eine wichtige und seit langem erwartete Entwicklung. Griechische Journalistenverbände fordern nun ihre Mitglieder auf, ihre Ansprüche geltend zu machen und dabei zu helfen, eine verlässliche Datengrundlage zu schaffen, damit der Zahlungsanspruch auch Onlinejournalisten ausgeweitet werden kann,” sagte Yannis Kotsifos, Direktor des griechischen Mitgliedsverbandes ESIEMTH.

AREG: Urheberrechtsexperten treffen sich in Brüssel


(11.10.2013) Die Mitglieder der EJF-Expertengruppe für Urheberrecht (EFJ Authors' Rights Expert Group, kurz: AREG) trafen sich in Brüssel, um die jüngsten europäischen Entwicklungen und Lobbyaktivitäten in den Bereichen Verwertungsgesellschaften (collective rights management) und Privatkopie zu diskutieren. Sie tauschten sich zudem über neue Ansätze aus, wie faire Honorarzahlungen  und bessere Bedingungen in Urheberverträgen umgesetzt werden können. Die Experten diskutierten auch das künftige Engagement in den Organisationen International Federation of Reproduction Rights Organisations (IFRRO) und World Intellectual Property Organization (WIPO) und erörterten Vorschläge für Lobbyaktivitäten in Vorbereitung auf die anstehenden EU-Parlamentswahlen 2014.


EJF begrüßt Berichtsentwurf zur Privatkopie-Abgabe


(12.10.2013) Die EJF unterzeichnete eine gemeinsame Stellungnahme zahlreicher europäischer Organisationen, die ebenfalls die Interessen von Urhebern und Werkschöpfern vertreten. Darin wird der Entwurf eines Berichts der französischen Europaabgeordneten (MdEP) Françoise Castex unterstützt. Frau Castex forderte die EU-Mitgliedsstaaten und die Europäische Kommission dazu auf, sich auf gemeinsame Prinzipien und eine Modernisierung des Systems zur Privatkopie-Abgaben zu einigen, da dieses Instrument eine wichtige Einkommensquelle für Autoren und andere Werkschaffende sei. (Weiterlesen)

GENDER

Untersuchung zeigt männlich dominierte Kultur im Journalismus


(15.10.2010) Eine kürzlich durchgeführte Studie des belgischen EJF-Mitgliedsverbandes AJP in Kooperation mit der University of Brussels (ULB) zeigt, dass die Branche noch immer männlich dominiert ist; nur 34 % der Belegschaft sind Frauen. In der Untersuchung, an der 1.640 Journalisten (von insgesamt 4.913 registrierten Journalistinnen und Journalisten in Belgien) teilnahmen, waren nur 20% der Journalistinnen in der Stichprobe über 54 Jahre alt, wohingegen die Mehrheit der Mitarbeiter in der Branche jünger als 35 ist. (Weitere Informationen auf Französisch)


Gender Equality im Audiovisuellen Sektor fördern


(20/10/2013) Am 25. November wird die EJF zusammen mit anderen Sozialpartnern im audiovisuellen Sektor in Brüssel eine Konferenz unter dem Titel “Promoting Gender Equality in the Audiovisual Sector” – zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit – organisieren. 

Die Konferenz ist ein Ergebnis des laufenden Sozialen Dialogs der EU im audiovisuellen Sektor. Dabei werden bislang umgesetzte Best-Practice-Beispiele diskutiert und aktuelle Initiativen vorgestellt – wie ein Work Life Balance-Projekt, das von verschiedenen europäischen Föderationen aus dem Kreativsektor durchgeführt wird. 

Kontakt: Pamela Morinière
Registrierung bis zum 8. November möglich

Data Journalism – kostenloses Online-Seminar


Journalisten, die sich intensiver mit dem Thema Datenjournalismus beschäftigen wollen, können sich für ein Online-Seminar anmelden. Dabei geht es auch um Tipps und Techniken, wie komplexe (komplizierte) Daten zu Geschichten werden. Der Kurs wird vom European Journalism Centre angeboten und beginnt Anfang 2014. Zur Registrierung im Internet HIER.


Medienpreise


European Press Prize 
Einsendeschluss: 29. November 2013 (Mehr)

Belarus in Focus 2013 
Einsendeschluss: 20. Januar 2014 (Mehr)

Letzte Gelegenheit. Gastgeber des EJF-Jahrestreffen 2014 werden?!


Anmeldeschluss ist der 1. November. Kontakt  

AKTUELLE TERMINE


4.–5. November 


5. November

6.–8. November

7.–8. November


25. November



Konferenz: European Trade Union Confederation (Europäischer Gewerkschaftsbund): Bargaining for Equality, Wilna (Litauen)

Aktionstag: Stand Up for Journalism

Konferenz "ICT2013: Create, Connect, Grow", Wilna (Litauen)

Europarat: Ministerkonferenz Media and Information Society, Belgrad

Konferenz zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit im audiovisuellen Sektor, Brüssel
© 2013 Europäische Journalisten-Föderation
Alle Rechte vorbehalten.

Residence Palace, 155 Rue de la Loi, 1040 Brussels, Belgium
Website- http://europe.ifj.org/ E-mail- efj@ifj.org

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Chefredaktion (V.i.s.d.P.) :
Ricardo Gutiérrez

Redaktion :

Renate Schroeder, Marc Gruber, Yuk Lan Wong & Pamela Morinière

Ãœbersetzung : Andreas K. Bittner