Copy
JANUAR 2017
IM BRENNPUNKT 
Letzte Chance für ein soziales Europa

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) warnt die Europäische Kommission, dass die EU eine letzte Gelegenheit hat, den weitverbreiteten Vorbehalten in der Bevölkerung gegenüber der EU zu begegnen.
Am 23. Januar 2017 hat die Europäische Kommission ihre jüngsten Vorstellungen zur Sozialpolitik sowie zur einschlägigen Gesetzgebung auf der Konferenz „Die europäische Säule der sozialen Rechte: Gemeinsam voranschreiten“ mit Kommissionspräsident Juncker und EU-Kommissar Thyssen präsentiert. Hier weiterlesen
ALLGEMEINES
EWSA verabschiedet Stellungnahme zur Entsenderichtlinie

Am 14. Dezember verabschiedete der EWSA seine Stellungnahme zur Änderung der Entsenderichtlinie. In seiner Stellungnahme unterstützt der EWSA grundsätzlich den Vorschlag der Kommission zur Änderung der Entsenderichtlinie. Der Grundsatz der gleichen Entlohnung für gleiche Arbeit am gleichen Ort ist ein zentraler Baustein der Säule sozialer Rechte in Europa. Hier weiterlesen
 
Lobbyarbeit gegen CETA wird fortgesetzt

Obwohl mit der jüngsten Fassung der CETA-Vereinbarung erhebliche Fortschritte auf dem Gebiet des Schutzes der öffentlichen Dienstleistungen, der Arbeitnehmerrechte und der Umwelt erzielt wurden, beschloss der EGB-Exekutivausschuss auf seiner letzten Sitzung, dass die europäischen Gewerkschaften weiterhin gemeinsam mit den kanadischen Gewerkschaften und der internationalen Gewerkschaftsbewegung Lobbyarbeit betreiben und darauf hinarbeiten müssen, dass das CETA-Abkommen weiter verbessert wird und eine fortschrittliche globale Handelsagenda umgesetzt wird.
Hier weiterlesen
Dienstleistungspaket: Europäische Gewerkschaften legen die Bedenken der Beschäftigten dar

Die Europäische Kommission hat ein „Dienstleistungspaket“ von Maßnahmen vorgeschlagen, die darauf abzielen, die Erbringung von Dienstleistungen quer durch Europa „zu erleichtern”.
EFFAT teilt den Hinweis des EGB, dass das Dienstleistungspaket zwar Verbesserungen aufweist, aber nicht die grundlegenden Probleme anpackt, die von den Gewerkschaften angesprochen wurden etwa in der Kampagne „Rote Karte für den Dienstleistungspass“ im Dezember 2016. Hier weiterlesen

 
EFFAT und IndustriALL veranstalten subregionalen Workshop zur Industriepolitik in Bulgarien und Rumänien

Am 17. und 18. Januar 2017 nahm Harald Wiedenhofer gemeinsam mit IndustriALL an einem subregionalen Workshop zur Industriepolitik in Bulgarien und Rumänien teil. Der Workshop konzentrierte sich auf Gewerkschaftsaktivitäten und die gewerkschaftliche Organisierung sowie auf die Einführung neuer Strategien im Hinblick auf Tarifverhandlungen, um bessere Arbeitsbedingungen in transnationalen Unternehmen zu erreichen.
LEBENSMITTEL
Unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette 

EFFAT nahm am 15. Dezember 2016 an dem ersten Treffen des hochrangigen Forums für ein besseres Funktionieren der Lebensmittelversorgungskette teil. Die Arbeit des hochrangigen Forums konzentriert sich im Wesentlichen auf zwei Bereiche (i) unfaire Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette und (ii) erwartete Chancen durch IKT und Innovation. In der Sitzung ging es hauptsächlich um faire und wirksame Handelspraktiken. Estelle Brentnall als Vertreterin von EFFAT erklärte, dass EFFAT bei der Interaktion zwischen Supermärkten auf der einen Seite und der Landwirtschaft und kleinen und mittelständischen Betrieben in der Lebensmittelindustrie auf der anderen Seite Praktiken beobachtet hat, die besonders schlimm sind und schädliche Auswirkungen auf den Wirtschaftszweig und die Arbeitsplätze haben. EFFAT erklärt daher seine Unterstützung für legislative Maßnahmen auf EU-Ebene, um unfairen Handelspraktiken zu begegnen.
Die Mitgliedsorganisationen von EFFAT werden dazu ermutigt, Fallstudien und zielführende Vorschläge beizusteuern, um unfaire Handelspraktiken zu bekämpfen.
Bitte wendet Euch an: E. Brentnall@effat.org
Europäische Woche der beruflichen Qualifikationen 

Initiative der Europäischen Kommission soll die entscheidende Rolle von beruflicher Aus- und Fortbildung für die Förderung von Qualifikationen, Arbeitsplätzen, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit unterstrichen werden.Vom 5.-9. Dezember 2016 fand in Brüssel die erste Europäische Woche der beruflichen Qualifikation statt. Mit dieser
Estelle Brentnall vom EFFA-Sekretariat und Lorenzo Ferrucci  von FoodDrinkEurope präsentierten die Ergebnisse (das „Instrumentarium“) des Projekts der Sozialpartner für die Anwerbung neuer Talente und den Umgang mit einer alternden Belegschaft in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Sie betonten die Bedeutung einer Partnerschaft, um sicherzustellen, dass die berufliche Aus- und Fortbildung in der gesamten EU als wertvolles Instrument des Lernens betrachtet wird, das auf die Bedürfnisse dieses Wirtschaftszweiges eingeht. Des Weiteren betonten sie die Tatsache, dass Unternehmen, Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen sowie die staatlichen Stellen und Ausbildungsinstitute zusammenarbeiten sollten.
TOURISMUS
Generalversammlung billigt überarbeitetes Tourismusmanifest

Die außerordentliche Generalversammlung des Manifests „Tourismus für Wachstum und Beschäftigung“ hat am 12. Januar 2017 das überarbeitete Manifest gebilligt. Das Manifest soll in weitere Sprachen übersetzt werden, um seine Verbreitung zu fördern. Außerdem soll eine Kurzfassung des Manifests erstellt werden. Der Lenkungsausschuss wird die Prioritäten für ein Arbeitsprogramm 2017 vorschlagen. Sämtliche Unterzeichnerorganisationen werden aufgefordert, auf ihren Webseiten einen Link zum Manifest www.tourismmanifesto.eu einzurichten.
LANDWIRTSCHAFT
EFFAT Landwirtschaftssektor antwortet auf die Mitteilung der Europäischen Kommission zur europäischen Säule sozialer Rechte

Am 8. März 2016 startete die Europäische Kommission eine öffentliche Anhörung zur Stärkung der sozialen Basis der Europäischen Union, der „europäischen Säule sozialer Rechte (ESSR)”. EFFAT schloss sich der Erklärung des EGB an und reichte eine ausführliche Antwort unseres Landwirtschaftssektors ein.
Hier  weiterlesen

 
UNTERNEHMENSPOLITIK
Ehemalige Unternehmensteile von SABMiller in den MOEL sollen an Asahi verkauft werden
 
Nach dem Verkauf des PGM-Geschäfts (die Marken Peroni, Grolsch und Meantime) an Asahi, der im Oktober 2016 mit der Übernahme vollzogen wurde, plant AB Inbev nunmehr, den Rest der ehemaligen Unternehmensteile von SABMiller in Mittel- und Osteuropa (Polen, der Tschechischen Republik, Slowakei, Ungarn und Rumänien) an den japanischen Brauereikonzern zu veräußern.
Diese Maßnahme wird Asahis Position in Europa weiter stärken. Die Vereinbarung zwischen AB InBev und Asahi gilt vorbehaltlich einer Genehmigung von Asahi als geeigneten Käufer durch die Europäische Kommission und die Genehmigung durch die Brüsseler Kartellbehörden (Europäische Kommission).
EFFAT betrachtet diese Entwicklung als potentiell positiv für die Zukunft der Betriebe und die Beschäftigung in den ehemaligen Unternehmensteilen von SABMiller in Mittel- und Osteuropa. Am 24. Januar ist der ehemalige EBR von SABMiller mit der Unterstützung von EFFAT und Syndex  in Budapest mit der Unternehmensleitung von Asahi zusammengetroffen, um mehr über die Beweggründe für die Übernahme sowie über die Geschäfts- und Beschäftigungsstrategie von Asahi in Europa zu erfahren.
EU bewilligt EFFAT ein wichtiges EU-Projekt
 
Vorbereitung auf Veränderungen und nachhaltiger Umgang mit Strukturwandel: Förderung innovativer Maßnahmen zur Stärkung der Beteiligung der Beschäftigten und die Zusammenarbeit zwischen den Sozialpartnern (Anticipation of change and the sustainable management of structural changes: Promoting innovative actions to strengthen employee involvement and social partners’ cooperation.) Dies ist der Titel eines wichtigen EU-Projekts, das EFFAT in den kommenden zwei Jahren durchführen wird. Die wichtigsten Ziele des Projekts sind:
  • die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen EBR und  TNU bei Tarifverhandlungen in den EFFAT-Sektoren zu erleichtern,
  • innovative Lösungen für die Vorbereitung auf Veränderungen und den nachhaltigen Umgang mit Strukturwandel und Umstrukturierungen zu fördern.
  • Das Projekt wird sich insbesondere darauf konzentrieren, dass die Mitgliedsorganisationen und Sozialpartner von EFFAT mit länderübergreifenden Unternehmensvereinbarungen (TCAs) vertraut gemacht werden. EFFAT ist intensiv an der derzeitig auf EU-Ebene zwischen EGB, Business Europe und der Europäischen Kommission geführten Debatte über die Zukunft der TCAs beteiligt.
Um diese Maßnahmen auf pragmatische Weise umzusetzen, wird das Netzwerk der EFFAT-EBR-Koordinatoren in das Projekt eingebunden, das sich überdies mit zwei transnationalen Unternehmen der EFFAT-Sektoren beschäftigten wird: Coca-Cola European Partners und McDonald's. Für die nächsten 22 Monate wurden eine Reihe von Sitzungen und Seminaren anberaumt.
Laufende EBR-Verhandlungen und Neuverhandlungen

Das EFFAT-Sekretariat ist derzeit an der Aushandlung und Neuverhandlung einer ganzen Reihe von EBR-Vereinbarungen beteiligt. Wir rechnen damit, dass 2017 bei den Verhandlungen über folgende EBR-Vereinbarungen Abschlüsse und/oder wichtige Fortschritte erzielt werden: Coca-Cola European Partners, Ardo, BEL Groupe, Marie Brizard, Bonduelle, Asahi, Bruggen,  Bidvest, Cargill, Lactalis, Marine Harvest, Paulig, Princes, Refresco Gerber,  Tereos und 2 Sisters Food Group.
 
Kommende Veranstaltungen
Wollen Sie über unsere Tätigkeit informiert werden?
Haben Sie Anregungen für die nächste Ausgabe?
Verpassen Sie bitte nicht die nächste Ausgabe!
Melden Sie sich für unseren Newsletter an und klicken Sie bitte
 hier!
Facebook
Facebook
Twitter
Twitter
Website
Website
Email
Email
Copyright © |2015|  EFFAT |
All rights reserved.

EFFAT is the European Federation of Trade Unions in the Food, Agriculture and Tourism sectors. As a European Trade Union Federation representing 120 national trade unions from 35 European countries, EFFAT defends the interests of more than 2.6 million members towards the European Institutions, European employers’ associations and transnational companies. EFFAT is a member of the ETUC and the European regional organization of the IUF.
 
 






This email was sent to <<Email Address>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
EFFAT · Rue du Fossé-aux-Loups, 38 box 3 · Brussels 1000 · Belgium