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Der Ticker kommt heute von @plmarten

Radikale Reaktionen auf Radikale?

Die Stürmung des Capitols in Washington hallte auch gestern nach und bestimmte weiterhin die politischen und digitalpolitischen Diskussionen.
Paradigmenwechsel
Endlich kommen die Tech-Giganten ihrer (verdammten) Verantwortung nach und reagieren auf die anhaltenden und nachhallenden Beschwerden über ihre Tatenlosigkeit beim Umgang mit Hass und Hetze. EU-Binnenmarktkommissar Breton erkennt im Sturm des Capitols den Zeitpunkt für einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Plattformen, die nicht ausreichend reguliert sind. Bundeskanzlerin Merkel erkennt in Trumps Twitter-Sperre eine Gefahr für die Meinungsfreiheit. Der Tagesspiegel fragt deshalb: Sollen Konzerne über politische Äußerungen entscheiden?

Parler wurde gehackt
Gestern wurde schon der 70-Terabyte-Parler-Hack erwähnt. Die US-Sicherheitsbehörden werden sich die Daten sicherlich sehr interessiert anschauen. Immerhin können die hochgeladenen Fotos der persönlichen Ausweise sehr schön mit den Geo-Daten vom Capitol Hill und dem Zeitstempel abgeglichen werden. Das FBI findet somit heraus, wer sich zum Zeitpunkt der Stürmung im Gebäude befand. Mehr beim Independent.

Amazon will QAnon-Fanartikel verbannen
Plötzlich geht es also doch, dass Plattformen ihre eigenen Richtlinien umsetzen. Amazon beispielsweise untersagt den Verkauf von Produkten, die Gewalt, Intoleranz und Hass verbreiten. Trotzdem finden sich dort u.a. zahlreiche QAnon-Fanartikel. Diese sollen laut Spiegel nun nach und nach aus dem Marktplatz entfernt werden.

Drogen-Online-Shopping 
Auch sonst wird das Shopping-Angebot für nicht-so-ganz-legale Produkte im Netz immer kleiner. Am Wochenende wurde der Online-Drogenmarktplatz Darkmarket geschlossen. Die Süddeutsche zieht die Verbindung zu den Ermittlungen im Cyberbunker.

Kein Section 230-Erlass
Die US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) wird einen Erlass Donald Trumps zur Umdeutung eines bestehendes Gesetzes ("Section 230") aufgrund des Ergebnisses der US-Wahlen nicht umsetzen. Das hat der Republikanische FCC-Vorsitzende Ajit Pai laut Heise in einem TV-Interview mitgeteilt.

Was sonst noch war:
Auch die Junge Union Hamburg setzt sich nun gegen Hatespeech ein. Doch irgendwie haben sie das Konzept noch nicht ganz verstanden.
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Hinweis: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht. Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet.
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