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Der Ticker kommt heute von @akaer

Mut zur Pein

Politik, auch Digitalpolitik, braucht Mut. Manchmal auch Mut zur Peinlichkeit. Deshalb geht mein Chuzpe-Orden des Monats Juli an Stephanie Cox, die dem österreichischen Nationalrat eine kleine Sexualkundestunde gab, um die Abgeordneten davon zu überzeugen auch weiterhin externe Experten an Schulen zuzulassen. Umgeben von peinlichem Gekicher, nervösem Stuhlgerutsche und Zwischenrufen zieht die Frau das durch, und ich meinen Hut. Und jetzt zurück zum Digitalen:

Kinder sind besonders schutzbedürftig, ihre Daten aber wohl nicht: Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags stellt fest, dass mit Spracherkennung arbeitende Software (speziell ging es um Alexa) eigentlich unbeteiligte Dritte nicht ausreichend schützt - deren Daten werden ebenso wie die Daten des eigentlichen Nutzers (der dem ganzen Kram irgendwo zugestimmt hat) für eine unbestimmte Zeit gespeichert und ausgewertet. Betroffen sind insbesondere Kinder, da Alexa und Co häufig in Familien genutzt wird. Das Bundesinnenminsterium sieht sich nicht zuständig und verweist auf die DSGVO. t3n

Gegen Hassrede ist ein Tool gewachsen: Instagram testet, zunächst nur für englischsprachige Accounts, zwei neue Instrumente um Hassrede zu bekämpfen. Das erste erkennt potentiell beleidigende oder gemeine Kommentare und fragt den Nutzer, ob er dies wirklich posten will (da gab es dochmal einen TED-Talk zu der Idee...). Instrument zwei sieht die "Einhegung" von Accounts vor, so dass zum Beispiel kritische Kommentare nur noch für den postenden und empfangenden Nutzer zu sehen sind, nicht gleich für den Rest der Welt. spon

Bye bye net neutrality, hello there madness: Ein Jahr ist es jetzt her, dass die amerikanische Federal Communications Commission (FCC) die Netzneutralität - und damit nebenbei die eigene Machtbasis - abschaffte. Seitdem ist einiges passiert, und zwar nichts Gutes: Anbieter, die genaue Standortdaten ihrer Kunden an Datenbroker verticken, einer kalifornischen Feuerwehr während der schlimmsten Brände das Broadband drosseln, oder Kunden Mietgebühren für nicht vorhandene Router abknöpfen: alles ungestraft, ungeahndet. Nein, die angekündigte Apokalypse ist es nicht, aber richtig, richtig unschön ist es geworden. the verge
Offenheit und Transparenz sind demokratische Grundwerte, die durch die digitale Transformation einen neuen Stellenwert gewonnen haben. Die lebendige Demokratie lebt von dem Wissen und der Mündigkeit ihrer Bürgerinnen und Bürger. Essentiell ist dabei auch die Verwendung von Software. Getreu dem Motto: Public Money – Public Code fordert D64 eine deutlich stärkere Förderung von Open-Source-Software und offenen Standards im öffentlichen Sektor. Mehr dazu gibt es im aktuellen Thesenpapier 5 Gründe für Open Source auf d-64.org
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Termine

  • think beta, 19. November, Bremen, 56% Frauen, 44% Männer  
Hinweis: Wir haben die Quoten von Vortragenden der Veranstaltungen manuell gezählt. Basis dafür sind die von den Veranstaltenden veröffentlichten Programme oder Speakenden-Listen. Wir zählen pro Veranstaltung jeden Kopf genau einmal, also auch dann nur einmal, wenn dieselbe Person mehrfach spricht. Details dazu findet Ihr in diesem Spreadsheet.
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